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Theater - Kurzmeldungen und Infos

Ab heute (30.08.2010) öffnet die Theaterkasse der Staatsoper im Schiller Theater - der Senat als Bauherr übernimmt das Haus Unter den Linden

Gestern Abend (29. August) wurde das letzte Ticket im Kassenfoyer der Staatsoper Unter den Linden verkauft. Heute Morgen übergab der Geschäftsführende Direktor Ronny Unganz das Opernhaus Unter den Linden „besenrein“ an den Senat für Stadtentwicklung, der als Bau- und Haus herr die Sanierungsarbeiten während der kommenden drei Jahre leiten wird.

Gleichzeitig öffnet erstmals die Theaterkasse der Staatsoper im Schiller Theater. Karten für alle Ver anstaltungen der Saison 2010/2011 können dort ab sofort täglich in der Zeit von 12 bis 19 Uhr erworben werden.

Die telefonische Kartenreservierung steht unter der Nummer 030 20354-555 von Montag bis Samstag zwischen 10 und 20 Uhr und sonntags zwischen 12 und 20 Uhr zur Verfügung. Rund um die Uhr sind Karten im Internet unter www.staatsoper-berlin.de erhältlich.


E-mail: pressoffice@staatsoper-berlin.de
Website: http://www.staatsoper-berlin.de

PM - 30. August 2010
1437

Theatergroßereignis Spandau
...Die Kulturloge verteilt in Berlin a la Suppenküche an Bedürftige Eintrittskarten für Theater, Oper, Museen. Das wirkt menschlich. Es wirkt unmenschlich, dass es Millionen Hilfsbedürftige in einem der reichsten Länder der Welt gibt. Hilfsbedürftigkeit ist Verkrüppelung... Stefan Neugebauer inszenierte in einem stillgelegten Stadtbad in Steglitz eine Strichfassung von Kafkas Prozess. Orte: Café Freiraum, Näherei, Maschinenraum, Schwimmhalle (ohne Wasser), Sauna, Brunnenhaus erzeugten Spannung. Margot Binder, Gerolamo Fancellu, Michael Hecht, Alexander Klages, Martin Langebeck, Beatrice Murmann lieferten ein solides Ensemblespiel. Kafkas Romantext wirkt so eindringlich wegen einer Vielzahl von Unstimmigkeiten. Eine Strichfassung hätte funktionieren können, wenn die Schauspieler im Rollenspiel ab und zu ein Innehalten als Orientierungsreaktion demonstriert hätten... "Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit", Zitat George Orwell. Ein Theater-Großereignis fand in der Turnhalle der B-Traven-Oberschule / Spandau unter dem Titel ´Strategie meines Erfolges. Ein Projekt über die Produktion von Geschichte´ statt. Die Kletterwände des Raums wurden nicht benutzt. Jugendliche hatten Leben und Träume konsumiert, anonym Texte geschrieben, bewertet, gestrichen, sortiert. Sie sprachen den ihnen zugeteilten Text schnell und waren infolge vom Raumhall, Publikumsgeräuschen und Musik oft nicht zu verstehen. Der Zuschauer fühlte sich wie in einer Bahnhofshalle. Engel/Wachpersonal/Blinde bestimmten Aufenthaltsräume. Zwischen allem lag Nebel. Wer nach Hause gekommen war, genoss Ruhe und hatte Erinnerungen, wenige Stunden wirkten infolge der Vielzahl von Episoden wie Tage. Jugendliche hatten von Ängsten und Erlösungssehnsucht in einem Jenseits gesprochen. Widerstandsversuche waren weitgehend familiär geblieben. „Der Junge, der neben mir saß und am Text beteiligt gewesen war, wie er sagte, hatte wirklich Angst. Angst vor Hartz4. Kein Protest. Nur Angst.“ Angst als Strategie. Tod als Erfolg. Im Programmheft wurde behauptet, Literatur entstände aus Opferperspektive, Sehnsucht nach Liebe. Die Verantwortung für die Inszenierung trägt Carlos Manuel. Das Untersuchungsmaterial, das er dem Dramentext als Titelauflistung anfügte, bezeugt Belesenheit und Interesse an sozialen Fragen, nicht an Problemlösungen, Intellektuelle Erkenntnis sei der Tod der Kunst. Fred Pommerehn lieferte Spielräume. Verena Hay bestimmte Kostüme. Hartmut Schaffrin organisierte alles und bezog Charlotte Poos in die Regie, Holger Heißmeyer, Rudi Keiler, Gómez de Mello, Arthur Romanowsk, Stefan Rüdinger in die Dramaturgie, Charlotte Poos, Stefan Rüdinger, Stefan Wenzke, Patryk Witt in die Entwicklung des Bühnenbildes ein. Als Techniker arbeiteten unter der Leitung von Niels Bovri u.a. Matthias Henkel, Felix Kelskim Michel Schnitker (Bühne), Florian Kubitz (Licht), Maximilian Schliemann (Licht und Ton). Martina Malte Rathmann, Gianne Masarié, Arthur Ramanowski, Rudi Keiler Goméz de Mello, Anna Zinke, Leonore Liebich, Maricela Valverde, Monika von Oertzen, Natalia Matthies, Stephanie Lange, Andrea Manke, Mareike Breda, Stefan Rüdinger, Thomas Woiczewski, Charlotte Poos, Michel Schnitker, Stefan Wenzke, Patrick Witt agierten als Schau-Spieler. Es ist abzuwarten, ob die Gesellschaft ihnen eine freie Entfaltung von Fähigkeiten und Einbindung in bezahlte Arbeit oder ein Recht auf ein schikanefreies Grundeinkommen als Verhandlungsbasis bieten oder sie ins Hartz4System verbannen wird. Der Fotograf Patryk Witt experimentierte unter dem Titel Who ist who im Bereich Portraitfotografie mit Perücken, Schminke, Collage und Morphing und verdichtete das Textmaterial der Jugendlichen zu einem Text, der innerhalb einer Ausstellung lesbar ist und irritieren konnte, weil er unterschiedlichste Erlebnisse, Sehnsüchte in einem Erzähler konzentrierte. Er arbeitete als Fotograf mit geringer Tiefenschärfe. Die Augen der Modelle zeigen im Warten aufs erlösende Klicken einen Blick zwischen Wirklichkeitswahrnehmung und Träumen...
E-mail: info@textlandschaft.de
Website: http://www.kunstlandschaft-spandau.de/kulturfeuilleton_spandau.pdf

www.kunstlandschaft.net / 19. August 2010
1431

KALTSTART HAMBURG 2010
Mit über 5000 Zuschauern, fast 1000 Künstlern und über 100 Produktionen ist KALTSTART HAMBURG 2010 das größte und unkonventionellste Theaterfestival Norddeutschlands geworden!

KALTSTART HAMBURG 2010 war ein Abenteuer: aus vier bislang eigenständigen Festivals - KALTSTART pro, FINALE, FRINGE HAMBURG und dem YOUNG STAR FEST - entstand erstmalig eine Plattform für alle Facetten des deutschsprachigen Theaternachwuchses. Das Abenteuer gelang! Dank unserer Förderer, den Theatern, den Künstlern und all den ehrenamtlichen Helfern!

14 Tage lang - vom 12. bis 25. Juli - wurde junges Theater "unplugged" an unkonventionellen Szeneorten in Hamburg präsentiert: Clubs, Bars, Varieté-Theatern, Kellergewölben, auf Balkonen, Open Air und der Theaterakademie. Dieses Konzept machte KALTSTART HAMBURG 2010 deutschlandweit einzigartig. Die Anzahl der Produktionen stieg von knapp 80 auf 110 - fast 1000 beteiligte Künstler begegneten sich im Kulturhaus III&70 und im neu geschaffen Festivalzentrum "Hotel Pacific" im angesagten Schanzenviertel.

Trotz Hitzerekord wurde mit 70% Auslastung auch ein Besucherrekord erzielt: mit über 5000 Zuschauern verdoppelte sich die Publikumsresonanz zum Jahr 2009.

Mit der neuen AUTORENLOUNGE, den Gastspielen aus der Tschechischen Republik unter dem Motto "PRAG SPEZIAL" und einer Festivalzeitung setzten die Festivalmacher neue Akzente: das Bündnis der Festivals KALTSTART pro, FRINGE HAMBURG und das FINALE der Theaterakademie Hamburg sind mehr als ein loser Verbund: Mit KALTSTART HAMBURG 2010 entstand die wichtigste junge Plattform zur Begegnung und zum fachlichen Austausch für den deutschsprachigen Theaternachwuchs.

Die Festivals werden die erfolgreiche Kooperation unter einem gemeinsamen Dach im Sommer 2011 fortsetzen.
E-mail: andrea.tietz@hfmt.hamburg.de
Website: http://www.kaltstart-hamburg.de/

PM - 28. Juli 2010
1427

"Nah dran": Kindertheater-Autoren erhalten Förderung
‚Nah dran!‘
Auftragshonorare 2010/11 vergeben
Jury bemängelt die Qualität der Bewerbungen


Nach der diesjährigen Ausschreibung des Projektes ‚Nah dran!‘ hatten sich 19 Autorinnen und Autoren mit jeweils einem kooperierenden Theater beworben. Die Jury entschied in ihrer Sitzung am 24. 3. 2010 in Darmstadt zwei Stückentwürfe durch die Vergabe von jeweils 5500,- € Auftragshonorar zu fördern. Ein drittes Auftragshonorar konnte nach Meinung der Jury nicht vergeben werden.


Folgende Projekte erhalten im Rahmen von ‚Nah dran!‘ eine Förderung:


1) „Önf! Womit keine Zahl rechnet“ von Katja Hensel (Berlin) in Kooperation mit dem Theater an der Parkaue, Berlin.

Die Autorin plant ein Theaterstück für Kinder ab 8 Jahren, in dem sich eine Zahl nach langer Abwesenheit wieder in das System einreihen möchte: Önf! Die neue Zahl mit Strich und Bauch irritiert, wird aber auch bald geliebt. Die Jury war von der Originalität der Idee sowie dem geplanten Erarbeitungsprozess am Theater überzeugt. Bemerkenswert ist auch, dass hier ein Kinderstück mit 6 SchauspielerInnen, also einem größeren Ensemble, geplant ist. Die Premiere wird 2011 stattfinden.


2) „EULENSPIEGEL“ (AT) von Katrin Lange (Berlin) in Kooperation mit dem Jungen Staatstheater Braunschweig.

In Katrin Langes Konzeption stehen nicht „Tills lustige Streiche“ im Vordergrund sondern ein Mensch, der fremd ist und sich in der Gesellschaft zurechtfinden muss. Das Stück spielt im Mittelalter und soll mit fünf Schauspielern, die „jeden und alles“ darstellen, ins Heute verweisen. Die Jury würdigte diese Ansätze, die auch eine besondere Herausforderung für die beteiligten Künstler sind. Das Stück ist für Kinder ab 6, die Premiere wird im September 2011 stattfinden.


Die Jury, der Henning Fangauf, Gunther Nickel und Marco Süß angehörten, konstatierte, dass unter den weiteren Bewerbungen tagespolitisch brisante und gesellschaftlich relevante Theaterprojekte vorgestellt wurden. Die Jury vermisste aber die in der Ausschreibung geforderten Kriterien nach „poetischer Kraft“, „dramatischer Dichte“ und „Originalität in der Stofffindung“. Mit dem Projekt ‚Nah dran!‘ wird hier ein hoher Anspruch verfolgt. Die Jury fand eher „Theatertexte denn dramatische Literatur“ vor, und sie bemängelte „eine häufig schlicht kopierte Alltagssprache sowie eine Geschichtenfindung, in der es wenig Neues und Überraschendes zu entdecken gibt. Anspruchsvoller Ausdruck und individuelle Gestaltung durch die Künstler sollten gegenüber dem berechtigten Anliegen nach der Aktualität eines Themas oder der gesellschaftskritischen Relevanz des Stückes Vorrang haben“, betonte die Jury.

Die Jury möchte die Autoren und Künstler auffordern, auch für das Kindertheater literarische Kriterien und kreative Aspekte in den Stückentwicklungen stärker zu beachten und bereits jetzt mit den Planungen für eine Bewerbung an der Ausschreibung ‚Nah dran!‘ 2011 zu beginnen. Es werden im Frühjahr 2011 bis zu vier Auftragshonorare vergeben.


‚Nah dran!‘ Ein Kooperationsprojekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland und des Deutschen Literaturfonds e.V. mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes.

Ihre Nachfragen richten Sie bitte an Henning Fangauf, Tel. 069-296661, h.fangauf@kjtz.de

Frankfurt am Main / Darmstadt 01.04.2010
E-mail: h.fangauf@kjtz.de
Website: http://www.kjtz.de

Pressemitteilung vom 1. April 2010
1412

Stipendien zum Deutschen Kindertheaterpreis 2010 vergeben
Juliane Blech (Halle), Maja Das Gupta (München) und Bernhard Studlar (Wien): Diese drei Autoren erhalten die Stipendien zum Deutschen Kindertheaterpreis 2010. Das hat die Jury für den Deutschen Kindertheaterpreis und den Deutschen Jugendtheaterpreis 2010 heute bekannt gegeben.

Mit den Stipendien in Höhe von je 3.000 Euro werden alle zwei Jahre Autorinnen und Autoren unterstützt, die neue Stücke für Kinder schreiben und dabei die Kinder selbst als Experten für ihre Lebenswirklichkeit angemessen am Entstehungsprozess beteiligen.


Die Autoren und ihre Projekte:

Juliane Blech, Halle an der Saale, für das Projekt „Ich glaube was, was du nicht glaubst“

Die Jury würdigt mit dem Stipendium die Wahl des gesellschaftlich bedeutsamen Themas Glauben, das mit Fantasie, Absurdität und Poesie in einem Stück für Kinder bearbeitet werden soll. Besonders die sprachliche Kompetenz der Autorin lässt auf ein neues Stück Literatur für das Kindertheater hoffen.

Maja Das Gupta, München, für das Projekt „Mrs. und Miss Scatterbrain kopflos in Indien“

Die Jury würdigt mit dem Stipendium den konzeptionellen Ansatz der Autorin, das Fremde und Unbekannte nicht als Problem zu beschreiben, sondern lustvoll die Ebenen von Realität und Mythos zu vermischen. Das überzeugende Konzept zur Partizipation von Kindern zielt darauf, den Zuschauern eine besondere Erfahrung von Fremdheit vermitteln.

Bernhard Studlar, Wien, für das Projekt „Um die Ecke“

Die Jury würdigt mit dem Stipendium die Professionalität und Erfahrung des Autors und das Konzept, auf dessen Grundlage er erstmals ein Stück für kleine Kinder schreiben wird. Das Kindertheater in Deutschland braucht Autoren und Stücke für die jüngsten Zuschauer.


Präsentation und Diskussion:

Die neu entstehenden Stücke der Stipendiaten werden szenisch erprobt und während der Werkstatt-Tage der Kinder- und Jugendtheater vom 28. September bis 2. Oktober 2010 am Theater der Jungen Welt in Leipzig öffentlich präsentiert und diskutiert.


Deutscher Kindertheaterpreis und Deutscher Jugendtheaterpreis 2010:

Im Dezember 2010 vergibt das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend den diesjährigen Deutschen Kindertheaterpreis und den Deutschen Jugendtheaterpreis. Es sind die höchst dotierten Literaturpreise für das Kinder- und Jugendtheater in Deutschland. Die Preisverleihung findet alle zwei Jahre in Frankfurt am Main statt.


Kinder- und Jugendtheaterzentrum
in der Bundesrepublik Deutschland
Schützenstraße 12
60311 Frankfurt am Main
www.kjtz.de
Website: http://www.kjtz.de

Pressemitteilung vom 10. März 2010
1404

Theater der Jungen Welt - Bilanz zum Jahresbeginn 2010
Zielinski: „Triumph der kleinen Form“

Theater der Jungen Welt zieht positive Bilanz zum Jahresbeginn 2010

Mit dem zweitbesten Zwischenergebnis seit über zehn Jahren ging das Theater der Jungen Welt in den Jahreswechsel 2009/2010. Insgesamt 24165 Zuschauer besuchten zwischen 16. August und 31. Dezember eine der 326 Vorstellungen des Leipziger Theaters für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Nur 2007 kamen noch mehr Besucher ins Theaterhaus am Lindenauer Markt. Zu der Bilanz hinzu gehören außerdem weit mehr als 4000 Akteure in theaterpädagogischen Veranstaltungen des Theaters. Erstmals sind am Theater seit Spielzeitbeginn drei feste Theaterpädagoginnen engagiert, unterstützt durch eine ABM-Kraft, eine freie Mitarbeiterin sowie eine Freiwillige im FSJ Kultur.

Für Intendant Jürgen Zielinski bedeutet die hohe Besucherzahl „einen Triumph der kleinen Form“. Denn die Produktionen am Theater der Jungen Welt zeichnen sich nicht nur durch sorgfältige Arbeit aus, sondern auch dadurch, dass sie fast durchweg in kleinen (88 bzw. 55 Plätze) bis kleinsten Räumen (max. 30 Plätze/Theaterbus, Klassenzimmer etc.) stattfinden. Selbst der so genannte Große Saal fasst bei maximaler Bestuhlung nicht mehr als 188 (Arena) bzw. 229 Zuschauer (Guckkasten), z.T. eine noch geringere Anzahl. Das Theater der Jungen Welt unterstützt schon lange den gegenwärtigen Trend, keine Großveranstaltungen vor mehreren hundert Kindern zu unternehmen, sie zumindest keinesfalls zur Regel werden zu lassen. Im Gegenteil, Kinder nicht als Massenkonsumenten eines fernen Bühnenereignisses, sondern als Partner eines überschaubaren Prozesses zu betrachten gehört zu den Prinzipien des ältesten Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland. Die Kehrseite dieser Medaille: Die Vorstellungszahlen der Schauspieler sind dementsprechend hoch: Zwischen 67 und 88-mal standen sie allein von August bis Ende Dezember auf der Bühne.

Verstärkt internationale Gastspiele
Die zunehmende Attraktivität des Theater der Jungen Welt lässt auch einen anderen Bereich boomen: Die Gastspiel- und Festivaleinladungen. Gerade zurück von einem Gastspiel der Produktion „Kinder des Holocaust“ im polnischen Krakow, ging es mit dem Kinderstück „Wir alle für immer zusammen“ nach Friedrichshafen am Bodensee, außerdem mit dem Klassenzimmerstück „Erste Stunde“ ins Partnertheater nach Zürich, zum Jungen Schauspielhaus am Schauspielhaus Zürich. Im kommenden Monat tourt „Fische & Süßer Brei“ nach München und Wien, doch besondere Freude empfindet Intendant Jürgen Zielinski über die die Einladung, mit „Kinder des Holocaust“ noch im Jahr 2010 am Habimah-Theater in Tel Aviv, Israel, gastieren zu können. Aber auch auf überregionalen Festivals gastierte das Theater zuletzt mehrfach, darunter beim DOMINO-Festival in Göttingen.

Zur Zeit befindet sich das Theater in den Vorbereitungen und Sichtungen für die 17. Werkstatt-Tage der Kinder- und Jugendtheater, zum dritten Mal in Folge in Leipzig. 75 Theater haben sich mit der bisherigen Rekordzahl von insgesamt 92 Inszenierungen zu dem deutschlandweiten Arbeitstreffen und Festival beworben. Die Werkstatt-Tage finden vom 28.9. bis 2.10.2010 am Theater der Jungen Welt statt.


Theater der Jungen Welt | Eigenbetrieb der Stadt Leipzig
Lindenauer Markt 21 | 04177 Leipzig
www.tdjw.de
Website: http://www.tdjw.de

Pressemitteilung vom 4. Februar 2010
1395

Voll Cool, Voll Crass: Premiere am 18. Januar 2010, Jugendtheaterstück

Eine Revue, eine Performance...


Rechts von links von der Oberbaumbrücke, sprich F'hain und K'Berg, die nicht zusammen wachsen wollen, und die sich einmal im Jahr als besonderes Highlight mit gesammelten faulen Gemüse an der wunderschönen maurisch- nachempfundenen Brücke bewerfen, geht selbst bis in die jüngste Generation ihre Distanzierung gegenüber dem anderen. 12 junge spielbegeisterte SchülerInnen der Bezirksteile Friedrichshain und Kreuzberg erarbeiten in der Carl-von-Ossietzky- Oberschule, die im letzten Jahr einen großen Theaterpreis erwarb, dieses cirzensische Spektakel zwischen Links-Autonom und ganz Rechts. Es könnte eine Romeo-und-Julia- Story von 2009 werden, wenn nicht... Tomaten, Gurken, Eier und Kopfsalat - verfault - hin und her flögen. Und das alles am schönsten grünen Strand der Spree. Regie: Jürgen Bonk Regieassistenz: Mehrdad Mobasseri Mitwirkende DarstellerInnen: Hauptsächlich Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren der Carl-von-Ossietzky-Oberschule Ein gefördertes Projekt von der Abt. Kultur Friedrichshain/Kreuzberg Abt. Dezentrale Kulturarbeit <

Eine Produktion von:
Theater Spiel & Schule e.V.
18. Januar 2010
19:00 Uhr

Weitere Vorstellungen:
19. Januar 2010
19.00 Uhr

Alte Feuerwache Friedrichshain
Machlewskistr.

U-Weberwiese

Berlin-Lichtenberg

Kartenvorbestllungen unter (030) 426 66 36 (Alte Freuerwache, Weberwiese) oder bei Heidi Oderbach Tel. (030) 2945 664 von 10:00 bis 16:00 Uhr (AB)

Preis: 5,00 €, ermäßigt 3,00 €
Website: http://www.theater-spiel-schule.de

Pressemitteilung, 15. Januar 2010
1388

Märchenhütte: Märchenklassiker für Große - bis 28. Februar 2010
Die Märchenhütte im Monbijoupark erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt und ist ein wärmender Ort im kalten Berliner Winter. Glühwein, Tee und heiße Suppe wärmen den Magen und Spielfreude, Witz und Fantasie des Hexenkessel Hoftheaters Herz und Seele. Insbesondere Erwachsene haben die kindliche Domäne der grimmschen Hausmärchen für sich erobert. Erwartungsvoll besetzen sie allabendlich die Bänke und Holzstühle vor der kleinen Bühne und folgen den Grimmis und den mitternächtlichen Gruselmärchen mit Schaudern und Vergnügen. Auf dem Spielplan stehen 20 Klassiker in denen weit über 50 Märchenfiguren ihre herzzerreißenden Schicksale in Szene setzen. Damit dabei keine Gestalt der anderen ähnelt, kein Märchen dem nächsten gleicht, bieten die seit 15 Jahren shakespearegeschulten Schauspieler des Hexenkessel Hoftheaters ihr ganzes Erfahrungsspektrum samt ihrem legendären Spielwitz auf. So geraten die Märchen sehr unterschiedlich - eines trumpft prall wie ein barockes Mysterienspektakel auf, ein anderes irrt glühend durchs Innere einer alptraumhaften Psychose, eines flüstert wie brüchige Seide aus dem Dunkel, ein nächstes überrollt uns als komödiantischer Nonsens, mit schwüler Erotik, mit heiligem Ernst.

Außerdem im Programm die etwas andere Märchenshow: PINK GRIMM. Geschichten um Alter, Neid und Schönheit. Zwei Männer, hohe Schuhe - eine Bühne! Die beiden Schauspieler des Hexenkessel Hoftheaters Roger Jahnke und Andreas Köhler zeigen Schneewittchen und Frau Holle. Schrill, sexy, pink.


bis 28. Februar 2010 zwei Grimm-Märchen pro Vorstellung

Kinder ab 4 Jahre: Di – Fr 16.30 Uhr, Mi – Fr 10 Uhr, Sa/So 14, 15.30 und 17 Uhr
Erwachsene: Di – Sa 19.30, 21 Uhr, So nur 19.30 Uhr
Pink Grimm: Do 22.30 Uhr
Schauermärchen P18: Fr/Sa 23 Uhr

Kartentelefon 030 – 24 04 86 50 oder winter@maerchenhuette.de

Märchenpreise: 4 € vormittags, 5 € nachmittags, 9 € abends

Märchentag: Dienstagnachmittag 3€, abends 5 €. Doppelmärchenblock abends 15 €.

Märchenhütte, Monbijoupark, vis-á-vis Bode-Museum, Berlin Mitte


Es spielen: Carsta Zimmermann, Ina Gercke, Rebekka Köbernick, Marlies Ludwig, Kristin Giertler, Claudia Graue, Anja Pahl, Michael Schwager, Torsten Schnier, Roger Jahnke, Andreas Köhler, Vlad Chiriac

Regie: Jan Zimmermann
Veranstalter: Hexenkessel und Strand GmbH


Website: http://www.maerchenhuette.de

Pressemitteilung, 15. Januar 2010
1386

Neuer Vorstand im Verband der Kinder- und Jugendtheater (ASSITEJ)
ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e.V. hat einen neuen Vorstand

Am Samstag, dem 5. Dezember 2009, fand in den Räumen des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland in Frankfurt am Main die ordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes der professionellen Kinder- und Jugendtheater, ASSITEJ, statt.

Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Universität Hildesheim) wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Die Mitglieder gaben ihm in geheimer Wahl einstimmig und bereits zum fünften Mal in Folge ihr Votum und sprachen ihm für seine langjährige und engagierte Arbeit ihr Vertrauen aus.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Brigitte Dethier, Intendantin des Jungen Ensemble Stuttgart und Andrea Erl, Leiterin des Theater Mummpitz in Nürnberg gewählt. Dr. Inge Richter, Verwaltungsdirektorin der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle wurde im Amt der Schatzmeisterin ebenso bestätigt wie Thomas Lang, Referent für Theater an der Bundesakademie in Wolfenbüttel, als Schriftführer.

Als Beisitzer wurden Stefan Fischer-Fels, Leiter des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf und Felicitas Loewe, Intendantin des Theater Junge Generation in Dresden erneut in das Gremium gewählt, das rund 160 Theater und weitere 200 Institutionen, Verlage und Einzelmitglieder vertritt. Als neue Vorstandsmitglieder wurden Jutta Maria Staerk, künstlerische Leiterin des Comedia Theaters in Köln und Wolfgang Stüßel, Leiter des Theater Strahl in Berlin, gewählt.

Verabschiedet wurde Manuel Schöbel, Intendant des Mittelsächsischen Theaters Freiberg/Döbeln, der seit 1990 im Vorstand aktiv war und den stellvertretenden Vorsitz inne hatte. Erinnert wurde ebenfalls an den stellvertretenden Vorsitzenden Dieter Kümmel, Leiter des Theater im Marienbad, der im Juni 2008 verstorben ist.

Wolfgang Schneider bedankte sich für das Vertrauen, das ihm entgegen gebracht wird und versprach, sich auch zukünftig für die Belange und für die Vernetzung der Kinder- und Jugendtheater einzusetzen. Zentral sind dabei die Projekte des Verbandes – als Beispiele seien die Vernetzung von Theatern und Schulen oder die Spurensuche (Treffen der freien Kinder- und Jugendtheater, 11.-17.6.2010 in Nürnberg) und die Werkstatt-Tage (28.9.-2.10.2010 in Leipzig) genannt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde eine Arbeitsgruppe zum zeitgenössischen Musiktheater für Kinder gegründet, die die Diskussion in diesem Feld fortführen wird.

In Anbetracht der Finanz- und Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen nun massiv bei den Kommunen und damit auch bei den kommunal geförderten Theatern und Festivals ankommen, sieht sich der Vorstand vor der Aufgabe, die kultur- , bildungs- und sozialpolitische Bedeutung der Theaterarbeit für Kinder und mit Kindern heraus zu stellen und die Aktivitäten der Mitglieder des Verbandes gegen unangemessene Einsparungen zu verteidigen. Denn Kinder haben ein Recht auf Kunst und Kultur.
Website: http://www.assitej.de

Pressemitteilung vom 11. Dezember 2009
1377

 



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