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EXTRA - Kurzmeldungen und Infos

Berlin: 12. Kunst und Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN, 25.6.-27.6.2010
Das Kunst- und Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN (25. bis 27. Juni 2010) findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt. So unkonventionell und vielschichtig wie das Festival selbst, ist auch das Motto der diesjährigen Veranstaltung, die sich unter dem Oberbegriff Komplex650 dem facettenreichen Thema „Erinnerung“ widmet.
Rixdorf, das heißt Neukölln, wird am 26. Juni 2010 650 Jahre alt. Ein Grund zu feiern, nachzudenken und Bilanz zu ziehen. Neukölln ist ein Bezirk, der im Laufe der Jahrhunderte immer wieder vor besondere Herausforderungen gestellt war. Derzeit ist eines der wichtigen Themen, das die Menschen vor Ort beschäftigt, die (kulturelle) Integration von Mitbürgern aus den über 165 verschiedenen Nationen, die in Neukölln auf engstem Raum zusammen leben.
Das Konzept ist einfach: Etablierte, neue, professionelle sowie private Orte und gerade den öffentlichen Raum für künstlerische Arbeiten zu bespielen, zu öffnen und zu entdecken.
Wer sich als KünstlerIn oder BürgerIn in Neukölln engagieren will und die Organisation einer kulturellen Veranstaltung zum vorherbestimmten Termin übernimmt, ist automatisch TeilnehmerIn des Festivals – es bestimmt keine Jury über die Teilnahme. Jede kulturelle Veranstaltung kann (soweit sie den Prinzipien unserer Charta entspricht) Teil des Festivals sein. Eine Unterscheidung in „gute“ bzw. (zu) „schlechte“ Kunst wird nicht getroffen. Dadurch werden Räume und eine Atmosphäre geschaffen, in der kreative Prozesse und experimentelle Diskurse ohne Vorbehalte möglich sind. Die 48 STUNDEN NEUKÖLLN sind also im höchsten Maße demokratischen Prinzipen verpflichtet. Weiterhin fungieren sie als Schnittstelle zwischen künstlerischen und soziokulturellen Projekten, sowie der Stadtentwicklung.


Es beginnt mit Ohrenhoch, die Hörwerkstatt und endet?
Wie auch immer, das ganze Programm unter
http://www.48-stunden-neukoelln.de/2010/programm.html

Angaben zum Foto: Datei: 48h_Schneewitta_Sommer.JPG Bildunterschrift: Netzwerk - Janna Schneewitta Rehbein und Anja Sommer Foto: Michaela Kirschning


Foto: Michaela Kirschning
Website: http://www.48-stunden-neukoelln.de/2010/

Mitteilung, 21, Juni 2010
1421

Ein kleines Stück Zeitgeschichte – und ein kurzes Ge-Denken an Otto Bartning, Kirchenbauer
Wie sich einer Kirche nähern? Wie einem Kirchenbauer? - Ja, die Kirche betreten, sich setzen und sich einlassen auf die Aura eines Gotteshauses, eines Bauwerks. Das schlägt uns Otto Bartning vor. Otto Bartning?

„Die Gustav-Adolf-Kirche in Berlin-Charlottenburg und ihr Architekt Otto Bartning“ heißt die Festschrift zum 75. Jahrestag der Einweihung dieser Kirche. Herausgegeben von der Otto Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau e.V. (OBAK), einem Verein zur Erforschung und Verbreitung des Werkes von Otto Bartning.

Otto Bartning, geboren 1883, verstorben 1959, deutscher Architekt, Protestant, Weltreisender, Ästhet der Avantgarde, Philosoph und Realist, Vater von drei Kindern hat die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche (1932 – 1934) in Berlin-Charlottenburg, Brahestraße / Ecke Herschelstraße entworfen und gebaut.

Zu seinem 50. Todestage gibt die Otto-Bartning-Stiftung mit der Kirchengemeinde eine Gedenkschrift für den Erbauer der Gustav-Adolf-Kirche heraus. Der schwedische König Gustav-Adolf war tiefgläubiger Protestant und ist Namensgeber.

Sich der Stille widmen. In der Stille kommt die Erkenntnis. Otto Bartning formulierte das so: „Ich habe mein Leben lang Kirchen gebaut in dem bewussten oder unbewußtem Drange, die Menschen sanft zu überreden oder hart zu bedrohen, dass sie stille darin werden und auf die innere Stimme lauschen möchten, um dann hinauszutreten und aus der inneren Stille heraus stark und klar zu handeln und zu lieben."

Otto-Bartning war auch Expressionist, Träumer, Humanist, Künstler, Mitglieder der Akademie der Künste, Vorbereiter der INTERBAU (Berliner Hansaviertel), Mitglied der Berliner Akademie der Künste und städtebaulicher Berater der Stadt Berlin. In Berlin hat er verschiedene Kirchen gebaut.

Die Gustav-Adolf-Kirche - eine Kirche zum Beten, eine Kirche zum Nachdenken und eine Kirche zum Anschauen, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals, jeweils im September.

Bis dahin gibt es die Gedenkschrift zu lesen und zahlreiche andere Publikationen der OKAB.

Hrsg.: Evangelische Gustav-Adolf-Kirchengemeinde in Berlin-Charlottenburg mit der Otto-Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau (OBAK)
„Die Gustav-Adolf-Kirche in Berlin-Charlottenburg und ihr Architekt Otto Bartning Festschrift zum 75. Jahrestag der Einweihung“
Redaktion: Freudenberg, Catarina / Thorau, Christa / Wittig, Immo
Abbildungen in S/W und Farbe
ISBN 978-3-937134-51-2
9,50 €
2009
baltharsar-verlag

Website: http://www.vg-balthasar.de

Berlin, Besprechung, 24. April 2010
1414

Gedenkveranstaltungen, Sonntag, 18. April 2010, Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, 65. Jahrestag
2010 jährt sich der 65. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Wie jedes Jahr findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eine Gedenkfeier statt, an der zahlreiche Überlebende und Gäste aus dem In- und Ausland teilnehmen.
In diesem Jahr haben sich die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, und der brandenburgische Ministerpräsident, Matthias Platzeck, angekündigt.

In der Gedenkstätte wird derzeit eine Umgestaltung vorgenommen.
„Das ehemalige »Kommandanturgebäude« soll zukünftig eine umfangreichere Hauptausstellung der Gedenkstätte beherbergen. Verwaltung, Sammlungsbereiche und ein Veranstaltungsraum werden künftig in dem Garagentrakt dahinter untergebracht, um für die Hauptausstellung Platz zu schaffen. Der Umbau des Garagentraktes wurde Ende 2009 begonnen (Seitdem ist die Ausstellung »Sprache des Gedenkens« nicht mehr zu sehen). Ergänzt wird die künftige Hauptausstellung durch kleinere vertiefende Dauerausstellungen über den Zellenbau (seit 2006, im Zellenbau), die Aufseherinnen (seit 2004, in einem der ehemaligen Aufseherinnenhäuser), das männliche SS-Personal (seit dem 20. März 2010, in einem der ehemaligen »Führerhäuser«) und die »Zwangsarbeit im Frauen-KZ Ravensbrück. Textilfertigung Für die SS- Wirtschaft« (in der ehemaligen »Schneiderei«).(Startseite Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück www.ravensbrueck.de)“


Das vollständige Programm des 65. Jahrestages ist unter
http://www.ravensbrueck.de/mgr/neu/dl/veranstaltungen/65b.pdf zu finden.

Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück
Strasser der Nationen 2
16798 Fürstenberg


www.stiftung-bg.de
E-mail: info@ravensbrueck.de
Website: http://www.ravensbrueck.de

Meldung, 7. April 2010
1413

Nibelungenlied als Popsong - Leipziger Band Brandan veröffentlicht erste LP

Manu Scriptum - Brandan veröffentlichen ersten Longplayer

Wie klang das Mittelalter? Bestimmt nicht so wie Manu Scriptum, die neue CD der Leipziger Band Brandan. Mittelalterliche Lyrik bildet zwar die Basis für die ausgeklügelten Folkpop-Stücke des Sextetts – doch die musikalischen Mittel überraschen: Statt Dudelsack und Drehleier liefern Kontrabass, Violoncello, Schlagzeug und Saxofon das Klangbett für die Stimme von Sängerin Juliane Weinelt.

„Wir haben versucht, für die alten Stoffe ein neues, zeitgemäßes Gewand zu finden“, sagt die Sängerin, die an der Universität Leipzig und am University College Dublin mittelalterliche Literatur studiert hat. „Die mittelalterlichen Texte faszinieren mich, weil sie Emotionen ansprechen, die heute noch genauso nachvollziehbar sind wie vor 1000 Jahren. Vieles wirkt aber auch völlig fremd und zieht einen gerade deshalb magisch an.“
Und so wird Manu Scriptum zu einer spannenden Reise durch die Sagenwelt des mittelalterlichen Europa. Dabei kommt es zu verblüffenden Begegnungen mit alten Bekannten: Etwa mit dem Liebespaar Siegfried und Kriemhild aus dem Nibelungenlied, mit den mythischen Widersachern Grendel und Beowulf aus dem gleichnamigen angelsächsischen Epos oder mit dem Schmied Wieland aus der altisländischen Liedersammlung Edda.
Was wäre ein Manu Scriptum – eine mittelalterliche Handschrift – ohne Bilder? Der Leipziger Büchnerpreisträger Till Daniel Müller und die Hallesche Künstlerin Lisa Wagner haben exklusiv Illustrationen für das Booklet der CD gefertigt. Manu Scriptum ist ab sofort über die Webseite der Band www.brandan-band.de erhältlich. Hörproben gibt es auf der Brandan Myspace-Seite www.myspace.com/brandanband .

Website: http://www.myspace.com/brandanband

Pressemitteilung vom 26. Februar 2010
1401

20 JAHRE AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE! – DAS PERPETUUM MOBILE
Mit der Pressekonferenz am 3. Februar 2010 gab die Akademie Schloss Solitude den Startschuss für ihr Jubiläumsjahr. Vor 20 Jahren, im Frühjahr 1990, wurde die Renovierung der ehemaligen Wirtschaftsgebäude von Schloss Solitude abgeschlossen, im April 1990 zog die Akademie ein und Anfang Juli 1990 reisten die ersten Stipendiaten an! Weit entfernt vom Trubel der Events und des Spektakels, die den heutigen Kulturbetrieb charakterisieren, feiert die Akademie Schloss Solitude – eine leise Kulturinstitution – ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Mehr als 850 Stipendiaten aus über 90 Ländern haben in den letzten 20 Jahren an der Akademie gelebt und gearbeitet: 20 Jahre kontinuierliche Förderung von Nachwuchskünstlerinnen und –künstlern dank der Finanzierung des Landes Baden-Württemberg.

Für das Jahr 2010 hat sich die Akademie viel vorgenommen, denn es sollen möglichst viele Stipendiaten und Partnerinstitutionen an den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr beteiligt werden. Das Jubiläum ist zwar in erster Linie ein institutioneller Anlass aber Inhalte, interdisziplinäre Themen und die Künstler sollen im Vordergrund stehen, denn das weltweite lebendige Netzwerk, das die Akademie in den letzten 20 Jahren aufgebaut hat, ist ihr eigentliches Kapital. Auch wenn die Institution mit den großen Namen, die sie gefördert hat, nicht ständig auftrumpft, darf doch erwähnt werden, dass darunter Künstler wie Neo Rauch, Karin Sander, René Pollesch, Elmar Goerden, Karin Beier, Helmut Oehring, Roland Kluttig, Mark André, Durs Grünbein, Terezia Mora, Raoul Schrott, Karen Duve oder Tilman Rammstedt waren.

Die Veranstaltungsreihe zum Jubiläum, die finanziell von der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt wird, umfasst fünf große Ausstellungen, ein Jubiläumskonzert mit 50 zweiminütigen Kompositionen, eine Lesereihe zum »Lexikon der sperrigen Wörter«, ein besonderes Sommerfest am 3. Juli und einen Dokumentarfilm über die Akademie, der am 3. Dezember Premiere feiert. Allesamt werden sie mit Partnerinstitutionen wie dem Württembergischen Kunstverein, dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Institut Français de Stuttgart, Musik der Jahrhunderte, dem Literaturhaus Stuttgart, der MFG Baden-Württemberg, der Filmakademie Baden-Württemberg oder dem SWR realisiert, um nur einige zu nennen.

Im Jahr 2010 will die Akademie den Blick jedoch nicht nur in die Vergangenheit richten sondern vor allem auch dem Ruf des Perpetuum Mobile gerecht werden, das nur mit der Energie und den Impulsen der Stipendiaten vorangetrieben wird. So entstehen momentan, unter anderem, neue Kooperationen im Wissenschaftsbereich, wie zum Beispiel mit dem Zukunftskolleg der Universität Konstanz, der Zeppelin University in Friedrichshafen und dem FRIAS (Freiburg Institute of Advanced Studies) der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Nicht zuletzt werden sich vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2010 wieder zahlreiche Künstlerinnen und Künstler für ein Stipendium in den Jahren 2011/2012 bewerben und das Haus vor neue Herausforderungen stellen.

Wünschen Sie uns das Beste für die nächsten 20 Jahre!


Akademie Schloss Solitude
Solitude 3
70197 Stuttgart
Tel +49 (0)711-99619-471
Fax +49 (0)711-99619-50
http://www.akademie-solitude.de
http://www.twitter.com/SolitudeNetwork
http://www.facebook.com/pages/Akademie-Schloss-Solitude/153146812517
Website: http://www.akademie-solitude.de

Pressemitteilung vom 5. Februar 2010
1396

27. Januar 2010, weltweit Holocaust Gedenktag, 65. Jahrestag zur Befreiung des KZ Auschwitz
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in der Bundesrepublik Deutschland ein nationaler Gedenktag und wird seit 1996 am 27. Januar begangen.

Der Tag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Verschiedene Gedenkfeiern finden in Berlin und weltweit statt.
In Auschwitz unter http://www.auschwitz.info/d/news/overview.de.html

Gedenkfeier für Schwule und Lesben, Berlin
Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz findet am 27. Januar 2010, um 13.30 Uhr am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eine Gedenkfeier statt.

Das Denkmal steht:
Ebertstr. 10
10117 Berlin

http://www.homo-denkmal.de/

Aktueller Veranstaltungshinweis:
Mittwoch, 27. Januar 2010, 11 Uhr Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus »Und unter dem Stacheldraht saß ein Vogel und sang« Texte tschechischer Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, gelesen von Schülerinnen des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Zehdenick.
Textrecherche: Elke Helm, Gedenkstättenlehrerin, und Cordula Hundertmark, Wissenschaftliche Dienste
Textauswahl und Dramaturgie: Gela Eichhorn, Theaterpädagogin
Ort: Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Um Anmeldung unter info@ravensbrueck.de wird gebeten.
Website: http://www.auschwitz.info/d/news/overview.de.html

Mitteilung, 25. Januar 2010
1394

„Hochzufrieden ins neue Jahr“ - Historisches Museum der Pfalz freut sich über treues Publikum
210.000 Besucher zählte das Historische Museum der Pfalz Speyer im Jahr 2009. Der Direktor des Hauses, Prof. Alexander Koch, zeigte sich von der Bilanz sehr erfreut: „Wir starten hochzufrieden ins neue Jahr. Der enorme Zuspruch bestätigt den von uns eingeschlagenen Weg. Gleichzeitig spricht er für die Bedeutung des Historischen Museums der Pfalz in der bundesdeutschen Museumslandschaft.“

Absolute Publikumsmagnete der vergangenen zwölf Monate waren die kulturhistorische Schau „Die Wikinger“ und das Projekt des Jungen Museums „Mit den Wikingern auf großer Fahrt“. Zum Ende der Ausstellungen im vergangenen Juli bilanzierte das Museum 1100 Besuchergruppen, ausgebuchte Kinderprogramme und große Begeisterung unter den Besuchern für ein einzigartiges Kulturerlebnis. Die umfassenden Begleitveranstaltungen reichten von Erlebniswochenenden bis zu wissenschaftlichen Vortragsreihen.

Mit rund 35.000 Gästen zum Jahresende zeigte sich auch die in Zusammenarbeit mit der Bildagentur Picture Alliance entstandene Fotoausstellung „Idole“ äußerst erfolgreich. Die große Nachfrage unter den Besuchern veranlasste die Museumsleitung dazu, die Schau bis zum 12. September 2010 zu verlängern.

Nicht zuletzt lockten die „Hexen“ seit September 2009 mehr als 75.000 interessierte Menschen nach Speyer. Noch bis zum 2. Mai diesen Jahres sind in einer nie zuvor gezeigten Schau verblüffende Exponate internationaler Herkunft zu sehen, die einen Bogen von der Antike bis in die Moderne schlagen.

Parallel lädt das Junge Museum in einer eigenen Präsentation unter dem Titel „Hexen - Krötenschleim und Spinnenbein“ zu einem spielerischen Umgang mit den Themen Magie, Zauberei und Hexenwesen ein.

Im Jahr 2010 will das Historische Museum der Pfalz an die bisherigen Erfolge anknüpfen. „Ab September begeben wir uns in einer sensationellen Ausstellung auf die Spurensuche nach den geheimnisumwobenen Amazonen“, verrät Prof. Koch. „Folgen Sie uns in eine unbekannte Welt und gehen Sie der Frage nach, ob es die Amazonen wirklich gab.“


Mehr zum Historischen Museum der Pfalz unter www.museum.speyer.de


Historisches Museum der Pfalz Speyer
Domplatz 4
67346 Speyer
www.museum.speyer.de
Website: http://www.museum.speyer.de

Pressemitteilung vom 15. Januar 2010
1391

21 Millionen Euro für die Kultur – Kulturstiftung des Bundes stellt neue Programme vor
Insgesamt 21 Mio. Euro bewilligte der Stiftungsrat gestern unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Bernd Neumann für neue Vorhaben der Kulturstiftung des Bundes, unter anderem für:

Agenten – für das Publikum von morgen
Mit dem Programm Agenten macht die Kulturstiftung des Bundes den Ländern das Angebot, Kunst und Kultur im Schulalltag vor allem an Haupt- und Realschulen stärker zu verankern. Erfahrene Kulturvermittler, „Agenten“ für die Kultur, können gemeinsam mit der Schulleitung ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickeln, Kooperationen mit Kultureinrichtungen der Stadt stiften und künstlerische Projekte mit den Schülern umsetzen. Für eine fünfjährige Erprobungsphase werden in Abstimmung mit der Kultusministerkonferenz zunächst 50 Schulen in voraussichtlich fünf Bundesländern ausgewählt. Voraussetzung ist die Kofinanzierung der Agenten durch die betreffenden Bundesländer. 10 Mio. Euro

Über Lebenskunst. Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit
Der Klimawandel lässt eine ökologische Krise erwarten, die nur in der Allianz aller gesellschaftlichen Gruppen und in globaler Übereinkunft zu bewältigen scheint. Wie gelingt die Zusammenarbeit von Kunst, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Bildung, so dass neue Vorstellungen einer ökologischen Lebenskunst des 21. Jahrhunderts entstehen und damit eine andere soziale Praxis? Mit einem weltweiten Call for Future startet die Kulturstiftung des Bundes Anfang des Jahres 2010 ihre Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Aus der Ideensammlung werden innovative Projekte von hoher Alltagspraktikabilität (Architektur, Mobilität, Ernährung usw.) entwickelt, die im Sommer 2011 auf einem großen Festival „Über Lebenskunst“ im Haus der Kulturen der Welt vorgestellt werden. In Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission entwickelt die Kulturstiftung des Bundes außerdem ein Moderatoren-Programm zur Entwicklung von Kulturprojekten zum Thema Nachhaltigkeit für Jugendliche in Zusammenarbeit mit Schulen und Kultureinrichtungen. 3,5 Mio. Euro

Motion Bank
Zur Sicherung des kulturellen Erbes fehlte es dem Tanz bisher unter anderem an brauchbaren Methoden zur Dokumentation und Archivierung von Choreografien. Vor einigen Jahren hat der Choreograf William Forsythe ein einzigartiges Notationssystem entwickelt, mit dem sich eine Choreografie anhand einer Partitur rekonstruieren lässt. William Forsythe und seine Company planen das Notationssystem für Tanz weiterzuentwickeln, um es Künstler/innen, Tanzwissenschaftler/innen und einer Fachöffentlichkeit in der webbasierten Motion Bank zur Verfügung stellen zu können. Von 2010 bis 2013 fördert die Kulturstiftung des Bundes die Erprobung dieses Notationssystems an Arbeiten von weiteren renommierten Choreograf/innen, die künstlerisch sehr unterschiedlich arbeiten: Anna Teresa de Keersmaeker, Deborah Hay und Jonathan Burrows. Wenn sich das Verfahren bewährt, könnten alle Choreografen ihre eigenen Stücke mit Hilfe einer anwendungsfreundlichen und kostenlos erhältlichen Software in einer digitalen Partitur festhalten und sie in die Motion Bank integrieren. So entstünde ein Archiv für digitale Tanzpartituren. 1,4 Mio. Euro

Helden und Monster - Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Life Sciences im Spiegel der Kultur
Der Verwirklichung des alten Menschheitstraums, Krankheit und Schmerz, Alter und Tod zu überwinden scheint die biotechnologische Entwicklung in den Life Sciences auf unheimliche Weise näher zu kommen. Den Möglichkeiten der Lebensverlängerung und der Optimierung des menschlichen Gehirns korrespondieren Alpträume von Existenzen, die weder wirklich leben noch wirklich sterben können. Die Kulturgeschichte kennt solche Figuren seit alters her: Mischwesen aus Mensch und Tier, Homunculi, Untote aller Art bevölkern auch das moderne Arsenal kollektiver Imaginationen (Vampire, Cyborgs). Die in den letzten Jahren zu beobachtende Konjunktur von „Untoten“-Gestalten vor allem in Film, Literatur und Popkultur könnte ein Anzeichen für eine verstärkte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den bereits alltäglichen und den möglichen Folgen der Biotechnologisierung des Lebens sein. In dem Themenfestival Helden und Monster - Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Life Sciences im Spiegel der Kultur im Herbst 2010 in der Leipziger Baumwollspinnerei will die Kulturstiftung des Bundes die ethischen Debatten über die medizinischen und lebenswissenschaftlichen Entwicklungen mit einem breiten Spektrum kultureller Produktionen aus Film, Literatur und Popkultur konfrontieren. Vertreter aus geisteswissenschaftlichen Disziplinen treten in dem Themenfestival mit Protagonisten aus der biowissenschaftlichen Forschung und medizinischen Praxis in einen Dialog über die Zukunft der Gattung Mensch. 500.000 Euro


Die interdisziplinäre Fachjury für die antragsgebundene Allgemeine Projektförderung sprach sich auf ihrer letzten Sitzung für die Förderung von 34 Projekten mit einem Gesamtfördervolumen von 4,8 Mio. Euro aus, u.a. für die Ausstellung Klimakapseln im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe über kulturelle Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Die Ausstellung Der große Potlatch im Japanischen Palais in Dresden und das kanadische U’ista Cultural Center in Alert Bay zeigen die Geschenkrituale der indianischen Gesellschaften im nordwestlichen Amerika und decken die ideologischen Hintergründe für die Kritik an dem „Verschwendung-Fest“ einer vermeintlichen Primitivkultur auf. Alchemie des Alltags heißt eine Retrospektive über Rudolf Steiner, den Begründer der Anthroposophie, in deren Zentrum die kunsthistorischen Wirkungen und ästhetischen Einflüsse seines Schaffens stehen. In der Fontane-Stadt Neuruppin findet mit Neben der Spur ein europäisches Festival der Reiseliteratur mit Schriftstellern aus Osteuropa statt. Im Rahmen der MusikTriennale Köln 2010 kommt zum ersten Mal der Gesamtzyklus Klang, die 24 Stunden des Tages von Karlheinz Stockhausen zur Aufführung. Anlässlich der kirchlichen Luther-Feierlichkeiten zum 500jährigen Jubiläum des Thesenanschlags organisieren das Theater Dessau und der Wittenberg Kultur e.V. mit Himmel auf Erden ein internationales Musik-Festival. Die Berliner Choreografin Sasha Waltz realisiert mit Matsukaze ein choreografisches Opernprojekt zu einem Klassiker des japanischen Nô-Theaters. Die Werkleitz-Gesellschaft aus Halle an der Saale widmet ihr Themenfestival Angst hat große Augen aktuellen künstlerischen Auseinandersetzungen über eine Serie von Angstszenarien zu Beginn des 21. Jahrhunderts – vom 11. September über den Klimawandel bis zur aktuellen Finanzkrise.

Website: http://www.kulturstiftung-bund.de

Pressemitteilung vom 11. Dezember 2009
1378

 



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