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Kurzmeldungen

Bedřich Fritta: Zeichnungen aus dem Ghetto Theresienstadt (Jüdisches Museum Berlin, 17. 5. - 25. 8. 2013)

Das Ghetto Theresienstadt war von Anfang an auf Täuschung angelegt: Der Öffentlichkeit und vor allem der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes sollte das Bild einer normalen Kleinstadt vorgegaukelt werden. Wegen der großen Zahl deportierter Künstler und Intellektueller unterschied sich Theresienstadt von anderen Ghettos durch ein vielfältiges Kulturleben. Es war Selbstbehauptung bis hin zum geistigen Widerstand, und fügte sich gleichzeitig auf paradoxe Weise in die Täuschungsabsichten der SS.

Die Ausstellung zeigt Werke des Grafikers Bedřich Fritta. Er leitete seit 1942 das Zeichenstudio, in dem inhaftierte Künstler Baupläne und Propagandamaterial herstellen mussten. Dort fand er Tusche und Papier, um heimlich das Elend des Ghettoalltags festzuhalten. Nach der Aufdeckung wurde Fritta 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er wenig später umkam.

Der Großteil der über einhundert großformatigen inoffiziellen Arbeiten Bedřich Frittas blieb in einem Versteck erhalten. Sie sind heute im Besitz des Sohnes des Künstlers. Die großformatigen Tuschezeichnungen und kleinere Skizzen werden erstmals in ihrer ganzen Breite gezeigt.

Frittas Arbeiten wurden bislang vor allem als zeithistorische Quelle verstanden. Die Ausstellung widmet sich dagegen den künstlerischen Mitteln, mit denen Fritta den Ghettoalltag deutete und kommentierte...



Bedřich Fritta, Varieté, Theresienstadt 1943-44, Dauerleihgabe Thomas Fritta-Haas, Foto: Jens Ziehe
E-mail: pressestelle@jmberlin.de
Website: http://www.jmberlin.de

Katharina Schmidt-Narischkin - PM v. 14.05.2013
2169

Bambi und die Relativitätstheorie: Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis (im Jüdischen Museum Berlin, vom 7. Mai bis 15. September 2013)

Am Dienstag, dem 7. Mai, eröffnet das Jüdische Museum Berlin die Kabinettausstellung Bambi und die Relativitätstheorie: Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis. Im Rahmen des Themenjahres »Zerstörte Vielfalt« erinnert das Jüdische Museum Berlin mit der Eröffnung an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren.

Erstmals werden 93 Bücher aus der Sammlung von George Warburg im Rafael Roth Learning Centers gezeigt. Die thematische Zuordnung der ausgewählten Bücher greift sechs der sogenannten »Feuersprüche« auf, die zur Inszenierung der Bücherverbrennung gehörten. Die präsentierten Werke machen die Vielfalt, die nach 1933 systematisch vernichtet wurde, beispielhaft sichtbar...


Beispiele einst verfemter Bücher, wieder versammelt von George Warburg © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Christine Marth
E-mail: presse@jmberlin.de
Website: http://www.jmberlin.de

Katharina Schmidt-Narischkin - PM v. 02.05.2013
2163

Griechenland richtet die IV. Delphischen Spiele 2013 aus

Vom 23. bis 28. September 2013 werden sich Künste und Kulturen aus aller Welt in Delphi treffen, um die IV Delphischen Spiele abzuhalten.

In der Region um Delphi wurden diese Spiele in der Antike 1000 Jahre lang ausgetragen. Nun kehren die Delphischen Spiele zurück zu ihrem Ursprung.

Ministerin Olga Kefalogianni sicherte die "offizielle Unterstützung des griechischen Tourmismusministeriums für die IV DELPHIC GAMES 2013" in einem Brief an den Internationalen Delphischen Rat (IDC) am 20. Februar dieses Jahres zu. Der IDC organisiert die IV Delphishen Spiele 2013 in Athen und Delphi, inklusive der Regionen Arachova, Parnassos, Itea, and Galaxidi.

In ihrem Brief äußert die Ministerin die Erwartung, "dass die Delphischen Spiele Künste und Kulturen aus aller Welt zusammen führen und Griechenlands Identität innerhalb und außerhalb des Landes zu stärken."

Am 7. März besuchte Frau Kefalogianni den IDC an seinem Stand auf der ITB Berlin, um ihren Willen zur Unterstützung der Delphischen Spiele zu unterstreichen.

"Es ist eine der besten Nachrichten, die Griechenland an die Welt senden kann, dass die Delphischen Spiele wieder dahin zurück kehren, wo sie geboren wurden", sagte sie im Gespräch mit IDC-Generalsekretär J. Christian B. Kirsch. Und sie fügte hinzu: "Griechenland hat solch eine lange Geschichte, Griechenland ist die Wiege der Zivilisation. Und darum ist es so wichtig, dass gerade wir die Delphischen Spiele in diesem Jahr ausrichten."

Der IDC ruft alle seine Mitglieder und Unterstützer auf, die Stärke, Vielfalt und das Niveau der Delphischen Spiele zu zeigen und die besten Künstler nach Delphi zu entsenden.


Die Delphischen Spiele - eine weltweite Bühne

Die Delphischen Spiele gehen zurück auf die Panhellenischen Spiele im antiken Griechenland, zu denen nicht nur die inzwischen wieder berühmten Olympischen, sondern auch die Delphischen Spiele gehörten. Was Olympia für den Sport war, stellte Delphi für die Künste dar. Alle vier Jahre kamen Künstler und Zuschauer aus ganz Griechenland für sechs bis acht Tage zusammen, um Kunst und Kultur zu zelebrieren.

Der Internationale Delphische Rat (IDC) hat diese lange vergessene Tradition wiederbelebt. Seit 1997 finden regelmäßig Internationale Delphische Jugendspiele und Internationale Delphische Spiele für Erwachsene statt. Jedes Mal treffen die Kulturen der Welt sich in einem anderen Land. Die Teilnehmer kommen aus allen Teilen der Welt. Gastgeber der III. Delphischen Spiele 2009 war Jeju, Südkorea. Die IV. Delphischen Jugendspiele 2011 wurden in Johannesburg, Südafrika veranstaltet. Auch in Deutschland haben schon Jugendspiele stattgefunden: 2003 in Düsseldorf.



Olga Kefalogianni, griechische Tourismusministerin, und J. Christian B. Kirsch, Generalsekretär des Internationalen Delphischen Rates während des Besuches der Ministerin am Stand des IDC auf der ITB B
E-mail: daniel.postulka@medienpost.de
Website: http://www.delphic.org

Daniel Postulka - PM v. 10.03.2013
2132

Fotowettbewerb Fokus Denkmal zum Motto Unbequeme Denkmale? - Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft Jugendliche zur Teilnahme auf (Einsendeschluss: 15. Mai 2013)
Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre können sich ab sofort am Jugendfotowettbewerb Fokus Denkmal beteiligen. Dazu ruft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Ausrichterin des bundesweiten Wettbewerbs auf.

Wie der Tag des offenen Denkmals steht auch Fokus Denkmal in diesem Jahr unter dem Motto Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?. Die Stiftung sucht Aufnahmen von Denkmalen, die jenseits des Klischees von herausgeputzten und gefälligen Preziosen liegen - denn Fragen zur Denkmalwürdigkeit und zum Umgang mit Leerstand, Umnutzung, Sanierung und Instandsetzung stellen sich früher oder später bei fast jedem historischen Bau. Fokus Denkmal ruft Jugendliche dazu auf, die Denkmale der eigenen Umgebung neu zu entdecken und im Bild festzuhalten – vom Nachkriegsbau über alte Fabriken bis zur archäologischen Ausgrabung.

Fokus Denkmal richtet sich an Einzelteilnehmer und Schulklassen gleichermaßen. Den Gewinnern winken Preisgelder bis 300 Euro. Zusätzlich werden die Gewinnerbilder des Fotowettbewerbs von der Stiftung als deutscher Beitrag zum internationalen Jugendfotowettbewerb „International Heritage Photographic Experience“ (IHPE) unter der Schirmherrschaft des Europarats eingereicht.

Bis zum 15. Mai 2013 können die Beiträge als Digitalfotos (max. 3 je Teilnehmer, Auflösung mind. 2200 x 1600 Pixel) auf CD oder per E-Mail an die Stiftung gesandt werden:


Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Referat Tag des offenen Denkmals
Schlegelstraße 1
53113 Bonn




E-mail: denkmaltag@denkmalschutz.de
Website: http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/fokus

Carolin Kolhoff - PM v. 14.02.2013
2118

Bundesstiftung Aufarbeitung finanziert Archivierungsprojekt im Schwulen Museum

Fachgerechte Erschließung macht DDR-Bestand zur Homosexualität zugänglich:

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fördert seit Januar diesen Jahres ein einjähriges Archivierungsprojekt im Schwulen Museum. Damit kann der Bestand zur Geschichte der Lesben, Schwulen und Trans* in der DDR erstmals fachgerecht aufgearbeitet werden. Spätestens mit Beendigung des Projekts im Dezember 2013 wird der gesamte Bestand für die interessierte Öffentlichkeit und für wissenschaftliche Forschungszwecke zur Verfügung stehen.

Der DDR-Bestand umfasst personenbezogene Vor- und Nachlässe von Menschen, die sich in der DDR für die Emanzipation der Homosexuellen engagierten. So befinden sich unter anderen die Teilnachlässe Rudolf Klimmers, Charlotte von Mahlsdorfs und Dieter Berners im Archiv des Schwulen Museums. Außerdem ist vielfältiges Material unterschiedlicher kirchlicher und nicht-kirchlicher oppositioneller Gruppierungen vorhanden.

Zu den Archivalien zählen auch zahlreiche Film- und Fotodokumente, Schriftverkehr mit behördlichen Stellen in der DDR und Konzeptentwürfe zur Gründung homosexueller Initiativen und Vereine. „Besonders positiv ist, dass rechtzeitig zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 2014 diese für die Innensicht der Homosexuellen in der DDR so aufschlussreichen Quellen erschlossen sein werden“, so Archivleiter Dr. Jens Dobler. Mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung konnte im Schwulen Museum eine Halbtagsstelle geschaffen werden, die mit der Kulturwissenschaftlerin Kristine Schmidt besetzt wurde.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung



E-mail: presse@schwulesmuseum.de
Website: http://www.schwulesmuseum.de

Schwules Museum - PM v. 06.02.2013
2112

 



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