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Vor 50 Jahren

also weilte

Weltstar

Plácido Domingo

erstmals

in Berlin



Plácido Domingo als Macbeth an der Staatsoper im Schiller Theater | Foto (C) Mara Eggert

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Plácido Domingo - einer von den sog. "Drei Tenören" - galt auch außerhalb der Fußballstadien und schon weitaus früher, nämlich seit Caruso tot war, als der größte oder (sagen wir es so:) berühmteste Tenor der Welt, und meine erste Platte mit ihm war Aida, unter Leinsdorf, und da sang er Radames, ja und da war der auch in ungefähr demgleichen Alter wie der Radames, und daher konnte man ihn sich gut in der Rolle vorstellen - - wir Ossi's kamen ja bei uns niemals (also in live) in den Genuss ihn auf der Bühne zu erleben... Nach der Wende freilich änderte sich das: Sein Hermann in Pique Dame - vor ca. 15 Jahren in der Staatsoper Unter den Linden - machte einen großartigen Eindruck auf mich Plácido-Domingo-Ersterleber; damals war er aber auch schon über 60 und mithin nicht mehr so knackefrisch, wie man sich einen Hermann in Pique Dame dann vorzustellen in der Lage war; doch immerhin: zum ersten Mal Domingo live, wenn das nix war?!

Auf jeden Fall hatte sein langjähriger Freund, Mitstreiter und Kollege Daniel Barenboim seither, also seit er der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper geworden war, sehr konsequent und immer wieder auf Domingo als Tenor (später als Bariton) und ebenso als Dirigent gesetzt, ja und so konnten ihn die Hauptstädter z.B. bald als Siegmund, Parsifal und Simon Boccanegra, Luna oder Macbeth in dem ersten Haus am Platz erleben; die Berliner hatten demnach auch das Privileg, Domingos Fach- und Stimmverwandlung in Etappen und als jeweils weltweit Erste, sozusagen, mitverfolgt zu haben...

*

Jetzt feierte man das 50jährige Berliner Bühnenjubiläum des begehrten Weltstars, und hierzu gab es dann gestern Abend eine mit viel ausgedehnten Kunstpausen durchwachs'ne Gala aus Duetten sowie Szenen und Orchestervorspielen aus Opern von Verdi und Wagner. Außer Barenboim und dem besagten Jubilar waren hierzu auch noch die weltberühmte Staatskapelle Berlin (die der Domingo vor zwei Jahren in 'nem sagenhaften Zarzuela-Konzert beinah zum Explodieren brachte) und der Chor der Deutschen Staatsoper Berlin wie auch noch andere GesangssolistInnen [Namen s.u.] aufgeboten worden.

Erstmals überhaupt (?) sang Plácido da beispielsweise Wolframs "Lied an den Abendstern" aus Tannhäuser; das hatte ihm wahrscheinlich Barenboim dann eingeredet, dass er das ruhig spaßenshalber einmal tun soll.

Aber auch Germont (statt Alfred) aus der La traviata passte gut zu ihm.

* *

Domingo wurde dann, ganz offiziell (also mit Urkunde und so), von Flimm und Barenboim zum neuen Ehrenmitglied der Berliner Staatsoper ernannt. Standing ovations.




Plácido Domingo und Daniel Barenboim nach Abschluss der Gala zum 50jährigen Berlin-Jubiläum des Tenors | Foto (C) Andre Sokolowski

Andre Sokolowski - 1. Juni 2017
ID 10058
GALA-KONZERT (Staatsoper im Schiller Theater, 31.05.2017)
Zum 50jährigen Berlin-Jubiläum von Plácido Domingo

Giuseppe Verdi:
- Preludio zu La traviata
- Duett Violetta/Germont aus La traviata, 2. Akt
- Ouvertüre zu La forza del destino
- Duett Macbeth/Lady aus Macbeth, 1. Akt
- Duett Boccanegra/Fiesco aus Simon Boccanegra, 3. Akt
Richard Wagner:
- Vorspiel zu Die Meistersinger von Nürnberg
- »Lied an den Abendstern«, Szene des Wolfram aus Tannhäuser, 3. Akt
- Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde
- Szene des Parsifal aus Parsifal, 3. Akt
Plácido Domingo, Bariton/Tenor
Elsa Dreisig, Sopran
Marina Prudenskaya, Mezzosopran
René Pape, Bass
Staatsopernchor
(Choreinstudierung: Martin Wright)
Staatskapelle Berlin
Dirigent: Daniel Barenboim


Weitere Infos siehe auch: http://www.staatsoper-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de

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