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Kult

ALLEE DER KOSMONAUTEN
von Sasha Waltz


Allee der Kosmonauten mit Sasha Waltz & Guests | Foto (C) Sebastian Bolesch

Bewertung:    



Allee der Kosmonauten von Sasha Waltz ist Kult!

Vor 23 Jahren eröffnete das Stück die Berliner Sophiensaele, die sich seither zu einem in der Hauptstadt nicht mehr wegdenkbaren Ort des modernen Tanzes, von Performances und mehr und mehr auch experimenteller Sprechtheateraufführungen etablierten. Sowieso startete Waltz mit dieser einen ihrer ersten Kreationen (und obgleich Allee der Kosmonauten keine Stunde dauert) erstmals richtig durch, d.h. die Nennung ihres Namens hatte ab dem Zeitpunkt nachvollziehbares Gewicht!

Es ist und bleibt erstaunlich, dass und wie die Choreografin ihr beinah gesamtes Lebensoevre pflegt und immer wieder abruft; die Besetzungslisten weisen dann zumeist (naturgemäß, denn so ein TänzerInnenleben ist besonders "endlich") neue Namen auf, und das weltweit womöglich vom Ensemblegeist her einzigartige Prinzip der Sasha Waltz & Guests erweist sich so als immer wieder funktionierend.

Ich vermute, dass sowohl die Tänzerin Takako Suzuki als auch der Tänzer und Musiker Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, einer der wohl längsten und stabilsten Kampfgefährten Waltz', schon damals bei der Uraufführung als Mutter bzw. Vater (zwei der sechs Figuren dieses phänomenalen Wende- und Familienkurzstücks) mitgewirkt hatten - von ihnen gingen gestern Abend, als Allee der Kosmonauten in der Volksbühne Berlin ein neuerliches Wiederaufleben erfuhr, die innigsten Impulse aus!!




"Mittelpunkt des Geschehens ist die Wohnzimmercouch einer Plattenbauwohnung in Berlin-Marzahn. Gefühle und Bewegungsimpulse einer Dreigenerationenfamilie stauen sich hier in prekärer Nähe, können nur entweder in Lethargie begraben oder dem Rückkopplungseffekt ihrer beengten Wohnsituation ausgesetzt werden." (Quelle: sashawaltz.de)



Interessant und aufschlussreich zu sehen, welcher unartifizieller Einfallsreichtum, welche gut gelaunte Federleichtigkeit und also immanente Komik dieser wunderbaren Arbeit anzumerken ist!

*

Die Waltz war früher einfach bodenständiger, "normaler" als es ihre Jahr um Jahr doch immer kompliziertereren Großprojekte bis zur Gegenwart geworden sind. Natürlich, sie entwickelte und sie entwickelt sich, und man weiß letztlich nicht, wohin sie letztlich wirklch will...

Wir freuen uns auf rauschen, welches in drei Tagen hier an Ort und Stelle seine Uraufführung haben wird.




Allee der Kosmonauten mit Sasha Waltz & Guests | Foto (C) Sebastian Bolesch

Andre Sokolowski - 4. März 2019
ID 11259
ALLEE DER KOSMONAUTEN (Volksbühne Berlin, 03.03.2019)
Regie und Choreografie: Sasha Waltz
Bühne: Sasha Waltz und Thomas Schenk
Kostüme: Annette Bätz und Sasha Waltz & Guests
Licht: André Pronk
Video: Elliot Caplan
Komposition und Musik: Hanno Leichtmann und Lars Rudolph
Komposition und Akkordeon: Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola
Das Musikstück Kalte Augen ist von Ralf Bursy (Text: Michael Sellin).
Repetition: Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola
Dramaturgie: Jochen Sandig
Mit: Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Maya Gomez, Ageliki Gouvi, Joel Suárez Gómez, Takako Suzuki und Stylianos Tsatsos
Das Stück wurde mit den Tänzern Nadia Cusimano, Luc Dunberry, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Nicola Mascia, Takako Suzuki und Laurie Young entwickelt.
Uraufführung in den Sophiensaelen Berlin war am 23. September 1996.
Gastspiel von Sasha Waltz & Guests


Weitere Infos siehe auch: https://www.sashawaltz.de/


http://www.andre-sokolowski.de

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