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Besprechung


St. Pauli, Hamburg:

Schmidt´s Tivoli / Quatsch Comedy Club



Logo \"Quatsch Comedy Club\"

Hamburg alive : Quatsch vs. Comedy ?

Eine Stadt, aber zwei Zentralen des guten Geschmackes – so oder so ähnlich könnte ein kultureller Werbeslogan der Stadt Hamburg durchaus lauten. Gemeint ist das Schmidt´s Tivoli und der im Januar 2006 eröffnete, schräg gegenüberliegende Quatsch Comedy Club.

Nachdem Stage Entertainment die bekannteste Stand-up Comedyshow, mit immerhin schon 269 TV-Shows und etwa 275 Millionen Zuschauern nun zurück nach Hamburg holte, an den Ort, wo damals vor 14 Jahren alles begann, gibt es tatsächlich eine „Konkurrenz“ zur legendären und gnadenlos guten Schmidt Mitternachtsshow.

Dabei kann man im Land des Lächelns, und damit ist jetzt nicht China gemeint, kaum Vergleiche ziehen. Denn die Schmidt Mitternachsshow ist ein echter Klassiker, ein Publikumsmagnet, quasi ein Muss bei jedem Reeperbahnbesuch.

Logo \"Mitternachtsshow\"

Während sich der Quatsch Comedy Club ähnlich wie im Fernsehen eher dem klassischen Genre „Stand up Comedy“ widmet, ist es im Hause Schmidt die gute Mischung aus Artistik, Akrobatik, Musik und natürlich auch Stand-up Comedy, die den Abend zu später Stunde noch einmal zu einem Highlight werden lässt.

Wie beliebt aber auch Thomas Hermans „Home of Stand up Comedy“ bei den Norddeutschen ist, zeigte sich am gestrigen Abend, als gut 100 Menschen in warmer Winterkleidung bereits eine halbe Stunde vor Einlass den Eingang fest in ihrer Hand hatten, um später einen möglichst bühnennahen Sitzplatz zu ergattern. Was dann folgte, waren zwei Stunden voller Vergnügen und tosendem Applaus – zugegeben etwas „böse“ war der Humor teilweise schon, den Ingo Oschmann, der als Moderator an diesem Abend fungierte, so von sich gab. Zu Gast waren die grandiose Vera Deckers, Ditmar Bachmann, Benny Kaltenbach und das „russische“ Urgestein Frau Emmi und Herr Willnowsky.

Copyright: Julian Michaelis

Nun aber zurück zur Mitternachtsshow im Tivoli. Auch hier gab es am gestrigen Abend ein anspruchsvolles Programm, moderiert von Thomas Nicolai. Die Acts hatten es dabei teilweise wirklich in sich. Als absoluter „Höhepunkt“ stellte sich dabei Publikumsliebling Wolfgang Trepper heraus, der dem geneigten Zuhörer deutlich machte, warum deutsche Musiker eigentlich reif für die Psychiatrie wären. Dieses gelang gut am Beispiel Michael Holms, der sich scheinbar ständig auf dem Weg von San Francisco nach Mendocino befinde, anstatt einfach einmal dazubleiben. Und, so Trepper weiter, man müsse sich mal vorstellen, das wäre genau so, als würden wir von Hamburg nach Stuckenborstel fahren, dabei eine rumänische Nutte einsammeln, die uns dann fragt ob wir sie mit nach Bukarest nehmen.

Aber auch die übrigen Acts des Abends fanden großes Gefallen beim Publikum. Dabei ging es nicht selten höchst spektakulär zu. So schaffte es der großartige TJ-Wheels zu beweisen, dass sich Rollschuhfahren und Jonglieren nicht ausschließen; das Duo Synergy zeigte atemberaubende Akrobatik und auch der Liedermacher Fred Tim hatte mit seiner „rockigen“ Art das Publikum schnell auf seiner Seite.

Abschließend ist also festzustellen, dass man in beiden Humorzentralen einen unheimlich lustigen und für manche sogar einen sehr aufschlussreichen Abend verbringen kann und es überhaupt keine spürbare „Konkurrenz“ zwischen den beiden Spielstätten auf St.Pauli gibt, da das Angebot, der Stil und das Ambiente einfach zu unterschiedlich erscheinen.


Copyright: Julian Michaelis


Benjamin Kramer - red. / 16. Dezember 2007
ID 3615

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