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9. November 2008, Radialsystem V (Berlin)

ARS MELANCHOLIAE



Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola ist das große Kind in dieser schönen Fünfergeschichte, ARS MELANCHOLIAE getitelt, welche schon im Februar 2008 seine Berliner Uraufführung hatte; jetzt war sie wieder im Radialsystem V zu erleben. - Foto (C) Dieter Hartwig

Die Geschichte, die sich mir, dem freiwilligen Melancholiker, beim Nachvollziehen des Gesehenen, Gehörten und Gefühlten in ARS MELANCHOLIAE (von/mit Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry, Cora Frost, Antonio Ruz und Mata Sakka sowie László Sandig) zwanghaft mitteilte und die ich daher, ob verstehbar oder nicht, so von mir streuen will

JUAN, das schwarzhaarige Kind, ist über; und von ihm geht alles aus:

CORA, die mütterliche Freundin, ordnet den Seziertisch.

Abrakadabra!

Unterm schwarzen Tuch, nackt wie drei Neugeborene: MATA, die Mutter - ANTONIO, der Vater - LUC, der Freund des Vaters und der Mutter.

JUAN nippelt erst an MATA, seiner Mutter - dann an LUC, dem Freund der Mutter und des Vaters.

Vater, Mutter, Kind, und LUC.

Der Sohn der Eltern sieht, begreift: Zu einem Vater, einer Mutter zählt ihr beider Kind, aber zu dritt ist nicht und nie genug, es lebte sich auf Dauer so nicht echt und gut...

LUC wird von CORA, JUANs mütterlicher Freundin, angezogen; beide sind Geschwister.

JUAN singt so wie ANTONIO, er hat sein Talent geerbt.

CORA & LUC geben ein Hauskonzert; ANTONIO ist zugegen, ist verliebt in LUC...

Zuhause, am Seziertisch, sitzen Vater, Mutter, Kind und lachen sich halb tot.


Auf dem Seziertisch kommen Vater, Mutter und der Hausfreund wiederholt zum Leben, rechterseits vom großen Kind beargwohnt und begleitet. Szene aus ARS MELANCHOLIAE von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola - Foto (C) Dieter Hartwig

MATA - oder war's CORA? - hat ein Trauma: Sechzehnjährig musste sie auf 30 Wellensittiche von ihrer Freundin, die für eine Woche nicht zu Hause war, aufpassen, und sie sollte sie dann immer nachts mit einer Plastikplane abdecken, wobei sie dann, weil ihre Freundin nicht nach einer Woche, wie vereinbart war, zuückkehrte, die Plastikplane auf dem Wellensittichkäfig aufgeregt vergessen hatte, sodass alle 30 Vögel jämmerlich erstickten und sie sie, heimlich, desnachts entsorgte; sowas machte, wenn man drüber nachdenkt, ziemlich depressiv.

ANTONIO / LUC haben was miteinander - aber LUC drängt es zudem zu MATA, die schreit "Hau bloß ab, du!" - - LUC drängt es fortan zu JUAN, MATAs Sohn - - -

Ein Umzug steht ins Haus; die Wohnung, die für 3 geplant gewesen war, reicht nicht für 5 - auch CORA, LUCs erfahrenere Schwester, will da mit.

CORA spielt ihren zukünftigen Mitbewohnern eine Fee vor.

Und das neue Heim ist aller Zauberschloss.

JUAN gerät, als kleinstes und als kürzestes der Lebewesen, untern Tisch.

Er, JUAN, ist kopfunter.

(LÁSZLÓ, JUANs kleines kurzes Ego, spielte anfangs Geige, plappert letztlich ein Gedicht.)


Der große Umzug der fünf handelnden Personen in ARS MELANCHOLIAE von Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola - Foto (C) Dieter Hartwig




Andre Sokolowski - red. / 10. November 2008 http://www.andre-sokolowski.de
ID 4085

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