Diana Niepce
HORNFUCKERS
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Bewertung:
Wie bereits erwähnt: Am vergangenen Festival-Wochenende besuchte ich zwei Performances, die in ihrer konzeptionellen wie rezeptiven Gegensätzlichkeit nicht größer hätten sein können: das Zweipersonenstück CLAP & SLAP von und mit Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev sowie das inklusive Show-Spektakel HORNFUCKERS von Diana Niepce:
Ihre Arbeiten "kreisen um physische und psychische Grenzen und erweitern dabei radikal die Möglichkeiten von Bewegung, Tanz und Körper. Auch in ihrer neuesten Arbeit, angesiedelt in einem postapokalyptischen Universum, in dem Tanz, Luftakrobatik und Performance zusammenkommen, bleibt sie diesem Ansatz treu: Auf der Bühne bewegen sich sieben Performer*innen durch ein instabiles, gefährliches Terrain – stets dem Risiko ausgesetzt, ihr Gleichgewicht zu verlieren. HORNFUCKERS verhandelt existenzielle Fragen und Vorurteile und stellt dabei die Normen des menschlichen Körpers grundlegend infrage." (Quelle: tanzimaugust.de)
Performt wird im Radialsystem, und der imposante Bühenaufbau (Szenografie von Eric da Costa) besteht aus einer überdimensionalen und zusammenklappbaren "Luftmatratze" (assoziativ gemeint), welche aus einer schwer aussehenden Materie zu bestehen scheint und an deren Seiten Verschlusseinrichtungen für verschiedene Ketten, die von oben herabbaumeln, befestigt sind. Die hierfür notwendige Seiltechnik bedienen Margarida Ralha und Roger Madureira. Also ziemlich auffällig und aufwändig das Ganze. Die Massiv-Matratze, die zu Beginn am Boden liegt, wird nach und nach durch Seilwinden emporgewuchtet, erst das Kopfteil, später das Mittelteil, und am Schluss klappt die Matratze vom Kopfteil her zum Fußteil über und sieht aus wie quasi zusammengeklappt.
Das [s.o.] ist das eigentliche Bewegungs-, Handlungs oder vorübergehende Aufenthaltsfeld von Ana de Oliveira e Silva, Baxi Ostrowski, Daniel Seabra, Inês Cóias, Izabel Nejur, Margarida Montenÿ und Marta Cardoso, die am Anfang ihrer Performance, jede/r für sich, buchstäblich in den Seilen hängen und sich dort artistisch in stets wechselnde Körperpositionen begeben - sobald sie damit fertig sind, versuchen sie die sich immer weiter hochsteilende Matratze zu erklimmen, lassen sich gelegentlich dann wieder herunterfallen, wiederholen das Ganze usw. usf.; alles unter dem stumpfsinnigen Elektro-Einheitssound, mit dem mich Gonçalo Alegria zu malträtieren versucht; eine akustische Qual sondergleichen.
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Und so richtig nachvollziehbar war das alles für mich nicht; okay, zuerst vermeinte ich, dass mir die Truppe in Menschengröße mutierte Monsterinsekten vorführen wollte, dann erkannte ich nach und nach, dass auch eine körperbehinderte Performerin mit dabei gewesen war, und womöglich hatten die anderen auch irgendwelche Defekte, die ich nicht sogleich zu erkennen vermochte.
Bei ChatCBT fand ich die Erklärung, dass Diana Niepce...
..."ausdrücklich mit behinderten Künstlerinnen und Tänzerinnen" arbeitet "und Inklusion bzw. die Auseinandersetzung mit Körpernormen (...) ein wichtiger Teil ihrer künstlerischen Arbeit" ist.
Wie dem auch sei: Ihr Stück verstand ich trotzdem nicht.
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HORNFUCKERS von Diana Niepce | (C) Alipio Padilha
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Andre Sokolowski - 25. August 2026 (2) ID 16000
HORNFUCKERS (Radialsystem, 23.08.2026)
Künstlerische Leitung: Diana Niepce
Performance: Ana de Oliveira e Silva, Baxi Ostrowski, Daniel Seabra, Inês Cóias, Izabel Nejur, Margarida Montenÿ, und Marta Cardoso
Dramaturgische Beratung: Rui Catalão
Szenografie: Eric da Costa
Musik: Gonçalo Alegria
Licht: Leticia Skrycky
Kostüme: Silvana Ivaldi
Rigger: Margarida Ralha und Roger Madureira
Rigging: Evil Angels Rigging
Technische Leitung: Roger Madureira
Lichttechnik: Hélio Pereira
Produktion Niepce, Culturgest
Gastspiel bei TANZ IM AUGUST
Weitere Infos siehe auch: https://www.tanzimaugust.de
https://www.andre-sokolowski.de
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