Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan
Sounding Light
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Bewertung:
Chan Pui-pui, Chang Hung-mao, Chen Tsung-chiao, Chou Chen-yeh, Fan Chia-hsuan, Hsu Chih-hen, Huang Mei-ya, Huang Po-kai, Huang Yen-cheng, Lin Sin-yu, Shao Hsing-wen und Yen Hsueh-hsin imitierten heute Abend (auf der lediglich mit drei weißen Stoffbahnen austrapierten Bühne im Haus der Berliner Festspiele) den Wald und seine Bewohner: Insekten, Vögel und sich selber - beim erkundenden Flanieren durch die weite Flur. Und ausgedacht und choreografisch umgsetzt hatte das Cheng Tsung-lung; er ist der künstletische Leiter der taiwanesischen Company CLOUDE GATE, die zum ersten Mal beim TiA gastierte.
Sounding Light heißt das Tanzstück, und inspirieren ließ sich der Choreograph durch seine eigenen langen Spaziergänge, bei denen er dem "Alltag eines Waldes" auf die Spur kommen wollte; und so beobachtete er z.B. das Paarungsritual zweier Vögel, lauschte einem Regenschauer oder blinzelte einfach in die Sonne...
Er und seine Truppe zelebrierten (kurz gesagt:) das einfachste und schönste Leben, was es für sie geben könnte. Und wir "Abendländer" würden das dann etwaig mit unserm Goethe so zusammenfassen wollen:
„Zum Augenblicke dürft’ ich sagen:
Verweile doch! Du bist so schön!"
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Sounding Light mit dem Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan| (C) LEE Chia-yeh
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Die Perforormance ist von einer beispiellos magischen Suggestion; sowas abgehoben und zugleich erdnah "Transzendentes" habe ich noch nie gesehen und gehört!
Der Gruppen-Korpus der Zwölf verharrt in keiner einzigen Pose, die sich visuell einprägen ließe, stets verändert er sich, und stets lösen sich einzelne Protagonistinnen und/ oder Protagonisten, auch als Paare, aus ihm heraus, um autonom und temporär was vorzuführen, was (wahrscheinlich) durch den Gruppen-Korpus so nicht möglich wäre.
Sie schnippsen mit den Fingern, schnalzen mit den Zungen, trommeln sich auf ihre Haut & Knochen, pfeifen vereinzelt, erzeugen Melodien mittels Vokalisen - dazwischen werden gelegentlich traditionelle Muskinstrumente, wie sie der Abendländer von seinen herkömmlichen Erfahrungen her aus buddhistischen Tempeln wiederzuerkennen meinen würde (falls es stimmte), hörbar.
Ein Rausch der Sinne.
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Nicht enden wollende Begeisterung bei mindestens einem halben Dutzend Schlussvorhängen.
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Andre Sokolowski - 16. August 2026 ID 15988
Sounding Light (Haus der Berliner Festspiele, 15.08.2026)
Konzept & Choreografie: Cheng Tsung-lung
Mit: Chan Pui-pui, Chang Hung-mao, Chen Tsung-chiao, Chou Chen-yeh, Fan Chia-hsuan, Hsu Chih-hen, Huang Mei-ya, Huang Po-kai, Huang Yen-cheng, Lin Sin-yu, Shao Hsing-wen und Yen Hsueh-hsin
Musik: Lim Giong
Sound & Stimme: Chang Shiuan
Licht: Lulu W. L. Lee
Kostüme: Chen Shao-yen
Musikalische Leitung Cloud Gate: Liang Chun-mei
Koproduktion: National Performing Arts Center – National Theater & Concert Hall, National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying), National Taichung Theater
Gastspiel bei TANZ IM AUGUST
Weitere Infos siehe auch: https://www.tanzimaugust.de
https://www.andre-sokolowski.de
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