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Interview

Yvonne Catterfeld über ihre wundersame Rolle als Fabelwesen im Fantasyspektakel Die Schöne und das Biest



(C) 2014 Concorde Filmverleih GmbH


Rehäugige Schöne

Privat wächst die Sängerin und Schauspielerin Yvonne Catterfeld (34) gerade in die Mutterrolle hinein: Am Ostersamstag brachte sie ihr erstes Kind, Sohn Charlie, zur Welt, dessen Vater Catterfelds langjähriger Freund, Schauspielkollege Oliver Wnuk, ist. In ihrem neuesten Kinofilm, den Yvonne Catterfeld bereits hochschwanger an der Seite Léa Seydoux' (Blau ist eine warme Farbe) auf der diesjährigen BERLINALE präsentierte, ist ihr eine solche Erfüllung nicht vergönnt. In der aufwendigen Neuverfilmung des französischen Volksmärchens Die Schöne und das Biest spielt sie eine anmutige, junge Prinzessin, die ihren Traumprinzen (gespielt von Vincent Cassel) zwar schon gefunden hat. Doch der dynamische Gatte kann das Jagen trotz aller Warnungen nicht lassen und erlegt dabei eines Tages seine Geliebte, als die sich wieder einmal in eine Hirschkuh verwandelt hat. Der Unglückselige wird mit Isolation in seinem verwunschenen Schloss und mit einer animalischen Entstellung - als Biest - gestraft.

Ihre Rolle als verwunschenes Reh in einem Zauberwald habe bei ihr Erinnerungen an „das Märchen vom singenden, klingenden Bäumchen“ geweckt, sagt Yvonne Catterfeld, mit dem die gebürtige Erfurterin wie so viele DDR-Bürger als Kind aufgewachsen sei. Das Reh in Die Schöne und das Biest verwandle sich, weil es „die Liebe unter den Menschen kennenlernen will“, beschreibt Catterfeld ihren Part als „Hüterin des Waldes, die zwischen den Welten wandelt und dadurch sterblich wird“. Gedreht wurde das mit vielen digitalen Tricks versehene Fantasyspektakel im Herbst 2012 komplett in Babelsberg. An der Produktion habe sie nicht zuletzt „der hohe Aufwand gereizt“, sagt Catterfeld, die vor drei Jahren bei einer russischen Produktion bereits intensiv vor so genannten Greenscreens agiert hatte, also in einem Vakuum, in das die Szenerien und Landschaften nachträglich digital eingepasst werden.

Als Schauspielerin wisse man dann „nie genau, was am Ende dabei heraus kommt“. Aber es sei klar erkennbar gewesen, „dass alle Babelsberger Departements sich die größte Mühe gegeben haben“, sagt Catterfeld. Die „detailverliebte Ausstattung“ und vor allem die ausladenden Kostüme, Reifröcke mit Rüschen und Brokat, haben Yvonne Catterfeld darin unterstützt, die erforderliche, prinzessinnenhafte Körpersprache und Gestik zu finden, sagt sie. Das Anlegen von Maske, Frisuren und Kostümen „ging relativ schnell“, sagt Catterfeld, also innerhalb von 1 ½ Stunden vor Drehbeginn. Das Team war „durch Skizzen und Fotos gut vorbereitet“, so Catterfeld.

Dass sie in der Sterbeszene – wenn auch optisch nur angedeutet – splitternackt in den Armen des Prinzen ihren letzten Atemzug aushaucht, hatte Catterfeld bis zur BERLINALE fast vergessen. Während des Drehs, so Catterfeld, „denkt man ja nicht, ‚oh Gott, ich bin ja nackt‘, sondern versucht als Profi, die Szene so gut wie möglich zu spielen. Die Szene wurde in einer Art größerem Sandkasten geprobt“ und im Babelsberger Studio auch im Sand gedreht, erinnert sich Yvonne Catterfeld. Das opulente Drumherum musste man sich „optisch vorstellen“.

Weniger Imagination war bei der Zusammenarbeit mit Frankreichs Superstar Vincent Cassel erforderlich, der Yvonne Catterfeld nervös entgegen sah. Der sei nicht umsonst „ein Weltstar, der als Typ mit starker Aura den gesamten Raum einnimmt“, beschreibt ihn seine deutsche Kollegin. Vor der Probe mit Vincent Cassell fühlte sich Catterfeld „angespannt“, denn es galt, „die Erwartungen gegenüber dem Regisseur und dem Spielpartner zu erfüllen“, sagt sie. Das hat zu ihrer Erleichterung gut geklappt, zumal Regisseur Christophe Gans auch mit ihrem Französisch zufrieden gewesen war, sagt Catterfeld. Sie beherrsche die Sprache zwar nicht fließend, aber die gelernte Textvorlage habe sie auch in der Originalfassung selbst gesprochen. Weitere Angebote aus der französischen Filmwirtschaft habe sie noch nicht erhalten, sagt Catterfeld: “Bis jetzt ist noch alles still.“


Max-Peter Heyne - 1. Mai 2014
ID 7790

Post an Max-Peter Heyne



 

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