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Burt Turrido: An Opera mit dem Nature Theater of Oklahoma | Foto (C) Jessica Schäfer

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Das New Yorker Nature Theater of Oklahoma ist nicht unoft in Europa unterwegs, ab nächster Woche beispielsweise zeigt es seine aktuelle Kreation unter dem Stücktitel Burt Turrido: An Opera im finnischen Espoo - uraufgeführt wurde sie übrigens schon letztes Jahr, und zwar beim holländischen Noorderzon Festival of Performing Arts & Society; als deutsche Koproduzenten standen das Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm, das Schauspiel Frankfurt und HAU Hebbel am Ufer Pate, weswegen es dann auch am vergangenen Wochenende eine Aufführungsserie im Berliner HAU2 gegeben hatte...

Die Vorstellung wurde mit einer Spieldauer von zirka 4 Stunden angezeigt - ich war mir daher nicht ganz sicher, ob ich das solange aushielte, und ergo wollte ich es davon abhängig machen, wie ich den ersten Teil, also die ersten zirka 120 Minuten, "verkraften" würde:


"In Burt Turrido: An Opera wird ein schiffbrüchiger Mann kurz vor dem Ertrinken von einer geheimnisvollen Frau gerettet, die ihn auf das letzte verbliebene Stück Land der Erde bringt. Diese Insel, ihrer Vegetation beraubt und bevölkert von den Geistern der einstigen Bewohner*innen, regiert ein despotisches Königspaar. Sie geben ihrem Schiffbrüchigen den Namen Burt Turrido und machen ihn zuerst zu ihrem Sklaven, aber weil er sich als unfähig erweist, dann doch zu ihrem Gefangenen… Mit kitschigen Kulissen, großen Gefühlen, enttäuschter Liebe und drohendem Tod unterwandert das Nature Theater of Oklahoma das klassische Operngenre mit einer spektakulären Wildwest-Performance, die gezielt haarscharf an der Klischee-Klippe vorbeischrammt." (Quelle: hebbel-am-ufer.de.)



Burt Turrido: An Opera mit dem Nature Theater of Oklahoma | Foto (C) Jessica Schäfer

*

Es ist ein hochprefessionell gemachter Insgesamt-Klamauk bis an die freiwillig erduldenswerte Grenze der Totalverblödung - also wer "so etwas" mag bzw. sich von ihm in irgendeiner Art und Weise bereichern und/ oder beglücken lassen wollte: gern.

Als geschichtlicher Hintergrund oder satrische Steilvorlage diente das damalige Angebot von Donald Trump an den dänischen Staat, die Insel Grönland kaufen zu wollen, was letztendlich so nicht klappte. Doch auf Grönland war wohl zwischenzeitlich (lt. der hochgenialen Stückidee von Kelly Copper & Pavol Liska) der Klimawandel sprich die Klimakatastrophe mit all ihren menschheitsauslöschenden Konsequenzen angekommen, sprich: Ein Leben von mehr als 4 (noch übrig gebliebenen) Menschen scheint dort perspektivisch nicht mehr möglich zu sein.

Der hierher geflüchtete und vorm Ertrinken gerettete Titelgeber (Gabel Eiben) wird also von einem sich selbst ernannt habenden Despotenpaar (Anne Gridley und Robert M. Johanson) domestiziert und begegnet darüber hinaus Joseph (Bence Mezei), dem in einem Leichenkeller gefangenen Ex-Liebhaber der Despotin, der seinerseits seine eigene Frau Emily (Kadence Neill) ertrinken ließ und vom Despoten, im Auftrag der Despotin, versehentlich hingerichtet wird; doch die Despotin wollte eigentlich, dass der Despot den anderen, Burt Turrido, abknallt o.s.ä.

Die Dialoge sind banal und werden allesamt in Western- oder Countrymanier gesungen; als jeweiliger musikalischer Backround dienen Klangkonserven mit Banjo und anderen Instrumenten, "darauf" wird dann jeweils live agiert.

Auch in puncto Tanz sind die vier/ fünf Protagonistinnen und Protagonisten geübt.

Ich blieb dann aber doch nur bis zur Pause.

Andre Sokolowski - 7. November 2022
ID 13899
BURT TURRIDO: AN OPERA (HAU2, 05.11.2022)
Text und Regie: Kelly Copper und Pavol Liska
Musik: Robert M. Johanson
Bühnen- und Lichtdesign: Luka Curk
Kostüme: Anna Sünkel
Dramaturgie: Marcus Dross und Katja Herlemann
Besetzung:
Burt Turrido ... Gabel Eiben
Bob ... Robert M. Johanson
Karen ... Anne Gridley
Joseph ... Bence Mezei
Emily ... Kadence Neill
UA beim Noorderzon Festival of Performing Arts & Society (Netherlands): 20. August 2021
Berliner Premiere war am 3. November 2022.
Eine Produktion von Nature Theater of Oklahoma (New York), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a. M.) und Schauspiel Frankfurt (Frankfurt a. M.) in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer u.a.


Weitere Infos siehe auch: https://oktheater.org/


https://www.andre-sokolowski.de

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