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Konzertkritik

Spätromantik mit dem WEDO

Michael Barenboim (Violine), Kian Soltani (Violoncello) und das West-Eastern Divan Orchestra brillierten mit dem Doppelkonzert von Brahms in der Kölner Philharmonie - außerdem dirigierte Daniel Barenboim die d-Moll-Sinfonie von César Franck

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Der August ist immer der Tournee-Monat des 1999 von Edward W. Said und Daniel Barenboim gegründeten WEST-EASTERN DIVAN ORCHESTRA, und er begann dann gestern Abend in der Kölner Philharmonie, die ihrerseits zum ersten Mal seit ihrer monatelangen coronabedingten Schließung (für zunächst "nur" 980 Besucher) öffnete. Mit zwei Programmen sind die jungen Musikerinnen und Musiker unterwegs und machen (nach Köln) dann noch Stationen beim Rheingau Musikfestival (6. 8.), in der Elbphilharmonie in Hamburg (8./9. 8.), bei den Salzburger Festspielen (11./12. 8.), in der Waldbühne Berlin (14. 8.) und beim Luzerner Festival (16./17. 8.).

Auf dem Programm des kurzfristig und treffend als "Benefizkonzert zu Gunsten der von der Flutkatastrophe Betroffenen" umgewidmeten WEDO-Gastspiels standen zwei Monolithe aus der musikalischen Ära der Spätromantik: Johannes Brahms' im Kölner Gürzenich uraufgeführtes Doppelkonzert (1887) und César Francks einzige Sinfonie (1886-1888).

Der Geiger Michael Barenboim und der Cellist Kian Soltani - beide reüssieren schon seit Jahren mit dem Pianisten Daniel Barenboim als eingeschworenes Klaviertrio - brillierten als Solisten; und zur eigentlichen Hörfreude kam zusätzliche Sehfreude hinzu, denn: Wie sie sichtlich miteinander kommunizierten, wie sie sich "die Bälle gegenseitig zuwarfen", auch wie sie ihre Blicke und ihr einnehmendes Lächeln nicht bloß zueinander, sondern auch in Richtung Dirigent sowie Orchester sandten, dieses wunderbare Aufeinanderachten, Miteinanderfreuen, während sie (und das Orchester) ihre Parts gemeinsam spielten, tat beim Zuhören UND Zusehen ganz ungemein beglücken!

Spätromantische Franzosen (Bizet,Saint-Saëns...) zählen, neben dem deutschen Wagner und/ oder dem italienischen Verdi, schon seit Jahren und Jahrzehnten zu den insgeheimen Favoriten Daniel Barenboims; und so verwunderte es nicht, dass er jetzt auch die große und zu großen Teilen "unerklärbar" aufgeladene und nicht gerade unschwülstige Sinfonie d-Moll von César Franck auf das Programm setzte.

Das WEDO - und wieoft sollte man das hier eigentlich noch schreiben - zählt inzwischen und selbstredend zu den großen A-Orchestern dieser Welt; und seine musikantischen Qualitäten existieren nach wie vor und ohne jede Frage - was dann gestern Abend wieder mal bewiesen worden war!




Nach dem Konzert des West-Eastern Divan Orchestra (Dirigent: Daniel Barenboim) am 4. August 2021 in der Kölner Philharmonie | Foto: KE

Andre Sokolowski - 5. August 2021
ID 13068
WEST-EASTERN DIVAN ORCHESTRA (Kölner Philharmonie, 04.08.2021)
Johannes Brahms: Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
César Franck: Sinfonie d-Moll FWV 48 für Orchester
Michael Barenboim, Violine
Kian Soltani, Violoncello
West-Eastern Divan Orchestra
Dirigent: Daniel Barenboim


Weitere Infos siehe auch: https://www.koelner-philharmonie.de/


http://www.andre-sokolowski.de

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