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Jazz

NICE ´N´ EASY

mit Thomas

Quasthoff

& Trio



Thomas Quasthoff bei einem Auftritt in Köln, 2010 | Foto: Elke Wetzig/CC-BY-SA; Bildquelle: Wikipedia

Bewertung:    



Nach seinem Rückzug von der Opernbühne vor neun Jahren wechselte Thomas Quasthoff bekanntlich ins Swing- und Bluesfach. Zu dieser Zeit war das ein Risiko, eine klassisch ausgebildete Stimme ist nicht sofort das geeignete Instrument für den Jazz. Doch Quasthoff hat den Turnaround gemeistert.

Mit sanftem Schmelz gibt er den verführerischen Crooner. Aber er kann auch in rauen Blues ausbrechen, gerne aber auch mal üppig und opernhaft. Er liebt seine Stimme, die von einem phänomenalen Umfang und Volumen ist. Wo Quasthoff früher in der Oper als quirlige Rampensau überzeugte, gibt er heute den moderierenden Chansonier. Verrückt, wie er mit dem ganzen Körper musiziert, seine Mitspieler und Freunde anstachelt und auf seine leidenschaftliche Reise durch den Jazz mitnimmt - mit solchen Standards „Stardust“, „Moonglow“ und „Secret Love“, dem groovigen Sinatra-Song „For Once In My Life“, Tina Turners „I Can't Stand The Rain“ und anderen. Ja, seine Mitspieler sind auch seine Freuden: Frank Chastenier, ein facettenreicher Pianist, den es oft kaum auf dem Klavierhocker hält; Dieter Ilg, ein Hero am Bass, und der ewige Wolfgang Haffner, der alles, was rumliegt, zum Trommeln nutzen kann und heute sogar mit Plastikhämmerchen eine faszinierende Soundmaschine genierte.

Thomas Quasthoff drehte sich in seiner Moderation viel um sich selbst, seinen Werdegang, seine Freunde und - ach, "mit Daniel Barenboim stand ich vor Jahren schon hier, damals noch als klassischer Sänger". Einmal kam er auch auf Europa zu sprechen, auf die Wahl und dass wir alle so wählen, dass die Künstler ihren Lebensraum nicht verlieren. Ob dieser Ausflug in die Politik dem Ehrengast Frank-Walter Steinmeier geschuldet war, der sich mit Ehefrau in der ersten Reihe des ersten Rangs platziert hatte?

Das Publikum jedenfalls folgte dem empathischen Quasthoff die ganze Zeit, und auch zum Mitschnipsen und Mitklatschen konnten die vier Musiker das typisch betagte Opernpublikum begeistern.

*

Ein symphytischer, aber wenig inspirierender Abend.

Steffen Kühn - 21. Mai 2019
ID 11425
Weitere Infos siehe auch: https://www.thomas-quasthoff.com/


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http://www.hofklang.de

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