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Ludwigsburger Schlossfestspiele 2019

Vom Rhein

an den

Neckar



Ballett am Rhein: 44 Duos von Martin Schläpfer | Foto (C) Gert Weigelt

Bewertung:    



An Tanz mangelt es in Ludwigsburg nicht. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, wollten die Schlossfestspiele nicht darauf verzichten, ein bekanntes Ensemble einzuladen: das Ballett am Rhein. Die Compagnie gastierte jedoch nicht mit einem ihrer kompletten Abende, sondern mit zwei Stücken, die den zwei letzten Programmen entnommen sind. Möglicherweise liegt das daran, dass die beiden ausgewählten Ballette mit drei bzw. zwei Musikern auskommen.

Das nur 20 Minuten lange Ballett Pacific hat der amerikanische Choreograph Mark Morris, einer der originellsten seines Fachs, 1995 für San Fancisco kreiert. Als Musik hat er sich das Trio für Violine, Violoncello und Klavier des amerikanischen Komponisten Lou Harrison gewählt. Mit grotesken Einfällen, die für ihn typisch sind, geht er diesmal sparsam um. Die Tänzerinnen und Tänzer, allesamt in langen Röcken aus dünnem Stoff, auf denen verschiedenfarbige gezackte Muster wie Flammen von der Hüfte abwärts in die Grundfarbe Weiß züngeln, geizen, dem klassischen Ballett näher als dem Modern Dance, nicht mit Sprüngen, strecken die Arme horizontal nach vorne, vereinen Eleganz mit Fröhlichkeit. Einzelne Gesten deuten auf japanische Einflüsse hin.

Im zweiten Teil kommt der Leiter des Düsseldorfer und Duisburger Balletts zum Zuge. Martin Schläpfer hat die 44 Duos für zwei Violinen von Béla Bartók in Tanz verwandelt. Die sehr kurzen Stücke lassen Raum, um Bartóks musikalische Anregungen aufzunehmen und Volkstänze, teils ironisch, zu zitieren. Sogar ein Tango und ein Jitterbug werden, kontrastierend zur ungarischen Folklore, angedeutet. Am Schluss tritt das ganze Ensemble zum Grand Finale an, aber ehe sie so richtig lostanzen, gehen die Lichter aus.

Ein schöner Abend. Freilich – Ludwigsburg liegt nur 15 Kilometer von der Stuttgarter Oper entfernt. Gerade im Vergleich wird einem bewusst, wie perfekt das Stuttgarter Ballett ist. Da haben es auch ambitionierte Gäste nicht leicht. Das Publikum spendete dennoch reichlich Applaus.




Ballett am Rhein: Pacific von Mark Morris | Foto (C) Gert Weigelt

Thomas Rothschild – 16. Juni 2019
ID 11502
LUDWIGSBURGER SCHLOSSFESTSPIELE (Forum am Schlosspark, 15.06.2019)

Pacific
Musk von Lou Harrison
Mark Morris, Choreografie
Franziska Früh, Violine
Doo-Min Kim, Violoncello
Alina Bercu, Klavier

44 Duos
Musik von Béla Bartók
Martin Schläpfer, Choreografie
Dragos Manza & Catherine Ribes, Violine

Gastspiel vom Ballett am Rhein


Weitere Infos siehe auch: https://www.schlossfestspiele.de


Post an Dr. Thomas Rothschild

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