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CD-Kritik

Schönklang

aus sechs Saiten





Bewertung:    



Schon mit 19 gehörte der Gitarrist Volker Kriegel, der keine 60 Jahre alt wurde, zu den deutschen Jazzmusikern von internationalem Format. Noch steht er 1963 im Schatten der amerikanischen Vorbilder, eines Jim Hall, eines Barney Kessel, eines Kenny Burrell, eines Joe Pass, aber schon in den frühen Aufnahmen erkennt man den typischen Schönklang, den Kriegel den Saiten stets entlockt hat und für den das Vibraphon, mit dem er bald nach seinem Debüt bevorzugt zusammenspielte, das ideale Partnerinstrument war. Melodie bedeutete ihm stets mehr als Expression, die in jener Zeit im Rock, der den Jazz zu verdrängen unterwegs war, vorherrschte. Wenn man dann aber seine fünf Jahre später aufgenommenen Versionen von Lennon/McCartneys Norwegian Wood, seine eigenen Kompositionen Somewhat, Somewhere, Somehow oder Sitting On My Knees, I'm On My Way von seinem österreichischen Kollegen am Bass Hans Rettenbacher oder Frank Zappas Mother People anhört, wird einem bewusst, welch eine Entwicklung dieser Musiker in nur fünf Jahren seit Django von John Lewis, dem wahrscheinlich bekanntesten und am häufigsten gecoverte Titel des Modern Jazz Quartet. mit dem die erste CD dieses Doppelalbums mit Mainz Studio Recordings eröffnet wird, hinter sich gelegt hat.

Volker Kriegel, übrigens obendrein ein anerkannter Grafiker, war nicht nur ein hochbegabter, wenn auch stets bescheidener, fast unauffälliger Solist auf seinem Instrument, er hat zudem einige der schönsten Themen erfunden, die großenteils den Geist des damals aktuellen Jazzrock tragen und durchaus den Vergleich mit Hits von Joe Zawinul, Nat Adderley oder auch Ramsey Lewis zulassen. Wolfgang Dauners United Jazz + Rock Ensemble hat ein paar Jahre später von Kriegels kompositorischem Talent gründlich profitiert.

Die Doppel-CD mit Kriegels frühen Aufnahmen wurde nun in attraktiver Aufmachung neu herausgebracht.


Thomas Rothschild – 14. Juni 2021
ID 12974
Link zur CD mit Volker Kriegel


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