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CD-Kritik

Carmen

instrumental





Bewertung:    



Dass Carmen neben der Zauberflöte und La traviata zu den meistgespielten Opern gehört, verdankt sich seiner großen Zahl von Ohrwürmern. Mehrere Komponisten haben sie bearbeitet. Die bekannteste Adaption ist wohl jene von Pablo de Sarasate. Die schönste aber ist die als Ballett-Musik intendierte Carmen-Suite des Russen Rodion Schtschedrin, des Ehemanns der legendären Primaballerina Maja Pliseckaja, von 1967. Ihr besonderer Reiz liegt in der Instrumentierung und in der akzentuierenden Verwendung von aufwendiger Perkussion. Sie macht deutlich, dass es keiner Texte bedarf, um die Dramatik des Stoffes von Prosper Mérimée zu vermitteln. Schtschedrin greift zwar auch in das kompositorische Material ein, zerstört aber nicht die vertrauten Motive, bricht sie allenfalls vorzeitig ab oder kombiniert sie auf verblüffende Weise. Den Überraschungswert seiner Suite jedoch macht tatsächlich die Instrumentierung aus, die sie zu Bizets Original in ein ähnlich dialogisches Verhältnis setzt wie es zwischen Ravels Instrumentierung der Bilder einer Ausstellung und Mussorgskijs Klaviervorlage besteht.

Der kürzlich verstorbene präzise und ungemein sympathische Mariss Jansons schärft mt „seinem“ Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks die Konturen, genießt die Crescendi und arbeitet die Kontraste minutiös heraus.

*

Ergänzt wird die Carmen-Suite durch ein Musterbeispiel impressionistischer Tonmalerei, durch Ottorino Respighis Pini di Roma. Und wiederum erzeugt Jansons eine Dramatik, die die musikalische Substanz nicht etwa überlagert, sondern profiliert. Man kann sich denken, dass der ausgeblendete Applaus lange angehalten hat.



Thomas Rothschild – 21. Januar 2020
ID 11947
Link zum Label mit der Carmen-Suite


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