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CD-Kritik

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Bewertung:    



Dreiklangseligkeit im Fahrwasser von Richard Clayderman und Ludovico Einaudi. Mit ihrem hohen Wiedererkennungswert würden sich Martin Kälberers musikalische Einfälle auf einer Solo-CD und einer CD mit drei Stücken von insgesamt 20 Minuten Dauer zusammen mit der Munich Music Factory, einem aus sieben Streichern und Holzbläsern bestehenden Kammerensemble, vorzüglich als Signature Tunes für Fernsehserien eignen – aber eben nur als Signature Tunes. Ein dünnes viertaktiges Motiv walzt Kälberer auf fast sechzehn Minuten aus. Er demonstriert, am deutlichsten in dem Stück Nebel, dass er die Techniken der Modulation und des Crescendo beherrscht, aber es reicht nur für Emotion ohne Inhalt.

Die Doppel-CD trägt den kalauernden Titel InSightOut und wird prätentiös als „Klänge aus der Stille“ angekündigt. Im Beiheft muss einmal mehr die Coronakrise für das musikalische Ergebnis herhalten. Offenbar kommt Kälberer selbst der Verdacht, dass seine „Philosophie“ nicht unbedingt überzeugt. „Klingt ein wenig hochtrabend und abgehoben“, schreibt er, und das ist es, entgegen seiner eigenen Einschätzung, tatsächlich. „Ich habe versucht, tief in mich hinein zu horchen und das klingen zu lassen, was ich da (situationsbedingt verstärkt) gehört habe.“ Man sollte die Situation nicht dafür verantwortlich machen, wenn man in sich nicht mehr hört, als drinnen ist. Es liegt auch nicht am „totalen Lockdown, in der nicht einmal der Klavierstimmer in mein Studio kommen durfte“. Auch ein gestimmtes Klavier hätte der musikalischen Substanz nichts hinzufügen können. „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Es wächst, aber oftmals kommt es zu spät.



Thomas Rothschild – 26. Februar 2021
ID 12770
CD-Link zu InSightOut von und mit Martin Kälberer


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