20 Jahre
Hofklang®
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Am vergangenen Mittwoch wurden im BOLD Berlin (einem lt. KI "inspirierenden Community- und Begegnungsraum in einem Fabrikloft in Berlin-Mitte, der als physischer Marktplatz für den Austausch über Kunst, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft dient") 20 Jahre Hofklang® gefeiert.
Der Architektur studiert habende und seither in verschiedenen Berufen und Verantwortungen speziell im Bau- und Managementsektor tätige Steffen Kühn ist Gründer und Genius loci dieses für Berlin beispiellosen und alljährlich zum Sommerausklang stattfindenden Events, und er umschreibt sein "Baby" wie folgt:
"Seit 2006 veranstalten wir in Leipzig und Berlin Konzerte mit Neuer und zeitgenössischer klassischer Musik – aus privater Initiative und vollständig privat finanziert. In dieser Zeit sind mehr als 25 Veranstaltungen entstanden, darunter zahlreiche Uraufführungen. In Leipzig fanden auch Konzerte im Bosehaus, dem heutigen Bacharchiv statt. Besonders reizvoll der historische Kontext: zu Bachs Zeiten gab es nur Neue Musik, die historische Aufführungspraxis verdanken wir dem späteren Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy.
Uns ging und geht es dabei nicht darum, ein klassisches Festival aufzubauen. Hofklang ist vielmehr ein sehr persönlicher Ort der Begegnung zwischen zeitgenössischer Musik, Künstlern und einem Publikum, das zum Teil gerade über diese Konzerte einen Zugang zu Neuer Musik findet.
Nach 20 Jahren finde ich dabei fast die Frage interessanter als das Jubiläum selbst: Warum engagieren sich Menschen über zwei Jahrzehnte privat für Neue Musik – ohne institutionellen Auftrag und ohne öffentliche Förderung? Und was können solche kleinen, unabhängigen Kulturorte für das Musikleben leisten?"
Seit der Hofklang® nach Berlin umzog, besuchte ich ihn bisher sechsmal [s. Links unten], und ich muss sagen, dass seine tatsächliche Hof- also Outdor-Variante die für mich spektakulärste und einprägsamste war. Die Konzerte im BOLD Berlin haben den leiseweinenden Nachteil, dass sie etwas "beengt" und von der Akustik her etwas "gedeckelt" sind; aber egal, dass sie überhaupt - und hoffentlich in Zukunft weiterhin - stattfinden, ist und bleibt das Allerwichtigste. Kühns Sponsoren, die das alles seit den vielen Jahren auf das Großzügigste mitermöglichen, stammen fast allesamt aus dem kollegialen Umfeld, waren und sind dann also von ihm "infiziert" worden...
Das Jubiläumskonzert bestritten der Posaunist Roberto de la Guía, die Sopranistin Claudia Herr und der Percussionist Richard Putz:
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V.l.n.r.: Die Sopranistin Claudia Herr, der Percussionist Richard Putz und der Posaunist Roberto de la Guía nach dem Jubiläumskonzert "20 Jahre Hofklang" am 9. September 2026 im BOLD Berlin - rechts im Bild Steffen Kühn, der Gründer von Hofklang | Foto: KE
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Es erklangen Werke von Folke Rabe, Stuart Saunders Smith, Beat Furrer, Casey Cangelosi und Mathias Spahlinger sowie Aria von John Cage - letzteres als aleatorische Performance gemeinsam mit dem aus zirka 80 Besucherinnen und Besuchern bestehenden Konzertpublikum durchheitert.
Besonders auffällig und nicht minder unterhaltsam die drei Solodarbietungen, und zwar für Posaune (Basta), für Tonbandstimme und Vibraphon (Breath) und für Percussion (doppelt und dreifach determiniert); da zeigten Roberto de la Guía und Richard Putz, was sie so drauf haben.
Und dann - wie fast jedes Jahr - die speziell auf Claudia Herr, die sozusagen Stammmitwirkende in fast jedem Hofklang®, herausgesuchten und/ oder speziell für sie eingerichteten Stücke wie (in diesem Jahr) Furers Spazio immergente für Sopran und Posaune oder Cangelosis BAD TOUCH.
Schönes, kurzweiliges Konzert.
Ja, auf ein Neues!
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Andre Sokolowski - 13. September 2026 (2) ID 16038
20 Jahre Hofklang® (BOLD Berlin, 09.09.2026)
Folke Rabe: Basta für Posaune
Stuart Saunders Smith: Breath für Stimme und Vibraphon (2001)
Beat Furrer: Spazio immergente für Sopran und Posaune (2015)
Casey Cangelosi: BAD TOCH (2013)
Mathias Spahlinger: doppelt und dreifach determiniert (…) für Percussion (2017)
John Cage: Aria für Sopran (1958) in Improvisation mit Posaune und Percussion
Roberto de la Guía, Posaune
Claudia Herr, Sopran
Richard Putz, Percussion und Vibraphon
Weitere Infos siehe auch: https://www.hofklang.de
https://www.andre-sokolowski.de
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