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MUSIKFEST BERLIN 2022

Sun poem von Daniel Kidane

London Symphony Orchestra / Sir Simon Rattle


Bewertung:    



Als Simon Rattle (67) zwischen 2002 und 2018 künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Berliner Philharmoniker war, hatte er sich wohlweislich keinen zweiten Dirigentenposten aufgehalst, d.h. außer am Schluss seiner Berliner Ära, wo es eine kurzzeitige Überschneidung gab - nunmehr scheint das für ihn wieder ein bisschen anders zu werden, weil er aktuell - "neben" seiner Chefposition beim London Symphony Orchestra (verlängerte Vertragslaufzeit bis 2023) - auch noch das weltweit renommierte Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Vertragsbeginn ab 2023/24) leiten wird, ja und auch da würde es (nicht nur) kurzzeitige Überschneidungen der Ämter geben; jedenfalls würde er zwischen London, München und Berlin, wo er ja wohnt, hin und zurück pendeln, und immerhin: er ist nicht mehr der Allerjüngste...

Sein Konzertprogramm fürs LSO-Gastspiel beim 2022er MUSIKFEST BERLIN war übervoll. Fünf Werke, die nicht unterschiedlicher hätten sein können, vereinte es; ja und im Mittelpunkt des ersten Teils - flankiert von Hector Berlioz' Corsaire-Ouvertüre und Maurice Ravels La valse - stand Sun Poem von Daniel Kidane (36), einem britischen Komponisten mit russisch-eritreischen Wurzeln; sein Stück gelangte vor paar Tagen erst beim Edinburgh Festival zur Uraufführung.



[Ich war neugierig auf Sun Poem und zog's mir auf der BF-Mediathek nachträglich rein.]



Der britische Komponist Daniel Kidane | (C) Kaupo Kikkas

*

Es ist ein ziemlich kurzes Stück, dauert gerade mal so an die elf Minuten, und es ist relativ großbesetzt.

Gedämpferte Trompeten fangen an, danach setzen der Reihe nach die Flöte und die Klarinette, das Fagott und weitere Blasinstrumente ein.

Und es entsteht sehr bald der Eindruck, dass uns der Kidane eine Art von sommerlich anheimelndem oder in nicht nur afrikanischen Gefilden permanent vorhandenem Naturidyll - voller grandios gemachtem Vogelzwitschern - in dem von ihm komponierten und gedachten Sun Poem eindeutig nahe bringen wollte.

Alles ähnelt jenen ornithologisch anmutenden Werken eines Messiaen; sofort assoziierte ich (als Beispiel nur) dessen Oiseaux exotiques; ja und hätte der Kidane schließlich das Ondes Martenot (das bei den meisten Werken Messiaens obligatorisch mit dabei ist) als ein mitspielendes Instrument verwandt, würde der eindeutige Eindruck einer "Nachahmung" des unvergleichlichen Franzosen fast entstanden sein.

Dennoch klingt alles angenehm und tut die Ohren hocherfreuen, und ich konnte mich hinsichtlich einer Klangeinordnung letztlich nicht entscheiden, ob es mir impressionistisch oder/ und naturalistisch vorgekommen war.


Andre Sokolowski - 3. September 2022
ID 13785
MUSIKFEST BERLIN (Philharmonie Berlin, 02.09.2022)
Hector Berlioz: Le Corsaire, Ouvertüre für Orchester op. 21
Daniel Kidane: Sun Poem (2022)
Kompositionsauftrag des London Symphony Orchestra mit Unterstützung von Cockayne – Grants for the Arts und The London Community Foundation, Edinburgh International Festival und San Francisco Symphony Orchestra | Deutsche Erstaufführung
Maurice Ravel: La Valse
Jean Sibelius: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin, Konzertsuite op. 19
London Symphony Orchestra
Dirigent: Sir Simon Rattle
Konzertaufzeichnung auf der Mediathek der Berliner Festspiele, angesehen am 03.09.2022


Weitere Infos siehe auch: https://www.berlinerfestspiele.de/de/musikfest-berlin/start.html


https://www.andre-sokolowski.de

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