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Deutsch-österreichisches Kino

Phils

Prinzenblick



Bewertung:    



Ein schöner und ein atmosphärischer Film - ich musste dauernd schluchzen, denn:

Erinnerungen an die erste große Liebe, so wie Phil (gespielt von Louis Hofmann) sie in diesem atmosphärisch-schönen Film durchlebte, wurden plötzlich wieder wach. Als Siebzehnjähriger sich erstmals richtig glücklich-traurig zu verlieben, grenzt dann schon an ein Naturereignis - ähnlich jenes Sturms, der plötzlich den zentralen Ort der Handlung mit der alten Waldvilla heimsuchte und wo jetzt der Forst um sie herum als Windbruch 'rumliegt...

*

Die Mitte der Welt ist vor allem die Geschichte des heranwachsenden Jünglings mit dem unverwechselbaren Prinzenblick. Drehbuchautor und Regisseur Jakob M. Erwa hat sie (nach dem gleichnamigen Jugendbestseller Andreas Steinhöfels) Phil-fokussiert, obgleich natürlich auch noch andere Figuren - außer der von Nicholas (gespielt von Jannik Schümann), jener ersten großen Liebe unsers Traumprinzen - zur Selbstverständigung des Welt- und Menschensuchenden gewisse Rollen zugewidmet kriegten: seine Mutter Glass (gespielt von Sabine Timoteo) sowie seine Zwillingsschwester Dianne (gespielt von Ada Philine Stappenbeck) ganz zuvörderst.



Jannik Schümann (als Phils erste große Liebe) in Die Mitte der Welt | (C) Universum Film


Sabine Timoteo (als Phils Mutter) in Die Mitte der Welt | (C) Universum Film


Ada Philine Stappenbeck (als Phils Zwillingsschwester) in Die Mitte der Welt | (C) Universum Film


Die Kamera von The Chau Ngo fängt wunderschöne weil halt abgeschiedene Naturplätze im deutschen oder österreichischen Wiesen- und Waldverständnis ein. Auch zeigt sie guten Stil oder Geschmack hinsichtlich der schon sehenswerten Sexszenen zwischen den jungen Leuten - - als Phil durch das Schuppenfenster sehen muss, wie sich sein einseitig Geliebter auch (obgleich wohl "nur" zu seiner sexuellen Selbstfindung) mit Phils treuester Freundin Kat (gespielt von Svenja Jung) vergnügt, bricht eine Welt für ihn zusammen...

Viel interessanter noch sind freilich ein paar Neben-Handlungen, die anhaltender Weise nebulös und daher spannend bis zum Schluss des Filmes hin und her geistern; wir wollen sie hier nicht in der Ausführlichkeit verraten, nur so viel:

Es geht v.a. um die männerverschleißende Mutter ihrer Zwillinge, die ihrerseits (die Zwillinge) dann wiederum nicht wissen, wer ihr Vater ist, denn Glass (die Zwillingsmutter) war mit der Erziehung ihrer Zwillinge allein "beschäftigt" also etwas überfordert usw. usf. Dann gab sie jedes Mal, sobald ihr dann ein neuer Mann bei den Erkundungen von Waldvilla & Hausbesitzerin zu viel zu werden schien, demselbigen den Laufpass, und die armen Zwillinge waren dann wieder mal allein mit ihrer äußerst komplizierten Mutter resp. vaterlos.

Aber Dianne, Phils eineiige Zwillingsschwester, hatte so gewisse Zauber- und Naturgaben; so kannte sie sich beispielsweise mit der Belladonna (= schwarze Tollkirsche) gut aus.

Man sieht schon [an dem obig von mir Dargelegten], dass dann die Geschichte etwas auszufransen drohte - aber nichts für ungut: schön und atmosphärisch wurde dieser Film am Ende doch!!



Andre Sokolowski - 9. November 2016
ID 9676
DIE MITTE DER WELT (D/A 2016)
nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel

Drehbuch und Regie: Jakob M. Erwa
Kamera: The Chau Ngo
Schnitt: Carlotta Kittel
Besetzung:
Phil ... Louis Hofmann
Glass ... Sabine Timoteo
Dianne ... Ada Philine Stappenbeck
Nicholas ... Jannik Schümann
Kat ... Svenja Jung
Pascal ... Nina Proll
Kyle ... Clemens Rehbein
Tereza ... Inka Friedrich
Michael ... Sascha Alexander Geršak
Lehrer Hänel ... Thomas Goritzki
u.a.


Weitere Infos siehe auch: http://mitte-der-welt-film.de


http://www.andre-sokolowski.de

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