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Rosinenpicken (349)

Der Immo-

Hai und

seine

Tochter



(C) Wintergarten Varieté

Bewertung:    



Das Berliner Wintergarten Varieté hat derzeit eine Seifen Oper auf dem Spielplan.

Hierin wird ambitioniert - als Mischung aus Artistik, Tanz, Musik - versucht eine Geschichte auf den Punkt zu bringen, die es eigentlich (falls man sie, so als Grundzutat für Showzwecke, bierernst nähme) "sozialkritisch" und menschelnd also "humanistisch" in sich hat:

Matt Voodoo [ist bestimmt ein Künstlername] spielt den Immobilienhai der Firma Stonewood, ja und Sarah Bowden dessen Tochter Emily. Man will in Bälde ein heruntergekommenes Mietshaus, in dem momentan (noch) sieben Mieter hausen resp. wohnen, meistbietend verkaufen - aber hierzu muss es erst mal leer gemacht werden sprich: alle sieben Mieter sollen raus. Stonewood schickt seine Tochter vor, dass sie - der Reihe nach - den (Noch-)Bewohnern irgendwelche Fallen stellen soll, damit die dann in Folge mietvertragsbrüchig gekündigt werden könnten oder so.

Konkret betrifft das Lina Navakaite (Opernsängerin), Ludmila Nikolaeva (Mutter), Daniel Leo Stern (Playboy), Joseph Pinzon (Anwalt), Anton Belyakov (Lebemann), Adem Endris (Deutsch-Afrikaner) und Lena Ries (Yoga-Lehrerin).

Auch eine Ratte lebt im Haus sprich Hauskeller - verkörpert wird sie von der witzigen Ximena Ameri Cespedes [auch ein Künstlername, sicherlich], mit hübschen Nagezähnen und Ganzkörper-Kuschelratten-Strampelanzug.

Also... es werden dann, abwechselnd, artistische Kunststücke vollbracht, und ständig wird gesungen und getanzt und: jener Text (der der Geschichte dient) zusätzlich hergelabert.

Seifen Oper (als besagter Titel) daher, weil dann Alle - meistens - in den Bandewannen sitzen und von dort aus, manchmal einzeln, manchmal auch mit wem zusammen, fulminanteste Artistiken beginnen und/oder herumsingen und viel, viel tanzen; wie bereits gesagt.

Zum Schluss kriegt die als stücktragende vorherige Vatertochter-Intrigantin einen vollkatharsisträchtigen Schockschub à la 'Ich will nich so ein Immobilienmaklerschwein wie Daddy sein' und gründet justament ein Künstlerhaus, wo alle, die darin schon vorher wohnten, nunmehr halt, als Künstler, bleiberechtlich drin bleiben; aha.

Wenn's nur im harten Leben draußen ganz genauso einfach wäre - aber Show bleibt Show.

Wir staunen über die Artistik-Nummern!

Und es gibt viel Fleisch zu seh'n; wenigstens das.



Seifen Oper im Wintergarten Varieté Berlin | Foto (C) Juergen Sendel

Andre Sokolowski - 28. Juli 2015
ID 8781
SEIFEN OPER (Wintergarten Variete, 26.07.2015)
Regie: Markus Pabst und Maximilian Rambaek
Musik: Jack Woodhead
Besetzung:
Montserrat Lalalu - Die Opernsängerin ... Lina Navakaite
Rita Glucke - Die Mutter ... Ludmila Nikolaeva
Francesco Ferno - Der Playboy ... Daniel Leo Stern
Ernst von Glogau - Der Anwalt ... Joseph Pinzon
Timmi Till - Der Lebemann ... Anton Belyakov
Abiy Fikire - Der Deutsch-Afrikaner ... Adem Endris
Costa Maria Stein - Die Yoga-Lehrerin ... Lena Ries
Emily Stonewood - Die Tochter des Vermieters ... Sarah Bowden
Ratatatataa - Die Ratte ... Ximena Ameri Cespedes
Mr. Stonewood - Der Vermieter ... Matt Voodoo
Tobias Tinker, Keyboard
Lars Zander, Saxophon
Andreas Henze, Bass
Lukas Thielecke, Schlagzeug
Premiere war am 16. Juli 2015
Weitere Termine bis zum 27. 9. 2015


Weitere Infos siehe auch: http://www.wintergarten-berlin.de


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