2. November 2008, Deutsche Oper Berlin
LOHENGRIN
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Betörte wie noch keine andere vor ihr, Petra-Maria Schnitzer als die Elsa in dem LOHENGRIN an der Deutschen Oper Berlin - Foto (C) Bettina Stöß
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Dass der LOHENGRIN vor allem eine richtig große Choroper dann ist, bekam man jetzt und wieder - und zwar deutlicher denn je - in einer schön gepflegten Repertoire-Aufführung (Spielleitung: Gerlinde Pelkowski) angenehm zu spüren.
Ist der Chor der Deutschen Oper Berlin tatsächlich so ein mächtig-großes Instrument, als wie er sich an diesem Abend sehen sowie hören ließ?
Wahrscheinlich.
Steh'n zwar meistens alle nur so rum, so dass man schon in Ruhe durchzähln konnte - aber singen tun die: heidiwitzka!!!
Und ein Drittel vom Gesamten dieses LOHENGRIN, im Mindesten, besteht aus Chor, Chor, Chor... vielleicht, nach MEISTERSINGERN, Wagners größte Choroper dann überhaupt. Weswegen er vielleicht viel seltener (als andre Wagner-Schinken) auf die Bühnen kommt. Der personelle Aufwand ist beträchtlich!
Vom Text her ist der LOHENGRIN das wohl bedauernswerteste Geschöpf des Dichterkomponisten. Viele Regisseure machen um das Werk 'nen Riesenbogen. Es gibt zwei Handlungsstränge, einen für die "Seele", einen für die "Bizeps".
Des "Seelischen" wegen (Prinzessin wartet auf den Traumprinzen, der sie beschützt, und als der kommt, darf sie ihn nicht nach seinem Namen fragen, denn sonst kehrt er auf dem Absatz wieder um; so kommt's dann leider auch) gehen die Leute freiwillig ins Opernhaus. / Der "Bizeps" wegen (Königliche Heerscharen huldigen ihrem König, der in irgendwelche Kriegshandlungen mit den Ungarn oder so verstrickt ist, und es fallen da schon hin und wieder derart anrüchige Floskeln wie Siegheil oder so ähnlich) gehen Leute lieber in das Fitnessstudio statt sich sowas pausenlos dann zuzumuten...
Doch es gibt auch Frauenchöre; Braut- und Hochzeitsmarsch zum Beispiel. Ja, der Hit in allen Wunschsendungen. Hört man hin und wieder gern. (Im Dritten Aufzug, also zu Beginn, wird er meist ganz ganz hinten, hinterm Bühnenbild, gesungen; und man hört zwar meistens nichts, aber man kennt ihn halt und denkt sich so, dass man ihn richtig hörte; auch gut.)
Nein und nochmals nein: Wir meckern nicht!
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Der Chor der Deutschen Oper Berlin, seit er von William Spaulding geleitet wird, ist wieder einer der Spitzenchöre deutscher Opernhäuser, hier auf dem Bild zeigt er sich in der alten LOHENGRIN-Regie von Götz Friedrich - Foto (C) Bettina Stöß
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Der LOHENGRIN hat uns sehr gut gefallen, und wir hatten richtig schöne Gänsehaut dabei:
Botha & Schnitzer (Lohengrin & Elsa): eine stimmliche Symbiose selten so gehörter Extraklasse, nicht zu übertreffen!
Schulte / Resmark (Telramund / Ortrud): ein fulimantes Schurkenpaar!!
Rootering (Heinrich der Vogler): sollte nicht mehr so viel mit dem Flugzeug hin und her reisen; wr meinen es nur gut.
Brück (Heerführer): wie ein Fanal!!!
Das Orchester spielte unterm Dirigat von Michael Schønwandt; war gut drauf.
Und noch einmal zum Chor: Zurecht wurde er wohl, für seine letzte Spielzeit, als der "Chor des Jahres" deklariert!!!!!
Wir freuen uns auf einen neuen TANNHÄUSER
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LOHENGRIN an der Deutschen Oper Berlin / 2. 11. 2008
Musikalische Leitung: Michael Schønwandt
Inszenierung: Götz Friedrich
Ausstattung: Peter Sykora
Besetzung: Jan-Hendrik Rootering (Heinrich), Johan Botha (Lohengrin), Petra-Maria Schnitzer (Elsa), Eike Wilm Schulte (Telramund), Susanne Resmark (Ortrud), Markus Brück (Heerrufer) u. a.
Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin
(Choreinstudierung: William Spauldi
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Andre Sokolowski - red. / 2. November 2008 http://www.andre-sokolowski.de ID 4066
Weitere Infos siehe auch: http://www.deutscheoperberlin.de
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