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10. Juli 2013, Gastspiel in der Komischen Oper Berlin

MAYUMANA

presents the newest creation MOMENTUM


MAYUMANA – The Show Revolution / Foto (C) Nilz Boehme




Sommers sind die deutschen Opernhäuser meistens zu - zumindest werden sie dann nicht mit ihren eigenen Ensembles (die zumeist im Urlaub sind) bespielt. Das gibt den großen Show- Veranstaltern die Chance, hier mit ihren aufwändigen Produktionen für zwei Wochen oder kürzer oder länger gästehalber Fuß zu fassen; so geschehen jetzt anlässlich der Berliner Erst-Tour Mayumanas in der Komischen Oper.

"Mayumana ( מיומנה , hebräisch für 'Fertigkeit') ist eine israelische Künstlergruppe, die Tanz, Gesang und Schauspiel miteinander verbindet. Sie wurde von Eylon Nuphar und Boaz Berman 1996 in Tel Aviv gegründet. Von 1996 bis 2007 hatte Mayumana mehr als 5000 Auftritte in 30 Ländern mit über 3,5 Millionen Besuchern." [Quelle: Wikipedia]

Ihre aktuelle Show, mit der sie nun in Deutschland touren, heißt Momentum und hatte bereits 2008 ihre Madrider Uraufführung. Seitdem wurde sie - wie im Programmheft nachzulesen ist - vor Hunderttausenden weltweit gezeigt. Jetzt also war sie endlich hier zu sehen und zu hören...


* * *


Die Idee ist clever, findig und intelligent: Grundklammer der "Geschichte", die uns Mayumana in Stationen darbringt, ist das Thema Zeit. Es werden diesbezüglich sinnige Zitate auf den Bühnenhintergrund gebeamt; zum Beispiel eines von Leonard Bernstein, der behauptet haben soll, dass es zwei Dinge gibt, um Großes zu erreichen, nämlich einen Plan und: Zeit. Ganz zu Beginn (und ganz am Schluss) sehen wir eine makroskopisierte Fliege, wie sie sich in einem schier Transall'artigen Brummton durch die Lüfte fortbewegt; der Kommentar in Schriftform meint, dass sie, also die Fliege, jegliche Bewegungen der Menschen beispielsweise, also unsere, in Zeitlupe "empfinden" würde, auch weil sie nun mal viel kürzer lebt als wir o.s.ä.

Sowieso sehen und hören wir den ganzen Abend über lauter Uhren, was uns permanent an das von Mayumana ausbedungne Zeitthema ermahnen lässt.

Pfiffig und zeitgemäß auch: Ido Kagan hat für/mit uns Publikum - noch ehe offiziell die Show beginnen sollte - eine Live-Schaltung zur Facebook-Seite Mayumanas angestellt; 252 Freunde gibts da zu dem Zeitpunkt, und es wird (in live!) gefacebooket à la dass man sich jetzt auf den schönen Abend in Berlin sehr freuen würde, und die Eine und der Andere klicken dann prompt ihr glückvoll-zwanghaftes 'Gefällt mir' usw. usf.

Das Publikum wird auch in Folge weiterhin mit einbezogen: Beispielsweise pirscht sich der die Rolle eines Puk wie aus dem Sommernachtstraum Shakespeares spielende und tanzende und singende Shachar Gredy an ein Mädchen mitten im Parkett heran, das er süß Pretty Woman nennt, und das er justament sogar mit auf die Bühne bittet - und das Mädchen lässt sich da mitnichten lumpen und spielt dieses Spielchen (was ein süßes Spielchen ist) tatkräftig mit; es kriegt also, genau wie Shachar, donnernden Applaus!!

Die TänzerInnen sind bei Weitem "nicht nur" TänzerInnen, sondern MusikantInnen und AkrobatInnen und SängerInnen und und und...

Was für ein schönes und erfrischendes Spektakel.

Bitte wiederkommen!!!




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MAYUMANA – The Show Revolution / Foto (C) Nilz Boehme


Andre Sokolowski - 11. Juli 2013
ID 6934
MAYUMANA (Komische Oper Berlin, 10.07.2013)
Künstlerische Leitung: Eylon Nuphar und Boaz Berman
Darsteller: Aka Jean Claude Thiemele (Elfenbeinküste), Almog Ben Horin (Israel), Asaf Yaniv (Israel), Erez Tzemach (Israel), Hagar Enosh (Israel), Hila Yaffe (Israel), Hovav Shoshan (Israel), Ido Kagan (Israel), Itamar Dari (Israel), Malu Maria Lucia Bus (Niederlande), Mor Polanuer (Israel), Natalie Pik (United Kingdom), Omer Zeret (Israel), Reut Rotem (Israel), Ron Freund (Israel), Sergio Braams (Curacao), Shachar Gredy (Israel), Silvia Garcias De Ves (Spanien), Tal Magen (Israel), Talia Bik (Israel) und Yael Yamin (Israel)
Die Welturaufführung in Madrid war 2008.
Berliner Premiere: 9. Juli 2013
Weitere Berliner Termine: 11. - 21. 7. 2013



Weitere Infos siehe auch: http://www.mayumana-show.de/de/home/


http://www.andre-sokolowski.de



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