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Premierenkritik

Zu Tode

geliebt...



Ina Kringelborn ist RUSALKA an der Komischen Oper Berlin - Foto (C) Monika Rittershaus


...heißt [s. Überschrift], Barrie Kosky könnte so etwas gemeint haben:

Bei diesen Nixen-/Nymphenmärchen geht es meistens um das Eine: Nixe/Nymphe will nun nicht mehr länger Nixe/Nymphe sein. Sie will fortan auf eignen Füßen, also nicht mehr so auf Flossen, stehen; also drängt es sie ganz manisch in so einen Menschenkörper - meistens hatte Nixe/Nymphe vorher schon so körperliche Grunderlebnisse, also mit einem Menschen... also wenn der Mensch zum Beispiel dann in ihrem See, also wo Nixe/Nymphe dann bisher zu Hause war, gebadet hatte; also kam und kommt dann schon ein sehr, sehr körperlicher Grundkontakt zu diesem Menschen, also der da badete, zustande oder so.

Im Falle von Rusalka war es dann ein Prinz...

Rusalka sagt: "Ich will hier raus!" (Sie meint den See und ihre Nixen-/Nymphen-Schuppenhaut.) Ihr Vormund klärt sie über alle diese vielen Nachteile, die sie - als Mensch - dann hätte, auf; es nützt nix, nein, Rusalka will das jetzt endgültig durchziehen; auch hat sie einen Riesenappetit auf diesen Prinzen - - also nicht bloß umgekehrt der Prinz auf sie und so.

Und eine Hexe tut Rusalka dann entschuppen und entgräten und entflossen; aber sie (Rusalka) soll für immer stumm sein; das Perfide dieser Hexerei ist nämlich das, dass diese (kluge) Hexe freilich dann voraussieht, dass der Prinz zwar den Rusalka-Körper irgendwie begehrt und sich diesen Rusalka-Körper auch für den nicht ausgebliebenen Geschlechtsakt irgendwie zurecht trimmt - - - aber warum, und in Gottes Namen, spricht Rusalka nicht? und warum spricht sie ausgerechnet nicht mit ihm?? Ja und so lässt der unbeherrschte Prinz Rusalka schließlich dann Rusalka sein, geht kräftg fremd und - - - - - später dann, wenn seine fiese Untreue ihn reut, ist so und so dann alles für die Katz'; ja und Rusalka siecht dahin mit ihrer Einsamkeit...



RUSALKA an der Komischen Oper Berlin - Foto (C) Monika Rittershaus


Ja, Barrie Kosky also inszenierte dieses wunderschöne Rührstück mit der noch viel wunderschöneren Musik vom alten Dvorák wie so eine Art von schwarzer Messe. Und Klaus Grünberg hatte ihm dazu nicht nur ein sich nach hinten hin verjüngendes und wiederholendes Proszennium aufgebaut; er hatte auch zudem die Bühne unter Aufbietung von jeder Menge Lichttricks sozusagen "schweben" lassen... Und fantastische Kostüme von Klaus Bruns!

Die Ina Kringelborn war eine anrührende und zu Gänsehäuten stimulierend singende RUSALKA. / Timothy Richards mimte/sang den Prinzen. // Dimitry Ivashchenko war der Vormund-Wassermann; Agnes Zwierko spielte/sang die Hexe, deren "Sohn" verkörperte Michel Podwojski(!!!!!)...

Patrick Lange dirigierte ein sehr gut in Form seiendes Hausorchester; und der Chor sang aus dem Off.

Sehens- und hörenswert im Ganzen.
Andre Sokolowski - 21. Februar 2011
ID 5074
RUSALKA (Komische Oper Berlin, 20.02.2011)
Musikalische Leitung: Patrick Lange
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild und Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Klaus Bruns
Dramaturgie: Bettina Auer
Besetzung:
Der Prinz ... Timothy Richards
Fremde Fürstin ... Ursula Hesse von den Steinen
Rusalka ... Ina Kringelborn
Der Wassermann ... Dimitry Ivashchenko
Hexe Jezibaba ... Agnes Zwierko
Wildhüter ... Peter Renz
Der Küchenjunge ... Christiane Oertel
Erste Elfe ... Julia Giebel
Zweite Elfe ... Elisabeth Starzinger
Dritte Elfe ... Caren van Oijen
Ein Jäger ... Matthias Siddhartha Otto
Chor der Komischen Oper Berlin
(Choreinstudierung: André Kellinghaus)
Orchester der Komischen Oper Berlin
Premiere war am 20. Februar 2011
Weitere Termine: 26. 2. / 3., 13., 17. 3. / 9., 28. 4. / 1., 13. 5. sowie 14. 7. 2011


Weitere Infos siehe auch: http://www.komische-oper-berlin.de




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