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Feuilleton


27. Februar 2011, Magyar Fesztivál Balett

Rómeó és Júlia Jeruzsálemben



In Budapest gibt es ein "Stammhaus" für Ballett und Tanztheater - nur mal so als Beispiel für Kulturbehörden hierzulande

Das Nemzeti Táncszínház befindet sich in allerbester Lage, auf der Buda-Seite (Budapests), weit über der Donau stehend, in direkter Nachbarschaft zum Ungarischen Präsidialamt und in einladender Sichtnähe zu der touristisch frequentierten sog. Fischerbastei...

In diesem Bau versammeln und vereinen sich diverse Tanz-/Ballett-Gruppen der ungarischen Hauptstadt; doch auch Truppen oder Compagnien außerhalb von Budapest werden zu ganz bestimmten Themen-Festivals in es geladen.

Der Saal ist nicht sehr groß (s. Foto), und man sitzt dann schon beengt in ihm; aber die Sichten auf die Bühne sind vorzüglich, und die Atmosphäre dieses Hauses insgesamt, also auch über diesen schönen Saal hinaus, ist irgendwie schon nett.




Der Zuschauersaal des Budapester Tanztheaters Nemzeti Táncszínház


Wir sahen uns - frei aus dem Repertoire gegriffen - eine Produktion des Magyar Fesztivál Balett an: Das Stück hieß RÓMEO ÉS JÚLIA JERUZSÁLEM (zu deutsch: ROMEO UND JULIA IN JERUSALEM), und die Macher hatten also die Idee, das Shakespear'schste unter den Liebespaaren in der Stadt Jerusalem, also inmitten einer "Pufferzone" zwischen seinem sich in Feindschaft gegenüberstehenden Familien (und in diesem "aktualisierten" Fall als Israelis und Palästinenser) agieren zu lassen. Und so wurde Romeo (Gabor Nyári) zu einem israelischen Soldaten und Julia (Szonja Stetina) zu einer Tochter aus vielgeschwisterlichem palästinensischem Haus umfunktioniert...

Das funktionierte dann auch in der Übertragung (der Gefühle) ziemlich eindeutig und gut.

Gergö Hegyesi als Tybalt und Gábor Ánosi als Mercutio machten eine imposante maskulinische Figur; sie kamen dann auch, wechselseitig, nach ihren Ermordungen als Traumgestalten (in den Liebestodesfantasien Romeos) noch einmal gottlob auf die Bühne.

Schön und sehenswert dann auch das Pas de deux des alten Rabbi (György Krámmer) mit dem (toten) Romeo.

Musikalisch balancierte das vom Band Gehörte zwischen Orientalischem und Jüdischem; und László Székely spielte die Violine.




RÓMEO ÉS JÚLIA JERUZSÁLEM - Fotó: Kanyó Béla


Andre Sokolowski - 3. März 2011
ID 00000005082
RÓMEO ÉS JÚLIA JERUZSÁLEM (Nationales Tanztheater Budapest, 27.02.2011)
Inszenierung: Jávori Ferenc „Fegya”, valamint arab zenei montázs
Choreographie: Markó Iván
Ausstattung: Velich Rita
Besetzung::
Rómeó ... Nyári Gábor
Júlia ... Stetina Szonja
Tybalt ... Hegyesi Gergő
Mercutio ... Ánosi Gábor
Paris ... Kiss Krisztián
Júlia anyja ... Csizmadia Katalin
Júlia apja ... Csöppüs Márton
Rabbi ... Krámmer György
Székely László (Violine)
Mitglieder des Magyar Fesztivál Balett táncművészei

Nemzeti Táncszínház
1014 Budapest
Színház u. 1-3


Weitere Infos siehe auch: http://tancszinhaz.hu


www.andre-sokolowski.de



 
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