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Feuilleton


18. November 2011, Premiere beim Staatsballett Berlin

PEER GYNT

Ballett von Heinz Spoerli


Vladimir Malakhov als PEER GYNT beim Staatsballett Berlin - Foto © Enrico Nawrath


Vladimir Malakhov will mit dem Tanzen aufhören

Jetzt hat er aber nochmal eine richtig schöne Hauptrolle für sich und seine elitäre Truppe (Staatsballett Berlin) hervorgesucht und einstudieren lassen: den PEER GYNT.

Das ist zugleich ein optisch-üppiges und vom Gesamtaufwand her schon als stattlich zu bezeichnendes Hervorkommnis - obgleich doch "nur" die Übernahme von Heinz Spoerlis (2001 in Zürich welturaufgeführtem) gleichnamigem Handlungsballett nach Ibsen mit Musiken von Grieg/Dean/Turnage; Idee, Konzept, Choreographie stammten also vom mittlerweile 71jährigen. Ja und die Breitwandbühne der Deutschen Oper in der Bismarckstraße schien genau für dieses Großereignis wie "gemaßschneidert". Neben der Company wirkten dann auch Gesangssolisten und ein Extrachor sowie das Orchester der Deutschen Oper Berlin (Dirigent: Robert Reimer) mit. Es wurde also regelrecht geklotzt und nicht gekleckert.



Foto (C) Bettina Stöß

Foto (C) Bettina Stöß

Foto (C) Bettina Stöß



Vladimir Malakhov hat in dem Stück - das fällt schon auf - nicht (mehr) so viel, ja und vor allem nicht (mehr) so viel Sprunggewaltiges zu tun; das lässt er mittlerweile Andere aus dem Ensemble machen - beispielsweise den vom Publikum als eindeutigen Liebling des Abends gekürten Dinu Tamazlacaru, der den quireligen Bergkönig tanzte. Überhaupt waren die Bergtroll-Szenen mit das Aufsehenerregenste an diesem wunderschönen Abend...

Rührend einprägsam auch Ases Tod; die Mutter von Peer Gynt verkörperte Charlotte Butler. / Solveig (Nadja Saidakova) wollte/sollte dann - am Stückende - besagte Mutterrolle "nahtlos" übernehmen; auch so eine zu Herzen gehende Szene, wie sie Peer, nach dessen langjähriger Heimkehr, quasi mit sich selbst zuwiegte.

Leonard Jakovina stellte Peers größten Lebendfeind, den Tod, dar. / Polina Semionova war, kurz nur, die Anitra. // Schauspieler Sebastian Hülk spielte und sprach, in Auszügen, paar Ibsen-Texte aus Peer Gynt; das machte er mit einer sondergleichen hohen Sprechkultur. /// Beatrice Knop (Bergkönigs Tochter), Wieslaw Dudek (Dr. Begriffenfeldt), Nicola Del Freo (Knopfgießer) ergänzten die solistische Besetzungsliste.

Das Staatsballett Berlin zeigte sich in der allerbesten Form.

Großer, anhaltender Jubel.


Andre Sokolowski - 19. November 2011
ID 5486
PEER GYNT (Deutsche Oper Berlin, 18.11.2011)
Ballett von Heinz Spoerli

Choreographie und Inszenierung: Heinz Spoerli
Kostüme & Bühne: Florian Etti
Licht: Martin Gebhardt
Musikalische Leitung: Robert Reimer
Assistent des Choreographen: Jean-François Boisnon
Es tanzen:
Peer Gynt ... Vladimir Malakhov
Peer Gynt (Sprecher) ... Sebastian Hülk
Solveig ... Nadja Saidakova
Bergkönig ... Dinu Tamazlacaru
Bergkönigs Tochter ... Beatrice Knop
Anitra ... Polina Semionova
Der Tod ... Leonard Jakovina
Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Es singen:
Solveig (Gesangssolistin) ... Martina Welschenbach
Peer Gynt (Gesangssolist) ... Alexey Bogdanchikov
Säterinnen (Gesangssolistinnen) ... Kathryn Lewek, Rachel Hauge und Fionnuala McCarthy
Es spielt das Orchester der Deutschen Oper Berlin
Es singt der Extrachor der Deutschen Oper Berlin
Eine Produktion des Staatsballetts Berlin
Premiere war am 18. November 2011
Weitere Termine: 20., 25., 28., 29. 11. und 2. 12. 2011


Weitere Infos siehe auch: http://www.staatsballett-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de



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