Deutsche Staatsoper Berlin, 27. November 2005
Die Meistersinger von Nürnberg
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Foto (c) Monika Rittershaus
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| Um die Adventszeit hält der Hausherr - noch bevor er dann von Januar bis März Dienst in den USA verrichtet (seine Zweitbeschäftigung ist die des Leiters vom Chicago Symphony Orchestra) höchstpersönlichen Berliner Hof. Er richtet es sich meist dann so ein, dass es bis zum Jahresschluss eine Premiere (mit ihm) gibt, und außerdem ein zugkräftiges Repertoirestück (auch mit ihm) auf dem Programm steht; selbstverständlich dirigiert er außerdem zwei drei Konzerte inklusive Neunter Sinfonie Silvester/Neujahr: Daniel Barenboim!
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| In diesem Jahr nun hat er sich DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG in das Zentrum seiner Vorweihnacht gerückt. Fünf Aufführungen gab und gibt es. Und die ungefährlich putzige, um nicht zu sagen frohgemütlich anheimelnde Inszenierung Harry Kupfers (1998!) könnte, so gesehen, auch die nächsten hundert Jahre noch den mischwarenen Spielplan der Berliner Staatsoper beschweren; wer schon außer Neuenfels oder Konwitschny (Stuttgart, Hamburg) steuerte in letzter Zeit erfrischendere Ein- und Ansichten zu diesem doch sehr merkwürdigen Zünfte- und Gewerkestück von Richard Wagner bei?
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Altväterlich daher und fast denn schon verbraucht die drei Protagonisten dieser sich so weltstädtischer Weise lesenden Besetzungsliste: Heppner (Stolzing), Rydl (Pogner), Holl (Hans Sachs) - CD-Stars allesamt; doch mehr als sängerische Angestrengtheit oder Asynchronität mit dem sie tragen wollenden Orchester war den teuren Herren kaumhin zu entlocken. Allenthalben die betörend sich artikulierende und gleichheitlich bezaubernd aussehende Anna Samuil (als Evchen) respektive Stephan Rügamer und Hanno Müller-Brachmann (David und Fritz Kothner) ließen zukunftsfroh erahnen, dass es an noch jungen, unverschlissenen Persönlichkeiten im Ensemble dieses Hauses sicher keinen Mangel gibt. Am Rande des Erwähnbaren: Andreas Schmidt besticht, wie schon seit ewig, in der Rolle Sixtus Beckmessers; sie war und bleibt die seine. Chor und Staatskapelle gaben sich sehr spielgelaunt und souverän; die letztere vielleicht etwas nuancenarm und ziemlich deftig.
Sehr euphorisch anhaltendes Klatsche-Klatsche einer über alle Zweifelei erhabnen Fangemeinde.
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Andre Sokolowski - red / 28. November 2005 ID 00000002154
Weitere Infos siehe auch: http://www.staatsoper-berlin.de
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