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Feuilleton


Kinderoper Köln – ab dem 28.10.2009

Die Feuerrote Friederike

Oper für Kinder in einem Akt nach der gleichnamigen Erzählung von Christine Nöstlinger




„Die Feuerrote Friederike“ eröffnet die neue Spielstätte der Kinderoper.

Friederike ist ein nettes, etwas pummeliges Mädchen, das bei Ihrer Tante wohnt. Das ungewöhnliche an ihr: Sie hat feuerrote Haare.
Ihre Schulkameraden sehen das als Anlass sie zu hänseln und zu ärgern. Ihre einzigen Freunde sind ihre Katze, der Postbote und seine Frau.

Nach und nach erfährt Friederike, dass Ihre Haare etwas ganz besonders sind. Sie können wie Feuer glühen und den Kindern in der Klasse eine Lektion erteilen. Friederike entdeckt sogar einen Brief von ihrem Vater: Sie könne zu ihm kommen, wenn sie sich unglücklich fühlt. Er lebt in einem Land in dem die Menschen immer glücklich sind. Aber erreichen kann sie dieses Land nur fliegend...


Die Feuerrote Friederike || Foto: Matthias Baus


Kindersehnsüchte werden erfüllt: Eine sprechende, singende, tanzende Katze; der Traum vom Fliegen und Menschen verletzen. Menschen verletzen? Ja, Friederike wendet ihre magische Kraft gegen ihre Mitschüler an und verbrennt ihre Finger. Dies ist die einzige Möglichkeit die sie sieht, um den Hänseleien ihrer Mitschüler ein Ende zu setzen.
Das Stück thematisiert das „Ausgegrenzt-Werden“, das jedes Kind vielleicht schon einmal auf dem Spielplatz oder in der Schule erfahren hat. „Anders-zu-sein“ fühlt sich manchmal nicht schön an, wie Friederike am eigenen Leib erfährt. Aber liegt die Lösung im „weh tun“ der anderen Kinder? Oder gar darin sich in eine bessere Welt zu flüchten? Haben wir nicht noch andere Optionen zur Verfügung? Aufklärung oder Integration vielleicht?

Das Stück animiert Kinder dazu, sich mit dem Fremden zu beschäftigen. Die pädagogische Wirkung rückt aber in die Ferne.
Das Ensemble macht seine Arbeit mittelmäßig.
Die Hauptdarstellerin (Regina Richter) besticht nur durch ihre roten Haare, ist stimmlich und darstellerisch aber nicht so stark wie Ihre Kollegen. Das Orchestra übertönt sie oft und es fällt ihr schwer, die Gefühlsvielfalt ihrer Figur überzeugend zu spielen.

Positiv fällt Csilla Csövári auf, die gleich drei Nebenrollen spielt. Sie hat eine starke Bühnenpräsenz und eine ebenso starke Sopranstimme. Werner Sindemann (Der Postbote) wirkt anfangs etwas unsicher, überzeugt die Zuschauer aber mit Charme, Charakter und einer festen Stimme, die mit Leichtigkeit das Orchester und seine Kollegen an die Wand singt.
Fazit:

Bühne(n) und Kostüme sind kindergerecht kunterbunt.
Das Publikum hat auch mal die Gelegenheit zu Wort zu kommen, und ein Kichern von sich zugeben.

Erwachsene mit zuviel Anspruch sollten das Stück eher meiden.
Schulklassen sollten nur hingehen, wenn im Unterricht das Thema Toleranz als Gegenbeispiel gelehrt wird.
Kinder die schon immer eine Katze sprechen und eine alte Frau fliegen sehen wollten, sollten ihre Eltern dazu animieren ihnen Tickets zu besorgen. Leider werden sie zwar nicht mit einer eingängigen Melodie im Ohr nach Hause gehen, aber trotzdem kurzweilig ihren Spaß haben.


Denise Cassim - November 2009
ID 00000004470
Die feuerrote Friederike
von Elisabeth Naske (1963)

Libretto von Theresita Colloredo
Oper für Kinder in einem Akt nach der gleichnamigen Erzählung von Christine Nöstlinger

Empfohlen für Kinder ab 6 Jahren

Aufführungsdauer: 75 Minuten

Kinderopern-Eröffnung und Premiere: 29.Oktober 2009

Termine:
Oktober 2009
29. | 31.
November 2009
04. | 06. | 07. | 16. | 17. | 23. | 24. | 26. | 28.
Dezember 2009
01. | 04. | 17. | 19. | 21. | 23. | 28. | 29.
Januar 2010
02.

Weitere Infos siehe auch: http://www.kinderoper.info





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