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Bayreuther Festspiele 2016

Katharina-

Wagner-

Sachen


Ihre TRISTAN-Regie /
ihre BAYREUTHER KINDEROPER


Petra Lang als überragende (neue) Protagonistin in der Wiederaufnahme von Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen 2016 | Foto (C) Enrico Nawrath


Tristan und Isolde

Als der Tristan letztes Jahr die Bayreuther Festspiele 2015 eröffnete, fand er vor allem statt, weil Evelyn Herlitzius (die für die geplant gewes'ne Anja Kampe einsprang) die Premiere rettete. Dass sich die kurzfristige Umbesetzung als nicht ideal erwies, konnte man noch in diesem Jahr in vielerlei Gesprächen mit Kollegen nachbestätigend vernehmen. Jetzt - in dieser neuen, laufenden Saison - ist Petra Lang in Wagners Tristan und Isolde als Isolde angesagt: Ihr ungewöhnlicher und unverwechselbar-erkennbarer Sirenen-Sound, der insbesondere die Mittel- und die Tieflagen sehr sättigend und wohlig warm gelingen lässt, ist ein Ereignis, welchem beigewohnt zu haben allerfreudigst stimmt. Es braucht ein bisschen, bis man sich mit ihrer Stimme angefreundet hat. Doch wenn es dann (sehr rasch) geschieht, fällt auf, dass all ihr Eckiges und Kantiges schier ideal zur Hochkomplexheit dieser Rolle passen. Zweite "Neuerung" sowie Entdeckung der von uns besuchten Aufführung: Die junge Claudia Mahnke [Fricka und Waltraute in dem Castorf-Ring] sprang als Brangäne ein - ihr Glitzer-Mezzo klingt, v.a. in den Höhen, leuchtend wie die aufgehende Sonne. Diese frischquellende und fast reine Strahlkraft paarte sich in kongenialer Weise mit dem scheinbar etwas "knorrigen" Gesang der Anderen...

Die Inszenierung Katharina Wagners krankt an der sie fremdbestimmt habenden Ausstattung durch Schlößmann/Lippert. Insbesondere die Sache mit den vielen Dreiecken, in denen zig Isolde-Kurz-Performances vonstatten gehen, wirft die Frage auf: Wer wollte sich da (mit den Dreiecken) zuallererst hervortun; wir vermuten frei heraus, die Regisseurin sicher nicht. Nichts desto Trotz sind sie (die Dreiecke) es letzten Endes, die das nervtötende Fass zum Überlaufen brachten - Wagner wurde, und wahrscheinlich nicht nur hierfür, aufs Erbarmungsloseste, nachdem sie sich zum Schlussapplaus kurz zeigte, nieder- und zurechtgebuht. So etwas wünschten wir ihr freilich nicht nochmal.

Bewertung:    



Bayreuther Kinderoper

Seit 2009 wird jedes Jahr ein Wagner'sches Musikdrama in kindlich ansprechender Art und Weise in der Probebühne IV zum Besten gegeben. Das ist ein ganz herzensangelegenheitliches Projekt von Katharina Wagner - von ihr erfunden und kreiert, als noch ihr Vater lebte und sie längst noch nicht die Festspielleiterin, die sie ja mittlerweile in alleiniger Ausübung ist, gewesen war.

In diesem Sommer startete der zweite Zyklus, der wahrscheinlich wieder in den nächsten sieben Jahren alle Wagner-Opern (einschließlich des Rings, der hier als "Einzelwerk" Behandlung findet) nach und nach zur jeweils etwa einstündigen Aufführung bestimmt, mit Der fliegende Holländer:

Die zuschauenden als wie zuhörenden Knirpse ließen sich da von Kay Stiefermann, der diesem finstren Typen gottlob seinen eigentlichen Urschrecken oder sein Urgrauen zu nehmen wusste, auf das Allerherzigste gefangen nehmen; es war wie als wenn der große Bruder (eines dieser anwesenden Knirpse) "seinen" Holländer vor den Geschwistern spielte. Sehr sympatisch! Überdies fanden wir, dass Christiane Kohl womöglich ihre Senta auf den Sprung hin und sofort paar Meter weiter auf der Festspielbühne abzuleisten vollauf und zurecht befähigt wäre...

Bewertung:    



Kay Stiefermann als Der fliegende Holländer - für Kinder | Foto (C) Bayreuther Festspiele/Jörg Schulze

Andre Sokolowski - 2. August 2016
ID 9459
TRISTAN UND ISOLDE (Festspielhaus, 01.08.2016)
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Regie: Katharina Wagner
Bühne: Frank Philipp Schlößmann und Matthias Lippert
Kostüm: Thomas Kaiser
Dramaturgie: Daniel Weber
Licht: Reinhard Traub
Chorleitung: Eberhard Friedrich
Besetzung:
Stephen Gould (Tristan), Georg Zeppenfeld (Marke), Petra Lang (Isolde), Iain Paterson (Kurwenal), Raimund Nolte (Melot), Claudia Mahnke (Brangäne), Tansel Akzeybek (Ein Hirt, Junger Seemann) und Kay Stiefermann (Ein Steuermann)
Herren des Festspielchors
Festspielorchester
Premiere bei den Bayreuther Festspielen war am 25. Juli 2015
Weitere Termine: 5., 9., 13., 17. + 22. 8. 2016

WAGNER FÜR KINDER: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Probebühne IV, 02.08.2016)
Musikalische Leitung: Boris Schäfer
Regie: Julia Huebner
Bühnenbild: Esther Dandani
Lichtdesign: Peter Younes
Videoschnitt & Comic-Bearbeitung: Dan Olteanu
Kamera: Marco Kies
Besetzung:
Kay Stiefermann (Der Holländer), Christiane Kohl (Senta), Charles Kim (Erik), Eva Maria Summerer (Mary), Jukka Rasilainen (Daland) und David Ameln (Der Steuermann)
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt (Oder)
Premiere war am 25. Juli 2016
Weitere Termine: 4. + 5. 8. 2016


Weitere Infos siehe auch: http://www.bayreuther-festspiele.de


http://www.andre-sokolowski.de

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