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Kurzkritik

Hi Cecilia!

Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden


Cecilia Bartoli | (C) Uli Weber/Decca

Bewertung:    



Auf der offiziellen Website von Cecilia Bartoli prangt nach wie vor das schöne Weißfuchsfoto mit ihr, was zugleich auch als ihr Plattencover jenes hörenswerten Albums mit Barockarien im Umfeld von St. Petersburg (dessen 2014er Promotion-Tour wir seinerzeit auch in Berlin partizipieren konnten) diente. Bartoli hatte, bevor sie sich dann immer konzentrierter ihren der historischen Aufführungspraxis geschuldeten Erkundungen von Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert widmete, nicht unoft an der Staatsoper Berlin gastiert; zu einem ihrer schönsten Highlights kann in dem Zusammenhang gewiss ihre Elvira in der schönen alten Langhoff-Inszenierung zählen. Also Mozart mochte sie schon immer.

Jetzt hatte sich Bartoli - in Unterbrechung ihrer aktuellen Großtour unterm Titel Händel Heroines - zu dem (wie wir vermuten) vorerst letzten "Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden" (die ja nun im nächsten Herbst, wenn alles weiterhin nach Plan läuft, endlich wieder öffnet) einbestellen lassen, um drei Mozart-Arien und ein kurzes Haydn-Melodram zu singen; Daniel Barenboim begleitete sie (bei dem Haydn) am Klavier, ja und die Staatskapelle Berlin sorgte dann für den orchestralen Backround zu KV 505 (auch mit etwas Klavier) und den zwei Sesto-Arien aus La clemenza di Tito:

Insbesondere wegen der beiden ersten Darbietungen (Haydn und KV 505) lohnte es sich zu kommen und zu bleiben!! Bartoli vermag es nach wie vor, diese für sie spezifisch-unverwechselbaren Spannungsbögen zwischen Einkehr/Ausbruch zu vermitteln. Das ist nicht nur hörenswert, sondern auch was fürs Auge. Dass sie stimmtechnisch perfekt war, ist (und hoffentlich noch lange bleibt), korrespondiert aufs Dankbarste mit ihrem sendungsintensiven Selbstbewusstsein. Sie wirkt schlicht und einfach: glaubwürdig. Nie hat man je bei ihr den Eindruck, dass die Art zu singen etwa manieristisch wäre, und obgleich bei der von ihr dann eigentlich bevorzugten Literatur wohl jede Tür und jedes Tor für derartige Überspitzungen weithin geöffnet sind - aber auch Haydn oder Mozart, wie wir uns jetzt wieder überzeugen konnten, bergen solcherlei "Gefahren" und "Verführungen". Doch Bartoli hält immer Maß; kurzum: Sie kann es halt! Ja und sie nimmt ihr Publikum durch ihre allumarmenden Entwaffnungen ganz einfach mit in ihr per Herzenssonne dauerreflektiertes Weltenreich!!

Nach ihren beiden Sesto-Arien aus dem Titus (mit dem sensationellen Klarinetten-Solo von Matthias Glander!) - und wofür sie flugs in einen schwarzen Hosenanzug und ein weißes Rüschenhemd gestiegen war [s. Foto unten] - gab es für die Fans kein Halten mehr. Sie tobten vor Begeisterung.




Cecilia Bartoli nach ihrem Auftritt mit der Staatskapelle Berlin am 30. Oktober 2016 | Foto (C) Thomas Bartila


Ja, höchste Zeit, dass wir die Bartoli dann endlich auch mal wieder auf Berliner Bühnen live erleben, also "nicht nur" konzertant.

Andre Sokolowski - 31. Oktober 2016
ID 9652
BENEFIZKONZERT ZUGUNSTEN DER SANIERUNG DER STAATSOPER UNTER DEN LINDEN (Philharmonie Berlin, 30.10.2016)
Haydn: Arianna a Naxos für Mezzosopran und Klavier Hob. XXVIb:2
Mozart: »Ch’io mi scordi di te«, Konzertarie für Mezzosopran, Klavier und Orchester KV 505
- »Deh per questo istante solo« | »Parto, ma tu ben mio«, zwei Arien des Sesto aus La clemenza di Tito KV 621
- Klavierkonzert A-Dur KV 488
Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Staatskapelle Berlin
Dirigent und Klavier: Daniel Barenboim


Weitere Infos siehe auch: http://www.staatsoper-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de

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