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Konzertkritik

BERG FEST


Das sinfonische Werk (1)


Bildquelle: Staatsoper im Schiller Theater | www.facebook.com/staatskapelle

Bewertung:    



Daniel Barenboim - einer der universellsten Kenner und Könner der Musik von Alban Berg (1885-1935) - wollte in dieser Spielzeit einen zyklischen Gesamt-Berg in Berlin, also Berg pur - wo, wenn nicht hier; die Lindenoper hob im Jahre 1925 immerhin den Wozzeck aus der Taufe, und nicht weniger als fünf nachfolgende Neuproduktionen (unter ihnen zwei verschiedene mit Barenboim am Pult) schlossen sich dieser Uraufführung bis zur Gegenwart kontinuierlich an - - die Staatskapelle Berlin kann sowieso in dem Zusammenhang, und ohne jede Frage, als das außerhalb von Wien authentischste und emsigste Orchester gelten, was dann also "ihren" Berg allseits-allzeitig sozusagen drauf hat.

Den bis dato letzten Wozzeck gab es vor drei Jahren - ein Jahr später eine neue Lulu, beides von Andrea Breth grau-gräulich inszeniert; die jeweiligen "Vorgänger" waren da wohl, vom Szenischen gesehen, etwas licht- und farbenfreundlicher und auch erhellender in ihrer Interpretation (Chéreau mit Wozzeck [1994], Mussbach mit Lulu [1997]).

Außer den besagten Breth-Regien, die dann jeweils 2mal liefen oder laufen, gibt es noch zwei Sonderkonzerte dieses singulären BERG FESTs mit dem Anspruch, das sinfonische Gesamtwerk Alban Bergs, also in Gänze und en bloque, zu präsentieren...

* *

Heute Nachmittag - im ersten der Konzerte - gab's Der Wein (Konzertarie für Sopran und Orchester), Sieben frühe Lieder (in der Fassung für Singstimme und Orchester), Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg op. 4 sowie die Drei Orchesterstücke op. 6:

Anna Prohaska ließ uns da (beim Wein sowie den Altenberg-Liedern) an ein paar sehr, sehr hörenswerten Kostproben ihrer phänomenalen Stimm- und Ausdrucksbandbreite Teil haben. Dass es außerdem auch ein rein optischer Genuss war, sie "gesamtkunstwerkhaft" wahrzunehmen, kam der willigliche(re)n Musikauffassung und -verarbeitung der teils doch etwas kompliziert erscheinenden Berg-Werke auf der rezipiererischen Seite stark zugute.

Nicht minder klanglich als wie optisch reizvoll der dazwischen liegende Star-Auftritt Thomas Hampsons, der - wie mittels seiner hochvorzüglich dargebrachten Sieben frühen Lieder hörend und auch sehend nachvollzogen werden konnte - immer noch die liedgesanglich-elitäre Klasse hat, mit der er schon jahrzehntelang die Leute auf dem ganzen Globus vor Begeisterungen außer Rand und Band geraten lässt.

In den dieses Konzert beendet habenden Drei Orchesterstücken konnte nun die Staatskapelle voll aus sich heraus trumpfen - dieses von seiner Dauer her relativ kurze Stück hat's richtig in sich; manches klingt wie volltönender Mahler, die Besetzung dementsprechend. Außerdem: Dreimal musste einer der Staatskapellen-Schlagzeuger einen so derart überdimensionalen Riesenhammer auf ein Riesenholzbrett runterkrachen lassen, dass man schon dann etwas eingeschüchtert war... Nein, so etwas von Hammer hatte ich noch niemals je (nicht mal bei Mahlers Sechster, wo's ja auch am Schluss so was mit Hammer gibt) gesehen.

Wahrlich imposant.




Andre Sokolowski - 9. März 2015
ID 8488
ALBAN BERG-ZYKLUS I (Philharmonie Berlin, 08.03.2015)
Alban Berg: Der Wein, Konzertarie für Sopran und Orchester
- Sieben frühe Lieder
- Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg op. 4
- Drei Orchesterstücke op. 6
Anna Prohaska, Sopran
Thomas Hampson, Bariton
Staatskapelle Berlin
Dirigent: Daniel Barenboim

Weitere Infos siehe auch: http://www.staatskapelle-berlin.de


Post an Andre Sokolowski

http://www.andre-sokolowski.de



 

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