Filme, Kino & TV
Kunst, Fotografie & Neue Medien
Literatur
Musik
Theater
 
Redaktion, Impressum, Kontakt
Spenden, Spendenaufruf
Mediadaten, Werbung
 
Kulturtermine
 

Bitte spenden Sie!

Unsere Anthologie:
nachDRUCK # 5

KULTURA-EXTRA durchsuchen...



Kurzmeldungen

Die Berliner Philharmoniker wenden sich gegen die drohende Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO)


Die aufgrund mangelnder finanzieller Mittel drohende Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO) zum 1. September 2016 seitens der EU ist - gerade vor dem Hintergrund zunehmender nationaler, europafeindlicher Tendenzen - ein in seiner Symbolik wohl kaum zu übertreffender kulturpolitischer GAU und ein großes Armutszeugnis.

Daher fordern wir die verantwortlichen Politiker und Repräsentanten der Europäischen Union auf, alles zu unternehmen, um ein Weiterleben dieser künstlerisch und politisch unersetzlichen Institution sicherzustellen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1976 gehört das EUYO zu den prestigeträchtigsten Orchestern weltweit und vereint die größten Nachwuchstalente aller 28 EU-Mitgliedsstaaten zu einem einzigartigen Klangkörper. In den 40 Jahren seines Bestehens haben mehr als 3000 junge Musiker aus allen EU-Mitgliedsstaaten im EUYO musiziert.

Durch die Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Dirigenten und Solisten, darunter unsere ehemaligen Chefdirigenten Claudio Abbado und Herbert von Karajan, hat sich das Orchester im Laufe der Jahre eine herausragende Reputation hinsichtlich der musikalischen Ausbildung erworben und ist ein einzigartiges Nachwuchsreservoir aller international führenden Orchester. So sind allein in unserem Orchester neun Kolleginnen und Kollegen ehemalige Mitglieder des EUYO.

Dieser beeindruckende musikpädagogische Aspekt wird durch die Symbolik der einzigen EU-eigenen Kulturinstitution noch überragt: Hier wird die Idee eines friedlichen und vereinten Europas gelebt und für die Öffentlichkeit erfahrbar gemacht.

Die Arbeit in diesem Kollektiv aus 140 Mitgliedern veranschaulicht auf ideale Weise, wie trotz verschiedener Nationalität und Sprache differierende Standpunkte geäußert, wahrgenommen und zielführend vereint werden können.


E-mail: pressestelle@berliner-philharmoniker.de
Website: http://www.berliner-philharmoniker.de

Berliner Philharmoniker - PM v. 24.05.2016
2560

fff - Fast Forward Festival (des Teatro dell´Opera di Roma - vom 27. Mai bis 9. Juni 2016)


Schon die Saisoneröffnung 2015/2016 mit Hans-Werner Henzes Bassariden kündigte eine Änderung der römischen Opern-Programmplanung an und es weht ein anderer, frischer Wind.

Am 27. Mai ist es soweit und das Internationale Festival für Theater und Zeitgenössische Musik an der Oper Rom: fff – Fast Forward Festival wird aus der Wiege gehoben.

Kurator Giorgio Battistelli, Römer und seines Zeichens künstlerischer Leiter an der Oper Rom sowie erfolgreicher italienischer Avantgarde-Komponist, hat ein Zehn-Tages-Programm zusammengestellt, das sich wirklich sehen lassen kann.

Vier Musiktheaterwerke, fünf Instrumental-Theaterstücke und ein Ballett werden an unterschiedlichen Orten u.a. an der Oper Rom selber, im Teatro Argentina, im Auditorium Parco della Musica oder in der Villa Medici aufgeführt. Der Intendant der Oper Rom will damit sein Haus und die ewige Stadt mit neuen Ideen und mehr Aufgeschlossenheit in den internationalen zeitgenössischen Musik-Mittelpunkt rücken und Rom in eine Reihe mit anderen europäischen Kulturzentren wie Berlin, Paris, Barcelona oder Wien stellen. Und wer könnte das besser als der künstlerischer Leiter der Oper, Giorgio Battistelli (*1953). "Oper und Musiktheater sind Begriffe und Definitionen, die sich durch die Erfahrung der unterschiedlichen Möglichkeiten des Musiktheaters in unserer Zeit aufgelöst haben", sagt er über sein neues Festival-Projekt...


E-mail: christa.blenk@kultura-extra.de
Website: http://www.operaroma.it/news/fff-fast-forward-festival-festival-internazionale-di-teatro-musicale-contemporaneo-prima-edizione/

Christa Blenk - Veranstaltungshinweis v. 01.04.2016
2555

Die Carl Bechstein Stiftung beflügelt das Klavierspiel


In Berlins Schulen wird verstärkt Klavier gespielt. Denn die Carl Bechstein Stiftung hat im letzten Jahr allein 40 Klaviere in Schulen der Hauptstadt gestellt – und in diesen Tagen werden weitere ausgeliefert. Die Förderung des Klavierspiels ist Zweck der noch jungen Stiftung, die ihr Schulprojekt gerade auf ganz Deutschland ausweitet.

Wer bis vor kurzem Berliner Grundschulen besuchte und sich die dortigen Klaviere ansah, dem kamen schnell die Tränen: abgespielte, noch aus DDR-Zeiten im Osten, nicht weniger verstimmte Vorkriegsinstrumente im Westen der Stadt – Misstöne hier wie dort. Und Musiklehrer und Schulleiter stimmten zumeist einhellig das Klagelied an, dass ein neues Klavier für die Schule unerschwinglich sei.

In 40 Berliner Schulen werden mittlerweile harmonischere Töne angeschlagen: „Das durch die Carl Bechstein Stiftung zur Verfügung gestellte Klavier nutzen wir täglich mehrere Stunden im Klavierunterricht. Die Kinder waren und sind begeistert von diesem schönen neuen Instrument. Kollegen und Eltern fanden es mindestens genauso toll wie die Kinder“, berichtet beispielsweise die Musiklehrerin der Christoph-Földerich-Grundschule. Und ihre Kollegin aus der Adolf-Glaßbrenner-Schule erklärt: „Das Klavier stellt eine große Bereicherung für die Schüler dar, da sie auf einem hochwertigen Instrument spielen und üben können oder begleitet werden. Kurz: Wir möchten es nicht mehr missen!“ Auch Schüler und Lehrer der anderen 38 Schulen zeigen sich begeistert. In einigen Grundschulen konnte der Klavierunterricht ausgebaut werden, in anderen wurde er in Kooperation mit öffentlichen oder privaten Musikschulen neu begonnen. Ein Erfolgsmodell, das die Carl Bechstein Stiftung behutsam auch auf andere Städte ausweitet: Nach Potsdam und Hamm sind schon Klaviere geliefert worden, nun stehen auch Transporte nach Frankfurt, Nürnberg und Bautzen an.

Die Förderung des Klavierspiels ist Zweck der Carl Bechstein Stiftung. „Dabei ist uns die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen ein besonders wichtiges Anliegen“, sagt Karl Schulze, Stifter und Vorsitzender des Vorstands der Stiftung. „Möglichst vielen Kinder – auch aus sozialen Brennpunkten – wollen wir eine Möglichkeit eröffnen, das Klavierspielen zu erlernen“, ergänzt Berenice Küpper, Stifterin und selbst Pianistin: „Ein kreatives Hobby wie Klavierspielen ist eine Welt, in die man sich zurückziehen kann. Wenn man gelernt hat, in die Welt der Musik einzutauchen, erfährt man das Fließen von Energien, die unsere positiven Emotionen stärken. Dadurch können auch Kinder und Jugendliche neue Kräfte mobilisieren. Solch eine Welt bringt tiefe Befriedigung.“

Die Stiftung trägt den Namen des berühmten Klavierbauers Carl Bechstein, der sich nicht nur als Förderer von Komponisten und Pianisten zu seiner Zeit gesellschaftlich stark engagierte. Zu den Stiftern zählen die C. Bechstein Pianofortefabrik AG und die Kuthe GmbH – vertreten im Vorstand der Stiftung durch deren Geschäftsführer Stefan Freymuth. Die Kuthe GmbH ist wiederum Hauptaktionär der C. Bechstein Pianoforte-fabrik AG.

Die neue Stiftung hat ihren Sitz in Berlin. Sie will jedoch deutschlandweit, später auch international, tätig werden. Breiten- und Spitzenförderung ergänzen sich im Programm. So verleiht die Stiftung unter dem Stichpunkt „Begabtenförderung“ Preise und Stipendien bei verschiedenen Wettbewerben (bis hin zum Deutschen Musikwettbewerb).

Schwerpunkt der Begabtenförderung ist eine Kooperation mit dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. So vergab die Carl Bechstein Stiftung beim 51. Bundeswettbewerb 2014 jüngst in der Kategorie „Klavier solo“ vier Stipendien an die besten jungen Pianistinnen und Pianisten der Altersgruppe III: 130 Teilnehmer verzeichnete allein diese Wertung beim Bundeswettbewerb. Unter den zahlreichen Preisträgern wählte die Carl Bechstein Stiftung jene vier jungen Pianisten aus, die einstimmig von allen Juroren („und ohne jegliche Diskussion“, so der Jury-Vorsitzende) einen Ersten Preis mit der Höchstpunktzahl von 25. Punkten zugesprochen bekommen hatten. Yumeka Nakagawa (*2001) aus Meerbusch, Marie-Sophie Hauzel (*2000) aus München, Jens Scheuerbrandt (*2000) aus Breitnau und Ron Maxim Huang (*2001) aus Berlin heißen die Stipendiaten, die alle bereits an einer Musikhochschule unterrichtet werden.

Das gemeinsame Musizieren will der erste Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche fördern, der in Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Britz vom 14. bis 16. November 2014 in Berlin-Neukölln stattfinden wird. Er ist ausgeschrieben für Klavierduos. Attraktive Preise und eine höchst kompetente Jury führen dazu, dass schon jetzt zahlreiche Anmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet vorliegen.

Neben diesen drei großen, langfristig angelegten Projekten stehen kleinere Einzelmaßnahmen, mit denen die Carl Bechstein Stiftung in Notfällen hilft: Ein Musikgymnasium in Bayern und eine Musikschule in Sachsen erhielten beispielsweise in 2013 zwei Klaviere beziehungsweise einen Flügel geschenkt, um die schlimmsten Schäden auszugleichen, die das Hochwasser in diesen Regionen hinterlassen hatte.

Fachkundig beraten werden die Stifter durch die Mitglieder des Kuratoriums, dessen Vorsitz Christian Höppner, Generalsekretär des deutschen Musikrates, übernommen hat. Stellvertretender Vorsitzender ist Wolfram Nieradzik, Mitglied der Geschäftsleitung der Funk Gruppe. Mit Theo Geißler engagiert sich der Herausgeber und Chefredakteur der nmz (neue musikzeitung) im Kuratorium, in das auch der Pianist und Klavierprofessor Lars Vogt seine vielfältigen Erfahrungen einbringt.

Wer die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann dies über Spenden oder Zustiftungen tun. Er kann sich darüber hinaus jedoch auch in den Carl Bechstein Freundeskreis einbringen. Der Freundeskreis ist kein eingetragener Verein, sondern eine offene Gruppe von Menschen, die gemeinsame Interessen haben und Werte teilen. „Auch in 100 Jahren sollen die Menschen noch die bedeutenden Werke etwa von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin oder Liszt auf dem Klavier spielen“, wünscht sich der Stiftungs-Vorstand Stefan Freymuth. Die Carl Bechstein Stiftung wird dazu ihren Beitrag leisten.


E-mail: willmes@carl-bechstein-stiftung.de
Website: http://www.carl-bechstein-stiftung.de

Gregor Willmes - PM v. 23.09.2014
2451

Baubeginn der Barenboim-Said Akademie


In Berlin entsteht eine neue, besondere Musikhochschule: Ab Herbst 2016 werden in der Barenboim Said-Akademie begabte junge Stipendiaten einen Studiengang beginnen. Der Ausbildungsgang sieht neben dem musikalischen Unterricht ein Studium Generale in Musik und Geistesgeschichte vor. Die pädagogische und musikalische Leitung der Akademie wird Daniel Barenboim übernehmen. Am (gestrigen) 6. Mai 2014 begann der Umbau des ehemaligen Magazingebäudes der Berliner Staatsoper an der Französischen Straße.

Die Idee der Akademie wurzelt im West-Eastern Divan Orchestra, das Daniel Barenboim zusammen mit dem amerikanisch-palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward W. Said 1999 in Weimar gegründet hat. Das Ensemble besteht je zur Hälfte aus jungen israelischen und arabischen Musikern, die mit dem gemeinsamen Musizieren ihr sehr persönliches Zeichen für ein friedliches Miteinander setzen. „Vielleicht kann man die Akademie als ungewöhnlichen Versuch verstehen, mit den Mitteln der Musik und des Denkens eine menschliche Entwicklung zu befördern, an deren Ende gegenseitiges Verständnis steht“, sagte der Akademiegründer Daniel Barenboim anlässlich des
Baubeginns in Berlin.

Die Errichtung der neuen Akademie ist ein Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenspiel öffentlicher und privater Finanzierung: Die Stadt Berlin hat der Akademie das Gebäude im Rahmen einer 99-jährigen Erbpacht überlassen; von den Baukosten in Höhe von 33,7 Millionen Euro kommen 20 Millionen Euro aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien. Die Restkosten haben private Spender aufgebracht. Dazu Staatsministerin Monika Grütters: „Die Barenboim-Said Akademie ist ein wegweisendes kulturelles Versöhnungsprojekt, das auch als Beitrag Deutschlands für den Friedensprozess im Nahen Osten verstanden werden darf. Die Studierenden der Akademie sind Botschafter einer deutschen und europäischen Musik-Kultur auch für die Zivilgesellschaften ihrer Herkunftsländer. Sollten auch nur einige von ihnen die Musik und die Erfahrung der gelebten Gemeinschaft aus Berlin und der Welt in ihrer Heimat weitergeben, so werden sie die Idee der Barenboim-Said Akademie an ihren Bestimmungsort bringen.“

In knapp zweijähriger Bauzeit verwandelt sich das denkmalgeschützte ehemalige Kulissenlager der Staatsoper Unter den Linden in eine gut ausgestattete Akademie mit 21 Proberäumen, einem großen Auditorium und einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Foyer mit Café. Gleichzeitig erhält Berlin einen neuen Konzertsaal der Spitzenklasse: Der US-amerikanische Architekt Frank Gehry hat den nach dem Komponisten Pierre Boulez benannten Saal für 620 Plätze pro bono entworfen. Die Raumakustik des Saals obliegt dem renommierten japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota. Im Herbst 2016 wird die neue Akademie eröffnet...


Entwurf des Architekten Frank Gehry für die Barenboim-Said Akademie in der Staatsoper Unter den Linden - Foto (C) Barenboim-Said Akademie
E-mail: info@barenboim-said.com
Website: http://www.daniel-barenboim-stiftung.org

Robert Jahrisch - PM v. 07.05.2014
2412

 



 
KULTURA-EXTRA:

TERMINE EINTRAGEN

ANTHOLOGIE

AUTORENLESUNGEN

BUCHREZENSIONEN

CASTORFOPERN

CD / DVD

DOKUMENTARFILME

EUROPÄISCHES JUDENTUM IM FILM

FERNSEHFILME

FESTIVALS
AUTORENTHEATERTAGE
BAYREUTHER FESTSPIELE
BERLINALE
FOREIGN AFFAIRS
MUSIKFEST BERLIN
TANZ IM AUGUST
THEATERTREFFEN
WIENER FESTWOCHEN
YOUNG EURO CLASSIC

FILMKRITIKEN

INTERVIEWS

KULTURSPAZIERGANG

KUNSTKRITIKEN

LESEN IM URLAUB

MUSIKKRITIKEN

NEUE MUSIK

ROSINENPICKEN

TATORT IM ERSTEN

THEATERKRITIKEN

U 10

UNSERE NEUE GESCHICHTE

URAUFFÜHRUNGEN

WORTMETZEN...





Home     Impressum     Autorenverzeichnis     FILM     KUNST     LITERATUR     MUSIK     THEATER     Archiv     Termine

Rechtshinweis
Für alle von dieser Homepage auf andere Internetseiten gesetzten Links gilt, dass wir keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung und Inhalte haben!!

© 1999-2016 KULTURA-EXTRA (Alle Beiträge unterliegen dem Copyright der jeweiligen Autoren, Künstler und Institutionen. Widerrechtliche Weiterverbreitung ist strafbar!)

Webdesign und -programmierung by Susanne Parth, bplanprojekt | www.bplanprojekt.de