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Kurzmeldungen

Programm für die erste Saison des Pierre Boulez Saales veröffentlicht (Eröffnungskonzert am 4. März 2017)


Gründer Daniel Barenboim und Intendant Ole Bækhøj haben am Montag, den 12.09.2016 das Programm der Eröffnungssaison des neuen Pierre Boulez Saales vorgestellt. Der Pierre Boulez Saal ist das öffentliche Gesicht der Barenboim-Said Akademie und ist in der kulturellen Mitte Berlins beheimatet. Der Vorverkauf der Tickets startete noch am selben Tag. Die Karten für das Eröffnungskonzert am 4. März 2017 und am 5. März 2017 waren bereits nach wenigen Stunden ausverkauft.

Stararchitekt Frank O. Gehry und der weltweit renommierte Akustiker Yasuhisa Toyota entwickelten als kongeniale Partner einen einzigartigen Konzertsaal: ein flexibler ovaler Kammermusiksaal, der eine 360° Grad-Musikerfahrung bietet und eine unvergleichliche Nähe zulässt; keiner der Zuhörer ist mehr als 14 Meter vom Bühnengeschehen entfernt. "Daniel sagte mir, dass wir keinen traditionellen Saal zu bauen brauchen. Er wollte etwas Besonderes" sagte Gehry. "Davon ausgehend wurden die Ovale nutzbar und praktikabel."

Sowohl Frank O. Gehry als auch Yasuhisa Toyota haben ihre Arbeit für den Pierre Boulez Saal pro bono eingebracht.

Weitere Informationen zum Programm des Pierre Boulez Saales - siehe unter u.g. URL.


Pierre Boulez Saal I, © Gehry Partners, LLP
E-mail: info@psmusicberlin.com
Website: http://www.boulezsaal.de

Peggy Schmidt & Simone Dollmann - PM v. 14.09.2016
2575

SWR Classic geht mit eigenem Online-Portal an den Start


Das neue multimediale Internetportal SWRClassic.de bietet ab Montag, 12. September 2016 Musikerlebnisse rund um das Orchester und die Ensembles sowie die Festivals des Südwestrundfunks (SWR). Ein Herzstück des Portals sind die SWR Web Concerts – das neue Streaming-Angebot für Klassik, Neue Musik und Jazz.

SWR Classic richtet seinen digitalen Auftritt unter SWRClassic.de nun völlig neu aus. Unter dem Leitmotiv „Klangvielfalt erleben“ bietet das Portal Klassikfreunden neben Live-Konzerten und Videos-on-Demand auch aktuelle Informationen, Hintergrundbeiträge, spannende Geschichten sowie Künstlerporträts, Musikvermittlungsangebote und vieles mehr. Das erweiterte digitale Online-Angebot eröffnet noch mehr musikinteressierten Menschen den Zugang von der Klassik über die Avantgarde bis zum Jazz. Sowohl für Musikkenner als auch für Laien werden die Inhalte auf dem Webportal ansprechend und attraktiv angeboten. Gesicht des neuen Klassikportals ist Moderator Markus Brock, der unter anderem durch die Moderation der jährlichen Gala zur Vergabe des Emmerich-Smola-Förderpreises für das SWR Fernsehen bekannt ist...


E-mail: juliane.scherf@schoesslers.com
Website: http://SWRClassic.de

Juliane Scherf - PM v. 09.09.2016
2574

Die Berliner Philharmoniker wenden sich gegen die drohende Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO)


Die aufgrund mangelnder finanzieller Mittel drohende Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO) zum 1. September 2016 seitens der EU ist - gerade vor dem Hintergrund zunehmender nationaler, europafeindlicher Tendenzen - ein in seiner Symbolik wohl kaum zu übertreffender kulturpolitischer GAU und ein großes Armutszeugnis.

Daher fordern wir die verantwortlichen Politiker und Repräsentanten der Europäischen Union auf, alles zu unternehmen, um ein Weiterleben dieser künstlerisch und politisch unersetzlichen Institution sicherzustellen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1976 gehört das EUYO zu den prestigeträchtigsten Orchestern weltweit und vereint die größten Nachwuchstalente aller 28 EU-Mitgliedsstaaten zu einem einzigartigen Klangkörper. In den 40 Jahren seines Bestehens haben mehr als 3000 junge Musiker aus allen EU-Mitgliedsstaaten im EUYO musiziert.

Durch die Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Dirigenten und Solisten, darunter unsere ehemaligen Chefdirigenten Claudio Abbado und Herbert von Karajan, hat sich das Orchester im Laufe der Jahre eine herausragende Reputation hinsichtlich der musikalischen Ausbildung erworben und ist ein einzigartiges Nachwuchsreservoir aller international führenden Orchester. So sind allein in unserem Orchester neun Kolleginnen und Kollegen ehemalige Mitglieder des EUYO.

Dieser beeindruckende musikpädagogische Aspekt wird durch die Symbolik der einzigen EU-eigenen Kulturinstitution noch überragt: Hier wird die Idee eines friedlichen und vereinten Europas gelebt und für die Öffentlichkeit erfahrbar gemacht.

Die Arbeit in diesem Kollektiv aus 140 Mitgliedern veranschaulicht auf ideale Weise, wie trotz verschiedener Nationalität und Sprache differierende Standpunkte geäußert, wahrgenommen und zielführend vereint werden können.


E-mail: pressestelle@berliner-philharmoniker.de
Website: http://www.berliner-philharmoniker.de

Berliner Philharmoniker - PM v. 24.05.2016
2560

Die Carl Bechstein Stiftung beflügelt das Klavierspiel


In Berlins Schulen wird verstärkt Klavier gespielt. Denn die Carl Bechstein Stiftung hat im letzten Jahr allein 40 Klaviere in Schulen der Hauptstadt gestellt – und in diesen Tagen werden weitere ausgeliefert. Die Förderung des Klavierspiels ist Zweck der noch jungen Stiftung, die ihr Schulprojekt gerade auf ganz Deutschland ausweitet.

Wer bis vor kurzem Berliner Grundschulen besuchte und sich die dortigen Klaviere ansah, dem kamen schnell die Tränen: abgespielte, noch aus DDR-Zeiten im Osten, nicht weniger verstimmte Vorkriegsinstrumente im Westen der Stadt – Misstöne hier wie dort. Und Musiklehrer und Schulleiter stimmten zumeist einhellig das Klagelied an, dass ein neues Klavier für die Schule unerschwinglich sei.

In 40 Berliner Schulen werden mittlerweile harmonischere Töne angeschlagen: „Das durch die Carl Bechstein Stiftung zur Verfügung gestellte Klavier nutzen wir täglich mehrere Stunden im Klavierunterricht. Die Kinder waren und sind begeistert von diesem schönen neuen Instrument. Kollegen und Eltern fanden es mindestens genauso toll wie die Kinder“, berichtet beispielsweise die Musiklehrerin der Christoph-Földerich-Grundschule. Und ihre Kollegin aus der Adolf-Glaßbrenner-Schule erklärt: „Das Klavier stellt eine große Bereicherung für die Schüler dar, da sie auf einem hochwertigen Instrument spielen und üben können oder begleitet werden. Kurz: Wir möchten es nicht mehr missen!“ Auch Schüler und Lehrer der anderen 38 Schulen zeigen sich begeistert. In einigen Grundschulen konnte der Klavierunterricht ausgebaut werden, in anderen wurde er in Kooperation mit öffentlichen oder privaten Musikschulen neu begonnen. Ein Erfolgsmodell, das die Carl Bechstein Stiftung behutsam auch auf andere Städte ausweitet: Nach Potsdam und Hamm sind schon Klaviere geliefert worden, nun stehen auch Transporte nach Frankfurt, Nürnberg und Bautzen an.

Die Förderung des Klavierspiels ist Zweck der Carl Bechstein Stiftung. „Dabei ist uns die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen ein besonders wichtiges Anliegen“, sagt Karl Schulze, Stifter und Vorsitzender des Vorstands der Stiftung. „Möglichst vielen Kinder – auch aus sozialen Brennpunkten – wollen wir eine Möglichkeit eröffnen, das Klavierspielen zu erlernen“, ergänzt Berenice Küpper, Stifterin und selbst Pianistin: „Ein kreatives Hobby wie Klavierspielen ist eine Welt, in die man sich zurückziehen kann. Wenn man gelernt hat, in die Welt der Musik einzutauchen, erfährt man das Fließen von Energien, die unsere positiven Emotionen stärken. Dadurch können auch Kinder und Jugendliche neue Kräfte mobilisieren. Solch eine Welt bringt tiefe Befriedigung.“

Die Stiftung trägt den Namen des berühmten Klavierbauers Carl Bechstein, der sich nicht nur als Förderer von Komponisten und Pianisten zu seiner Zeit gesellschaftlich stark engagierte. Zu den Stiftern zählen die C. Bechstein Pianofortefabrik AG und die Kuthe GmbH – vertreten im Vorstand der Stiftung durch deren Geschäftsführer Stefan Freymuth. Die Kuthe GmbH ist wiederum Hauptaktionär der C. Bechstein Pianoforte-fabrik AG.

Die neue Stiftung hat ihren Sitz in Berlin. Sie will jedoch deutschlandweit, später auch international, tätig werden. Breiten- und Spitzenförderung ergänzen sich im Programm. So verleiht die Stiftung unter dem Stichpunkt „Begabtenförderung“ Preise und Stipendien bei verschiedenen Wettbewerben (bis hin zum Deutschen Musikwettbewerb).

Schwerpunkt der Begabtenförderung ist eine Kooperation mit dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. So vergab die Carl Bechstein Stiftung beim 51. Bundeswettbewerb 2014 jüngst in der Kategorie „Klavier solo“ vier Stipendien an die besten jungen Pianistinnen und Pianisten der Altersgruppe III: 130 Teilnehmer verzeichnete allein diese Wertung beim Bundeswettbewerb. Unter den zahlreichen Preisträgern wählte die Carl Bechstein Stiftung jene vier jungen Pianisten aus, die einstimmig von allen Juroren („und ohne jegliche Diskussion“, so der Jury-Vorsitzende) einen Ersten Preis mit der Höchstpunktzahl von 25. Punkten zugesprochen bekommen hatten. Yumeka Nakagawa (*2001) aus Meerbusch, Marie-Sophie Hauzel (*2000) aus München, Jens Scheuerbrandt (*2000) aus Breitnau und Ron Maxim Huang (*2001) aus Berlin heißen die Stipendiaten, die alle bereits an einer Musikhochschule unterrichtet werden.

Das gemeinsame Musizieren will der erste Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche fördern, der in Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Britz vom 14. bis 16. November 2014 in Berlin-Neukölln stattfinden wird. Er ist ausgeschrieben für Klavierduos. Attraktive Preise und eine höchst kompetente Jury führen dazu, dass schon jetzt zahlreiche Anmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet vorliegen.

Neben diesen drei großen, langfristig angelegten Projekten stehen kleinere Einzelmaßnahmen, mit denen die Carl Bechstein Stiftung in Notfällen hilft: Ein Musikgymnasium in Bayern und eine Musikschule in Sachsen erhielten beispielsweise in 2013 zwei Klaviere beziehungsweise einen Flügel geschenkt, um die schlimmsten Schäden auszugleichen, die das Hochwasser in diesen Regionen hinterlassen hatte.

Fachkundig beraten werden die Stifter durch die Mitglieder des Kuratoriums, dessen Vorsitz Christian Höppner, Generalsekretär des deutschen Musikrates, übernommen hat. Stellvertretender Vorsitzender ist Wolfram Nieradzik, Mitglied der Geschäftsleitung der Funk Gruppe. Mit Theo Geißler engagiert sich der Herausgeber und Chefredakteur der nmz (neue musikzeitung) im Kuratorium, in das auch der Pianist und Klavierprofessor Lars Vogt seine vielfältigen Erfahrungen einbringt.

Wer die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann dies über Spenden oder Zustiftungen tun. Er kann sich darüber hinaus jedoch auch in den Carl Bechstein Freundeskreis einbringen. Der Freundeskreis ist kein eingetragener Verein, sondern eine offene Gruppe von Menschen, die gemeinsame Interessen haben und Werte teilen. „Auch in 100 Jahren sollen die Menschen noch die bedeutenden Werke etwa von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin oder Liszt auf dem Klavier spielen“, wünscht sich der Stiftungs-Vorstand Stefan Freymuth. Die Carl Bechstein Stiftung wird dazu ihren Beitrag leisten.


E-mail: willmes@carl-bechstein-stiftung.de
Website: http://www.carl-bechstein-stiftung.de

Gregor Willmes - PM v. 23.09.2014
2451

 



 
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