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Kurzmeldungen

Symphony for Palestine (Israel-Konzertreise der Dresdner Sinfoniker nach Ramallah, Ost-Jerusalem und Jenin - vom 30. Mai bis 2. Juni 2013)

Musik eröffnet Welten und kann als universelle Sprache Grenzen leicht überwinden – nationale, kulturelle und soziale. Sie ist eine starke, Menschen verbindende Kraft, die unmittelbares, intensives Erleben ermöglicht. Diese einzigartige Eigenschaft von Musik nutzend führen die Dresdner Sinfoniker vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 die Symphony for Palestine des iranischen Komponisten und Kamancheh-Virtuosen Kayhan Kalhor zum ersten Mal in Ramallah, Ost-Jerusalem und Jenin auf. Das Projekt ist ein außergewöhnliches Zusammenspiel eines deutschen Orchesters mit palästinensischen und aserbaidschanischen Musikern. Diese den Palästinensern gewidmete Musik im Westjordanland aufzuführen ist ein besonderes Anliegen.

Kalhors Musik ist musikalisch ebenso grenzüberschreitend wie die Konzertreise selbst. Denn sie verknüpft traditionelle persische Melodien sowie Elemente arabischer Volksmusik mit dem Klang eines europäischen Streichorchesters – begleitet von traditionellen orientalischen Musikinstrumenten wie Oud, Kamancheh oder Qanun. Das vielfältige und vielschichtige Werk ist rührend und hoffnungsvoll zugleich.

Gewidmet ist Symphony for Palestine zwei Palästinensern: Juliano Mer-Khamis, dem ermordeten Leiter des Freedom Theatres in Jenin, sowie dem elfjährigen Ahmed Khatib, den ein israelischer Soldat 2005 erschoss, weil er die Wasserpistole des Jungen für eine scharfe Waffe hielt. Seine Geschichte ging um die Welt, denn seine Eltern spendeten Ahmeds Organe fünf israelischen Kindern.

Die Dresdner Sinfoniker, die sich seit vielen Jahren der Aufführung zeitgenössischer Musik nicht nur des orientalischen Kulturraums widmen, sehen sich mit diesem Projekt als Mittler zwischen unterschiedlichen musikalischen Traditionen. Zur geplanten Tournee im Spätsommer 2011 konnte das Orchester nicht anreisen, weil kurz zuvor der Leiter des Freedom Theatres getötet worden war. Das Werk wurde stattdessen im Oktober 2011 mit Musikern aus Palästina, Iran und Ägypten sowie dem Komponisten Kayhan Kalhor selbst im Festspielhaus Hellerau in Dresden mit großem Erfolg uraufgeführt.

Die Dresdner Sinfoniker treten unter der Mitwirkung der Solisten Mehri Asadullayeva (Kamancheh), Kamil Shajrawi (Arabische Violine), Nermin Hasanova (Qanun), Emil Bishara (Oud), und Naif Serhan (Percussion) auf.


Symphony for Palestine wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und ist eine Koproduktion der Dresdner Sinfoniker und Ben Deiß.



E-mail: press@dresdner-sinfoniker.de
Website: http://www.symphonyforpalestine.com

Mirko Nowak - PM v. 16.05.2013
2175

Junge Komponisten gesucht! (Tracks bis zum 31. Mai einreichen!!)

Der Deutsche Multimediapreis für Kinder und Jugendliche MB21 und Softwareanbieter MAGIX rufen junge Musikerinnen und Musiker dazu auf, ihre elektronisch erzeugten Kompositionen als Sound für den neuen MB21-Trailer einzureichen. Alle Interessenten können den Trailer auf der u.g. Website runterladen und ihre Tracks bis zum 31. Mai über das Anmeldeformular einreichen. Nach Ende der Einreichungsfrist werden die fünf besten Tracks online präsentiert und es wird öffentlich über den Gewinner der Ausschreibung abgestimmt! Als Preis winkt das Musik-Softwarepaket MAGIX Music Maker 2013 Premium sowie ein Live-Auftritt beim MB21-Festival im November 2013 in Dresden.


Der „Deutsche Multimediapreis für Kinder und Jugendliche - MB21“ ist eine Initiative im Rahmen des Dialog Internet. Gefördert wird MB21 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Landeshauptstadt Dresden sowie weiteren Partnern. Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Medienkulturzentrum Dresden und dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF) ausgerichtet.

E-mail: mail@mb21.de
Website: http://www.mb21.de

Kirsten Mascher | Hannes Güntherodt - PM v. 08.05.2013
2168

Harpa gewinnt den Mies-van-der-Rohe-Preis 2013

Das Konzerthaus Harpa, das von Henning Larsen Architects (Kopenhagen - München) in Zusammenarbeit mit Batteríið Arkitektar (Hafnarfjörður) und dem Studio Olafur Eliasson (Berlin) entworfen worden ist, hat 2013 einen der prestigeträchtigsten Architekturpreise der Welt, den Mies-van-der-Rohe-Preis, der der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur ist, gewonnen. Der Preis ist zum ersten Mal an dänische Architekten vergeben worden.

Der Sprecher der Jury, Wiel Arets, sagte: „Harpa hat den Mythos eines Landes – nämlich Islands – eingefangen, das bewusst daran gearbeitet hat, während der andauernden wirtschaftlichen Krise ein vielseitiges kulturelles Gebäude zu schaffen. Der kultbehaftete transparente und durchlässige 'quasi brick' erscheint in einem ständigen Wechselspiel von Farbe und Licht und fördert so den Austausch zwischen der Stadt Reykjavik und dem Innenleben des Gebäudes. Dieses Projekt, das durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Henning Larsen Architects und dem isländisch-stämmigen Künstler Olafur Eliasson einer Gesellschaft, die seit langer Zeit für ihre Sagas bekannt ist, eine Identität gegeben hat, ist eine wichtige Botschaft an die Welt und an die Isländer, indem es ihren lange gehegten Traum erfüllt.“



HARPA - REYKJAVIK CONCERT HALL AND CONFERENCE - Foto (C) Nic Lehoux
E-mail: ffe@henninglarsen.com
Website: http://www.henninglarsen.com

Farid Fellah - PM v. 01.05.2013
2162

Aniara Amos inszeniert Der Jasager von Kurt Weill und Der Neinsager von Reiner Bredemeyer (Premiere: 2. Mai 2013)

Die nächste Premiere in der Werkstatt im Schiller Theater ist am 2. Mai der Doppel­abend mit Kurt Weills Der Jasager und Reiner Bredemeyers Der Neinsager nach Texten von Bertolt Brecht, in der Kombination eine Berliner Erstaufführung. Die Stücke für Soli, Chor und verschieden besetzte Instrumen­tal­ensembles insze­niert Aniara Amos, Tänzerin, Mitbe­gründerin des Freyer-Ensembles und seit vielen Jahren Opern­regisseurin, u.a. bei den Salzburger Festspielen, am Staatstheater Braunschweig und bei den Fest­wochen in Innsbruck. Die musi­ka­lische Leitung hat Max Renne übernommen, der an der Staatsoper zuletzt Friedrich Goldmanns Oper R. Hot bzw. Die Hitze dirigiert hat. Es singen Timothy Sharp (Lehrer), Maria-Elisabeth Weiler (Mutter), Tim Fluch / Kaito Kinoshita aus dem Kinderchor der Staatsoper (Knabe) sowie der 21-köpfige neue Staatsopern-Jugendchor...

E-mail: pressemitteilung@staatsoper-berlin.de
Website: http://www.staatsoper-berlin.de

Staatsoper im Schiller Theater - PM v. 30.04.2013
2160

Carillon Project lässt 1.000 Glocken für John Cage läuten

Mit Aufführungen in den USA und Litauen startet am 4. Mai 2013 das weltweite Carillon Project des FZML. Zwischen Mai und August erklingen in mehr als 40 Aufführungen weltweit John Cages selten zu hörende Kompositionen für Turmglockenspiel. Neben den Konzertterminen in Deutschland gastiert das Carillon Project u.a. auch in den USA, Frankreich, Belgien, Litauen, Dänemark, Luxemburg, Großbritannien und der Schweiz. Insgesamt werden innerhalb des Carillon Projects mehr als 1.000 Glocken John Cages Kompositionen in die Städte hinein und über die Marktplätze hinaus tragen...



E-mail: presse@fzml.de
Website: http://www.cage100.com

CAGE100 - PM v. 30.04.2013
2159

ELBJAZZ Festival 2013 – Spielplan für den 24. + 25. Mai steht fest!

Das Gros der Konzerte beim diesjährigen ELBJAZZ Festival mit Auftritten unter anderem von Jamie Cullum, Chilly Gonzales, The Notwist, Joshua Redman und Aloe Blacc steht bereits seit ein paar Wochen fest – Festivalleiterin Tina Heine hatte gemeinsam mit ihren Mitstreitern Götz Bühler und Klaus von Seckendorff, die gemeinsam mit Heine für die Programmplanung verantwortlich zeichnen, auf dem heutigen ELBJAZZ-Pressetermin dennoch viel Neues zu berichten:

Alles im Fluss, alles am Fluss – ELBJAZZ ist Bewegung, Veränderung, eine Entdeckungs-reise: Das gilt für die Musik ebenso wie für die Veranstaltungslocations im Hafen – allesamt spannende Orte, die über eine ganz eigene Atmosphäre verfügen und der Musik einen besonderen Rahmen bieten. Neun der insgesamt zwölf ELBJAZZ-Spielorte 2013 sind neu: Erstmalig konzentriert sich das Festivalgeschehen in diesem Jahr auf jeweils ein Zentrum am nördlichen und südlichen Ufer der Elbe – auf das Gelände von Blohm+Voss sowie rund um den Holzhafen an der Großen Elbstraße bzw. das Areal um die Fischauktionshalle.

Bei Blohm+Voss wird es neben der Hauptbühne eine neue zusätzliche Open Air-Bühne in unmittelbarer Nähe geben. Die Halle Südkai, die den ELBJAZZ-Besuchern im vergangenen Jahr auf dem Werftgelände ein Dach über dem Kopf bot, wird durch die Alte Maschinenbauhalle ersetzt, die regelmäßige ELBJAZZ-Gäste noch aus 2011 in guter Erinnerung haben werden. Neu auf dieser Seite der Elbe ist auch die Freiluftbühne direkt am südlichen Ausgang des Alten Elbtunnels, die neben Jazz vom Feinsten auch noch einen sensationellen Blick auf die Landungsbrücken bieten wird.

Das neue ELBJAZZ-Zentrum am Nordufer entlang der Großen Elbstraße bilden die Fischauktionshalle, das Atrium des Holzhafens, das Golem sowie das Stilwerk. Zu ihnen gesellt sich die über 70 Meter lange, 13 Meter hohe und komplett aus Holz gebaute Arche Noah, die, vertäut am Kai direkt vor der Fischauktionshalle, ein echtes Location-Highlight sein wird. Nicht weit davon entfernt und ebenfalls ein neuer ELBJAZZ-Spielort ist die St. Pauli Kirche. Die Location für die ELBJAZZ Aftershow-Party wird der jüngst wiedereröffnete Mojo Club auf der Reeperbahn sein. Geblieben ist die große Open Air-Bühne auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie, die – frei zugänglich auch für Jazzfans ohne Festivalticket – primär den Studierenden der Hamburger Hochschule für Musik und Theater eine Plattform bieten wird.

In Bezug auf die städtische Unterstützung und das Sponsoring freut sich Tina Heine und merkt an: „Die Stadt Hamburg hat ihr Engagement für das ELBJAZZ Festival verstärkt. AUDI und die Hamburger Volksbank sowie Blohm+Voss bleiben als bewährte Partner im Boot. Zusätzlich konnten zwei neue Sponsoren für den Jazz im Hafen begeistert werden. Duckstein als Bierpartner hat schon bei seinen eigenen Festivals bewiesen, dass eine Jazzaffinität besteht und Natural American Spirit hat nach einer ersten kleinen Präsenz im letzten Jahr für die Verbindung aus Jazz, Hafenatmosphäre und Live-Musik Feuer gefangen. So hat Elbjazz nun etwas mehr als eine Handbreit Wasser unterm Kiel und geht gestärkt in den Mai.“

Der komplette Spielplan mit den genauen Auftrittszeiten für Freitag (24.05.) sowie Samstag (25.05.) ist ab sofort unter u. g. URL abrufbar. Ab kommenden Montag (29.04.) wird auch die ELBJAZZ-App, mit der sich alle Festivalgänger nicht nur einen Überblick über Künstler, Konzerte, Orte und Zeiten verschaffen, sondern auch ihr individuelles Festivalerlebnis planen können, zum kostenlosen Herunterladen verfügbar sein...



E-mail: presse@elbjazz.de
Website: http://www.elbjazz.de

ELBJAZZ Festival - PM v. 24.04.2013
2153

Musizieren, ohne dass die Wände wackeln: Der Grundstein des Musikerhauses in der Hamburger HafenCity ist gelegt

Viel Platz für Musik: Im neuen Wissensquartier der HafenCity, dem Elbtorquartier, entsteht ein 6-geschossiges Musikerhaus mit 36 Wohnungen und Gemeinschaftsräumen zum kreativen Austausch und kollektiven Musizieren. Unter der Projektleitung der Bürgerstadt AG haben sich Musiker und Kreative aus 12 Nationen zusammengetan, um ihren Traum vom Musizieren in den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Ein Drittel der Wohnungen ist mit schallentkoppelten Zimmern ausgestattet, aus denen der Schall weder in die eigene noch in die Nachbarwohnung dringt.

Das Musikerhaus ist ein Baugruppenprojekt der Bürgerstadt AG, die als Bauherrenvertreter schon ähnliche Projekte in anderen Städten realisiert hat. Eine Gruppe von Interessierten hatte sich auf Initiative der Bürgerstadt AG zusammengefunden, um die eigenen Wohnträume zu realisieren. Sie haben das Projekt vorfinanziert und im Planungsprozess die Wohnungen den jeweils individuellen Bedürfnissen angepasst. Zwischen der 1. und der 6. Etage werden die Eigentümer Wohnungen von ca. 50 bis 120 qm beziehen. Das Konzepthaus sieht außerdem viel Platz für kreative Projekte vor: Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss entstehen auf rund 400 Quadratmetern Gewerbeflächen, die das gesamte Dienstleistungsangebot rund um Musik erfassen sollen - geplant sind hier etwa Cafés und flexibel nutzbare Flächen für Events und kulturelle Angebote.

Matthias Schwark, Projektverantwortlicher bei der Bürgerstadt AG: "Der Traum eines jeden Musikers ist es, zu jeder Tages- und Nachtzeit in den eigenen vier Wänden üben zu können. Zu den zukünftigen Bewohnern der knapp 3.000 qm Wohnfläche zählen vor allem Kreative, Musiker, die auch mal laut sein wollen. Die Musikräume werden nach einem speziellen 'Raum-im-Raum'-Prinzip gebaut, so dass kein Lärm nach außen dringt."

In der Tradition des Klinkerbaus wird in der Shanghaiallee 16-20 mit höchstem energetischen Standard gebaut - da die Nutzer einen starken Fokus auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes legen, konnte das Projekt mit dem Umweltzeichen HafenCity in Gold vorzertifiziert werden. Neben der ökologischen Komponente wird dabei auch die ökonomische und die soziale Nachhaltigkeit eines Bauvorhabens bewertet. Das Umweltzertifikat wurde von Giselher Schultz-Berndt, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH, zur Grundsteinlegung an Winfried Hamann, Vorstand der Bürgerstadt AG, übergeben.

Giselher Schultz-Berndt zur Grundsteinlegung des Musikerhauses: "Das Musikerhaus der Bürgerstadt AG ergänzt die besondere Vielfalt und Qualität der Nutzungen, die das Elbtorquartier der HafenCity Hamburg bietet. Das Musikerhaus fügt dem kulturellen Angebot und den Wohnformen in der HafenCity eine weitere Dimension hinzu. Zudem erweitert es die Liste der Gebäude, die nach den hohen Nachhaltigkeitsstandards des HafenCity Umweltzeichens in Gold gebaut werden."

Nach Berlin entsteht in Hamburg somit jetzt das erste Musikerhaus im Norden. Die Grundsteinlegung in der Hamburger HafenCity erfolgte am 19. April 2013, die Fertigstellung ist für Sommer 2014 geplant. Alle Wohnungen sind bereits reserviert. In Potsdam und Frankfurt sind entsprechende Baugruppen-Projekte im Aufbau. Perspektivisch plant die Bürgerstadt AG in Berlin und Hamburg den Bau weiterer Musikerhäuser.


Foto © 2013 píberhofer K produktíon
E-mail: buergerstadt@tdub.de
Website: http://www.buergerstadt.de

Ann-Kathrin Rau / Hilke Schürmann - PM v. 23.04.2013
2151

WAGNER-KINO vom 25. April bis 31. Mai 2013

Aus Anlass des 200. Geburtstages von Richard Wagner im Mai 2013 wird im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums, Berlin, vom 25.4. bis 31.5.2013 ein umfassendes Filmprogramm gezeigt, das sich mit der Rezeption Richard Wagners im Bereich der Filmkunst beschäftigt. Die Filmreihe wird von einem eintägigen Symposium unter dem Titel „Richard Wagner und das Kino der Dekadenz“ begleitet. Ein Ende April unter dem Titel WAGNER-KINO erscheinendes Begleitbuch versammelt Essays, Interviews mit Filmschaffenden und reichhaltiges Bildmaterial zum Thema. Die Veranstaltungsreihe wird kuratiert von Jan Drehmel, Kristina Jaspers und Steffen Vogt.

Die Spuren und Wirkungen Richard Wagners in der Filmkunst sind äußerst facettenreich. Wagners ästhetische Ideen, seine Vorstellung eines alle Sinne ansprechenden Gesamtkunstwerks, seine Besessenheit von mythologischen Themen, seine Musik und insbesondere der von ihm geschaffene suggestive Orchesterklang haben im Kino schon früh einen starken Nachhall gefunden. Die filmischen Bezugnahmen reichen von seriösen Bearbeitungen seiner Werke über experimentelle Weiterentwicklungen bis hin zu Ironisierungen und Einordnungen in einen popkulturellen Kontext. Regisseure wie Werner Herzog, Hans Jürgen Syberberg, Christoph Schlingensief oder Lars von Trier haben sich intensiv mit dem Mythos Wagner und mit Bayreuth auseinandergesetzt. Wagners Spuren finden sich sowohl im Stummfilm als auch in Hollywood-Melodramen und nicht zuletzt im Bereich des Fantasy- und Science-Fiction-Films.

Zu den besonderen Programmhighlights der Filmreihe zählen die Eröffnungsveranstaltung mit der viragierten Fassung des Stummfilms Richard Wagner aus dem Jahr 1913, die live mit Grammophonmusik begleitet werden wird (25.4.), die Aufführung der Magnettonfassung des DEFA-Spielfilms Der fliegende Holländer von Joachim Herz (1964) am 4. und 8.5., ein Experimentalfilmprogramm, u.a. mit DJ-Toncollagen am 16. und 18.5., ein Sonderprogramm zu Christoph Schlingensief und Werner Schroeter (21.5.), sowie ein Stummfilmprogramm mit vielfältiger musikalischer Untermalung durch Schellackplatten, Akkordeon, Klavier und Violine zu Richard Wagners 200. Geburtstag am 22.5.

Als Gäste des Filmprogramms werden die Regisseure Hans Jürgen Syberberg (12.5.) und Timo Vuorensola (31.5.) erwartet. Aino Laberenz, Jörg van der Horst und Frieder Schlaich werden am 21.5. in das Programm zu Christoph Schlingensief und Werner Schroeter einführen. Dirigent Frank Strobel (Europäische FilmPhilharmonie) stellt am 2.5. den Film Humoresque (USA 1946) vor. Weitere Einführungen werden von bekannten Filmkritikern und Wissenschaftlern gehalten, darunter Elisabeth Bronfen (Universität Zürich), Verena Lueken (FAZ), Kristel Pappel (Estnische Musik- und Theaterakademie, Tallinn), Bernd Kiefer (Universität Mainz), Marcus Stigelegger (Universität Siegen), Daniel Kothenschulte (HFF München) und Jörg Becker (freier Publizist). Ein weiteres besonderes Ereignis sind die musikalischen Einführungen durch Kevin McCutcheon, Korrepetitor und Dirigent an der Deutschen Oper Berlin, der an vier Abenden die wichtigsten musikalischen Themen des gezeigten Films am Klavier vorstellen wird (zu den Filmen Excalibur, Ludwig II, Magic Fire und Iron Sky).

Das vollständige Programm finden Sie unter u.g. URL...



E-mail: zeughauskino@dhm.de
Website: http://www.Wagner-Kino.de

Jörg Frieß - PM v. 10.04.2013
2147

WAGNER-KINO - Der Einfluss Richard Wagners auf den Film (25. 4. - 31. 5. 2013, im Zeughauskino)

Anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner (*22. Mai 1813) wird im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums Berlin im April und Mai 2013 ein Filmprogramm präsentiert, das die vielfältigen Facetten der Wagner-Rezeption im Medium Kino beleuchtet. Das Programm spannt einen Bogen von frühen Opernverfilmungen aus der Stummfilmzeit über Hollywood-Melodramen der 1940er Jahre und Science-Fiction-Märchen bis hin zu Kurz-, Experimental- und Animationsfilmen. Für die Entwicklung der Filmmusik ist Wagner seit Beginn des Kinos eine wichtige Bezugsgröße gewesen. Wagners Idee des Gesamtkunstwerks war eine wichtige Anregung für die Entwicklung der Kino-Ästhetik. Regisseure wie Werner Herzog, Hans Jürgen Syberberg, Luchino Visconti, Christoph Schlingensief oder Lars von Trier haben den Mythos Wagner gleichermaßen fortgeschrieben und dekonstruiert. Die Filmpräsentationen werden ergänzt durch musikalische Einführungen, Vorträge und ein Symposium.

Unter dem Titel WAGNER-KINO erscheint im März 2013 im Junius-Verlag ein umfangreiches Begleitbuch zur Filmreihe. Es ist die erste umfassende deutschsprachige Publikation zum Thema. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen stehen Interviews mit den Regisseuren Werner Herzog, Hans-Jürgen Syberberg und Philipp Stölzl.

Kuratoren: Jan Drehmel, Kristina Jaspers und Steffen Vogt

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Das detaillierte Programm finden Sie ab Januar 2013 unter http://www.Wagner-Kino.de

E-mail: friess@dhm.de
Website: http://www.zeughauskino.de

Jörg Frieß - PM v. 04.12.2012
2076

 



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