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Konzertkritik

Die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle spielten wieder mal mit Mitsuko Uchida und servierten uns ein hübsches Haydn-Potpurri



© Mat Hennek / EMI Classics


Der japanische Klavierstar Mitsuko Uchida wird sehr gern und oft von den Berliner Philharmonikern und Simon Rattle engagiert - zuletzt, als wir "die Drei" gemeinsam musizieren sahen, spielten sie die Beethoven-Klavierkonzerte; das war vor vier Jahren und hatte uns stark beeindruckt.

Nunmehr präsentierten sie uns Mozarts KV 456 ("für Kenner und Liebhaber", wie das Programmheft überzeugt bemerkte), und da merkten wir natürlich schon, dass die Uchida - eine der weltbesten Mozart-Pianistinnen - ihr Favoritenfach zum Einen "kann", zum Andern "liebt"; sie hat einen präzisen, manchmal etwas harten, aber halt dann immer ziemlich treffsicheren Anschlag, und mitunter laufen oder fliegen ihre Finger übers Elfenbein, dass wir es nur so unter ihnen perlen hören. Klingt schon irre gut.

Im Juni 1984 debütierte sie mit Olivier Messiaens Oiseaux exotiques bei den Philharmonikern - und dieses 30 Jahre junge Jubiläum nahm sie jetzt zum Anlass, mit dem Solopart zur kleinen Vogelstimmenkunde hier und heute nochmals aufzuwarten. Ja, auch das gefiel uns ungemein.

Der vom Gesamtprogramm her spaßfaktorig noch gewichtigere Teil erwartete die Anwesenden allerdings erst nach der Pause - eine Stunde Haydn pur! und ein Pasticcio ("aus seinen Werken zusammengestellt und arrangiert von Sir Simon Rattle und Markus Fein" [und wer, bitte, ist Markus Fein? wir fanden leider überhaupt nix im Programmheft zu ihm stehen] gab es da zu hören...

Sowieso: In puncto Haydn macht dem Rattle keiner groß was vor; und wir erinnern uns spontan an eine schöne Darbietung der Schöpfung, bei der beispielsweise Thomas Quasthoff "seinem" Adam eine irgendwie entstaubte und enthemmte Sichtart zugestanden hatte.

Aber zum Pasticcio:

"Sir Simon wählte dafür nicht nur seine persönlichen Lieblingssätze aus, sondern Stücke, die eine Geschichte erzählen, die dramatisch sind und diese Dramatik nicht zuletzt durch die Schilderung von Naturgewalten erhalten." (Nicole Restle im Programmheft)

Dieses (s.o.) nehmen wir jetzt so zur Kenntnis und fügen noch rasch hinzu, dass es sich wohl - also wie wir das fanden - um 'ne Art Best Off des Rattle-Haydn handelte oder gehandelt haben könnte. Elf gezählte Nummern inkl. Hustenpausen (10). Beliebtes und Bekanntes. Zudem gagmäßige Aufmischungen, beispielsweise als das Saallicht bei dem Schlusssatz von der sog. Abschiedssymphonie erlosch und die Berliner Philharmoniker so nach und nach die Pultlichter ausknipsten und nach draußen hin verschwanden; was für'n "ungeahnter" Mega-Brüller...

Lustvoll, virtuos gespielt; das immerhin!!



Bewertung:    

Andre Sokolowski - 13. Februar 2014 (2)
ID 7599
BERLINER PHILHARMONIKER (Philharmonie Berlin, 13.02.2014)
Mozart: Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 456
Messiaen: Oiseaux exotiques für Klavier und kleines Orchester
Haydn: Pasticcio aus seinen Werken zusammengestellt und arrangiert von Sir Simon Rattle und Markus Fein
Mitsuko Uchida, Klavier
Berliner Philharmoniker
Dirigent: Sir Simon Rattle


Weitere Infos siehe auch: http://www.berliner-philharmoniker.de


Siehe auch unsere Konzertkritiken zu:

Mitsuko Uchida spielt Beethoven-Klavierkonzerte
(9. | 14. | 20. 2. 2010)

Haydns Schöpfung
(3. 2. 2007)

http://www.andre-sokolowski.de



 
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