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nachDRUCK # 6

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Uraufführung


7. Februar 2013, Sophiensaele Berlin

ALL MY HOLES ARE THEIRS

aus LES PETITES MORTS / Choreografie/Performance: Aleesa Cohene, Jared Gradinger & Angela Schubot





Gliederpuppen


"Kann man sich durch übersteigerte Zuwendung an einen Dritten zum Verschwinden bringen? Sich gleichsam in die eigene Auflösung hinein begeben? Und was bedeutet das für die Sichtbarkeit dieser dritten Person? Lässt sich die 'Ichhaftigkeit' dreier PerformerInnen in Innigkeit verwandeln, lassen sich Identitäten auflösen und andere Formen von Koexistenzen erreichen? Kann man für jemand anderen sterben?

all my holes are theirs ist ein Trio von Aleesa Cohene und Jared Gradinger / Angela Schubot und nach i hope you die soon der zweite Teil ihres Projektes Les petites morts, einer Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben. Dieses Stück ist der Versuch zweier PerformerInnen, durch radikale Hingabe an einen Dritten zu verschwinden. Für Gradinger und Schubot wird Cohene zum einzig existierenden Universum. all my holes are theirs ist aber ebenso ein intimes Solo von und für Aleesa Cohene, die in diesem Projekt zum ersten Mal als Tänzerin auf der Bühne steht." (Quelle: Sophiensaele)


* * *


Sieht aus wie'n Spiel mit einer großen Gliederpuppe.

Ein Pärchen (schlank und wendig) hält sich hinter einer kurzhaarigen Frau (nicht ganz so schlank, nicht ganz so wendig), die sehr schön und sehr sehr lieb aber doch ziemlich "abwesend" nach vorne guckt, verborgen. Es ist erst mal nicht erahnbar, was es da hinter der Dritten will und sucht - bis sie sich dann, fast über eine Stunde lang, nach vorn, nach rechts, nach links, nach hinten fortbewegt bzw. von dem hinter ihr verborgnen Pärchen fortbewegen lässt...

Als wäre sie so eine Tote - und das Pärchen (er & sie) wären die Untoten.

Verlustgeschichten.

Denn die Angelegenheit "kippt" irgendwann dann, in der Mitte oder in dem zweiten Dritten dieses zwingenden Betrachtungsstückes, als dann - ururplötzlich - die sehr schön und sehr sehr lieb aber doch ziemlich "abwesend" nach vorn guckende Dritte (im Gesamtgeschenen von all my holes are theirs) die Initiative übernimmt, und also aus der "Abwesenden" eine "Anwesende", eine Wiederauferstandene, Wiedergeborene, Wiederzurückgekehrte wird... Dann legt sie sich den schlank-wendigen Mann über die Schultern und verfrachtet ihn im Huckepack von Da nach Dort - - zuvor, also als sie noch "abwesend" (tot?) war, machten mit ihr die körpereigenen und "abwesenden" Gliedmaßen halt Das, was dieses schlank-wendige Pärchen mit ihr/ihnen machen wollte; auch sah's stellenweise aus, als wollten zwei Geschwister sich nicht mit der "Abwesenheit" (Tod?) von ihrer Mutter oder ihrer großen Schwester oder ihrer besten Freundin oder oder oder abfinden, und derart spielten sie mit Dieser (Toten?) so, als lebte sie für sie noch fort...

Diesseitig, jenseits!

Optimismus pur!!

Sensationell performt!!!




Das ist Jared Gradinger - Foto © WOLF


Andre Sokolowski - 8. Februar 2013
ID 00000006547
LES PETITES MORTS - ALL MY HOLES ARE THEIRS (Sophiensaele Berlin, 07.02.2013)
Choreografie, Performance: Aleesa Cohene, Jared Gradinger und Angela Schubot
Musik: Tian Rotteveel
Lichtdesign: Andreas Harder
Künstlerische Mitarbeit: Sigal Zouk
Kostüme: Heidi Lunaire
Uraufführung war am 7. Februar 2013
Weitere Termine: 8. - 10. 2. 2013
Eine Produktion von Angela Schubot und Jared Gradinger in Kollaboration mit Aleesa Cohene


Weitere Infos siehe auch: http://www.sophiensaele.com


http://www.aleesacohene.com

http://www.jaredgradinger.com



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