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nachDRUCK # 6

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Opernkritik

Deutsche Staatsoper Berlin, 30. Juni 2006,

DIE LUSTIGE WITWE

Operette in drei Akten

Nadja Michael ist DIE LUSTIGE WITWE - Foto (C) Ruth Walz



Deutschland - Argentinien 5:3

An einem Tag wie heute - Deutschland zieht ins Halbfinale, und Millionen Kehlen zelebrieren gute Laune - will ich mir die Bombenstimmung nicht vermiesen lassen, daher ausnahmslos nur Positives zu der neuen Sause an der Deutschen Staatsoper Berlin; das Haus war übrigens halbvoll, und nicht etwa halbleer: Max Renne dirigiert die Staatskapelle Berlin; und die Staatskapelle (Pluspunkt 1) spielt ihren Lehar so als ob sie, außer Operette, nie was anderes im Haus Unter den Linden spielen würde, flott und backig, leicht und warm. Hanna Glawari, Die lustige Witwe, wird von Nadja Michael gegeben, und sie (Pluspunkt 2) kann nicht nur respektabel singen, sondern treibt auch Paragliding und sieht über alle Horizonte blendend aus. Siegfried Jerusalem, ihr grauschläfiger Rollenpartner, ist nach Jahren in den Knobelsdorfer Bau zurückgekehrt; an seine Hohezeit als Lohengrin zum Beispiel (Pluspunkt 3) erinnern wir uns gern beim nachträglichen Hören der CD-Einspielung unter Claudio Abbado. Doch auch live wird in der Tat herausragend gesungen, mein Geheimtipp: Sylvia Schwartz (die Fiakermilli aus der Bismarckstraße!) und Stephan Rügamer als das Traumpaar Valencienne & Rosillon; wann hat man je das Pavillon-Duett so süß und schmaterisch vernommen (Pluspunkt 4)!! Auch die Idee mit den vertuntelten Grisetten (Pluspunkt 5) kam doch im Allgemeinen, wenn auch minderheitenmäßig, trefflich an. Und jede Menge Pinguine (Pluspunkt 6) gibt es am Schluss zu seh'n. Auch brauchte ich mir - wenn ich das WM-bedingt nicht wollte - keinerlei Gedanken (Pluspunkt 7) über Sinn und Unsinn dieser neuerlichen Intendantenproduktion zu machen; sie geht eh bald nach Paris und Kopenhagen - - soll die FIFA sich vielleicht mit ihr beschäftigen...
Andre Sokolowski - 30. Juni 2006
ID 2506
DIE LUSTIGE WITWE (Deutsche Staatsoper Berlin, 30.06.2006)
Musikalische Leitung: Max Renne
Inszenierung: Peter Mussbach
Bühnenbild: Erich Wonder
Kostüme: Andrea Schmidt-Futterer
Besetzung (Hauptrollen):
Hanna Glawari ... Nadja Michael
Graf Danilo Danilowitsch ... Siegfried Jerusalem
Valencienne ... Sylvia Schwartz
Camille de Rosillon ... Stephan Rügamer
u. v. a.
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin
Choreinstudierung: Eberhard Friedrich
Staatskapelle Berlin
Premiere an der Deutschen Staatsoper Berlin am 17. Juni 2006


Weitere Infos siehe auch: http://www.staatsoper-berlin.de






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