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70. BERLINALE

Wettbewerb 2020

EL PRÓFUGO



El prófugo, der erste reguläre Wettbewerbsbeitrag bei der 70. BERLINALE, stammt von der argentinischen Regisseurin Natalia Meta, die zwar mit Elementen des Psychothrillers spielt, aber nicht auf vordergründige Spannung oder Dramatik setzt. Wenn man den "Eindringling" denn überhaupt als Genre-Film bezeichnen möchte, dann ist er ein ungewöhnlich verspieltes, hintergründiges Exemplar ohne jegliche Gewaltausbrüche oder Blutvergießen, zudem surrealistisch und feministisch angehaucht.

Erzählt wird die verzwickte Story aus der Perspektive der selbstbewussten Mitdreißigerin Inés (nuanciert: Érica Rivas), die sich mal wieder in einem Mann getäuscht hat. Dieses Mal heißt er Leopoldo (Daniel Hendler), der sich bei der ersten gemeinsamen Auslandsreise als unsensibel und hypereifersüchtig entpuppt. Nachdem Leopoldo auf spektakuläre Weise das Zeitliche segnet, lebt Inés weiter wie bisher, arbeitet als Synchronsprecherin und singt in einem Frauenchor. Doch im Synchronstudio zeichnen die Mikrofone sonderbare, subtile Störgeräusche auf, die scheinbar von Inés‘ Stimmbändern kommen. Die plötzlich auftauchenden Töne gefährden auch ihre Stellung im Chor. Zwar scheint Inés gesund, doch nach und nach gerät sie in einen paranoiden Zustand, in dem Realität und Wahn immer mehr verschwimmen. Sind ihre übergriffige Mutter (Cecilia Roth, eine frühere Almodovar-Muse), ihr Toningenieur und der neue, jüngere Mann in ihrem Leben reale Menschen oder aber Gestalten, die ihre Träume bevölkern und ihren Körper langsam in Besitz nehmen wollen – was den subtilen Brummton auf ihrer Stimme verursacht?

Natalia Metas vom Kult-Horrorroman El mal menor (1996) des argentinischen Schriftstellers C. E. Feiling inspirierter Film sei „ein Film, der immer wieder mutiert und in der Mutation die Idee der Freiheit entdeckt", heißt es in der offiziellen Ankündigung. Das ist eine schöne Umschreibung, denn tatsächlich mäandert die Handlung des Films ein wenig statt geradlinig zu verlaufen, und viele Fragen bleiben offen bzw. der/die Zuschauer/in ist aufgerufen, sich selbst einen Reim auf das verzwickte Spiel zu machen. Das Sich-Wundern und Spekulieren wird unterstützt durch grimmige Komik, großartige Bilder (Kamera: Bárbara Álvarez) und ein elegantes Produktionsdesign (Ailí Chen).


Bewertung:    



El prófugo | (C) Rei Sine SRL, Picnic Producsiones SRL

Max-Peter Heyne - 22. Februar 2020 (2)
ID 12019
Weitere Infos siehe auch: https://www.berlinale.de/


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