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TATORT

Exorzistisch



Das Tor zur Hölle-TATORT aus Wien | Bild: ARD Degeto/ORF/Film 27/ Hubert Mican

Bewertung:    



"Manfred Gabler wird am Fuß einer Treppe tot aufgefunden. Zahlreiche Verletzungen deuten darauf hin, dass er keinesfalls einfach gestürzt sein kann, sondern vor seinem Tod in einem aussichtslosen Kampf schwer misshandelt worden ist. Unmittelbar verwertbare Spuren gibt es für Moritz Eisner und Bibi Fellner rund um den Fundort der Leiche zunächst nur sehr wenige. Dennoch sind einige Besonderheiten von Beginn an auffällig: Manfred Gabler war katholischer Priester, er hatte bemerkenswert wenig soziale Kontakte – und seltsamerweise ein Amulett mit dem Satanssymbol bei sich. Ein möglicher Grund dafür findet sich bald: Prälat Gabler war in besonderer Mission tätig, er war einer der wenigen Priester im sogenannten Befreiungsdienst, den es in vielen Ländern und Diözesen nach wie vor gibt..."

(Quelle: daserste.de)


*

Ich als Ungläubiger schließe - kurz nachdem ich diesen Tor zur Hölle-TATORT mit dem Wiener Lieblingskommissarspaar Adele Neuhauser & Harald Krassnitzer gesehen hatte -, dass es, wie in vielen anderen katholisch geprägten Zivilisationen auch, kirchenamtlich bestellte "Teufelsaustreiber" gibt, welche im Auftrag ihrer jeweiligen Diözesen arg besess'nen Menschen mittels ihrer exorzistischen Praktiken helfen deren inneren Satan loszuwerden. Derartiges tut sich freilich mehr dann im Verborgenen ereignen, und es diente ja auch - nach dem Selbstverständnis der katholischen Befreier - einem himmlischen und also guten Zweck. Beim nochmaligen Überlegen, was ich da am Bildschirm sah, kann ich mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren es mit einer ziemlich gut gemachten Kriminalgroteske statt 'nem ernstnehmbaren Kriminalfilm zu tun gehabt zu haben; doch egal. Ich bin von diesem TATORT schwer begeisert! Und das liegt natürlich auch an der sehr lustvoll wie ironisch abgeleisteten Schauspielerei der Tor zur Hölle-Protagonistinnen und Protagonisten, allen voran:

Maresi Riegner (als vom Satan besess'ne Natalie)! Und wahrlich super, wie sie sich mit ihrer männertiefen Zweitbewusstseinsstimme gegenüber unserer Adele, die sie wegen ihres Falls sehr liebevoll-zuvorkommend befragte, mit "Du Fotze, fick dich!" ziemlich derb und untypisch verhielt.

Auch Roland Düringer (als ehemals Besess'ner Günther Dambusch), den dann unsere Adele noch von früher her gut kannte, wirkte schon von Anfang an relativ verhaltensauffällig; irgend so eine längst verjährte Kartenleserinnen-Geschichte verband die Zwei, wobei dann jene Kartenleserin, die von dem Roland, der dann eigentlich ein Zuhälter gewesen wäre, auf den Strich gezwungen werden sollte, unter grauenhaften Umständen gestorben resp. getötet worden war, woran sich unsere Adele seither schuldig fühlte usw. usf.

Aber als Spitzen-Irrer dieser Reihe merkwürdiger Menschen tat letztlich Sven Eric Bechtolf (als Exorzistenberater Dr. Sittsam) brillieren - und die hochgeniale Schlussszene mit ihm, der sich als Wahnwitziger und zudem als Mörder des zu Filmbeginn Ermordeten zu präsentieren willens war, bezeugte allerhöchstes Burgtheater-Niveau!

Mal was ganz Anderes so zwischendurch.



Roland Düringer (als Günther Dambusch) in dem neuen Wiener TATORT< i>Das Tor zur Hölle | Bild: ARD Degeto/ORF/Film 27/Hubert Mican

Bobby King - 2. Oktober 2022
ID 13832
TATORT | Das Tor zur Hölle
Buch und Regie: Thomas Roth
Kamera: Martin Gschlacht
Musik: Lothar Scherpe
Besetzung:
Moritz Eisner ... Harald Krassnitzer
Bibi Fellner ... Adele Neuhauser
Bibi als Kind ... Lotte Burger
Günther Dambusch ... Roland Düringer
August Sittsam ... Sven Eric Bechtolf
Kaplan Raimund ... Lukas Watzl
Nathalie ... Maresi Riegner
Ernst Rauter ... Hubert Kramar
Werner Kreindl ... Günter Franzmeier
Tea Berkovic ... Angela Gregovic
Wilfried Schüssler ... Markus Schleinzer
Beamtin ... Tanja Maria Troll
Hausverwalterin ... Alina May
Rezeptionistin ... Madeleine Steinwender
Prälat Manfred ... Tino Sekay
Kellnerin ... Catherine Wewima Adejemy
ARD-Erstausstrahlung am 2. Oktober 2022


Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


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TATORT IM ERSTEN



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= nicht zu toppen


= schon gut


= geht so


= na ja


= katastrophal

 


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