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Gianna Nannini in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle | Foto © Ansgar Skoda

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Hymnisch gefühlvolle Melodien steigern sich rhythmisch zu Oden und Elegien kraftvoll getragener Refrains. Auf ihrer 18. Studio-Produktion Amore gigante (2017) versammelt die italienische Star-Sängerin Gianna Nannini eine breite Palette unterschiedlicher Einflüsse, bleibt dabei jedoch ihrem Stil weitestgehend treu. Die Songschreiberin mit der warmen, rauen und markanten Stimme gastierte auf ihrer Fenomenale-Tour gestern Abend in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle.

Die Altmeisterin italienischer Rockmusik feuerte, behände über die Bühne wirbelnd, das Publikum wiederholt zum Mitsingen an. Mit wechselnden Kostümen sorgte die Italo-Ikone tänzerisch ausgelassen für flirrende Eleganz. Unterstützt wurde die Künstlerin von einer achtköpfigen Band, welche weitestgehend im Hintergrund dezent ihren Auftritt untermalte. Drei Backgroundsängerinnen, ein Schlagzeuger, ein Bassist, ein Keyboarder und zwei Gitarristen heizten dem Publikum gehörig ein. Viele Frauenpärchen wippten im Rhythmus der Musik. 2010 sorgte die offen lesbisch lebende Künstlerin, deren Geburtsjahr im WWW etwa gleich häufig mit 1954 und 1956 angegeben wird, für Aufsehen, als sie ihr erstes Kind zur Welt brachte. Auch sonst kann die Rockröhre einen beeindruckenden Lebenslauf vorweisen. Die studierte Pianistin, Komponistin und Literaturwissenschaftlerin promovierte zur Beziehung von Körper und Stimme an Beispielen von Janis Joplin, den Gesängen Nepals bis hin zu den Griottes, den singenden Zeremonienmeisterinnen des westafrikanischen Staates Mali.

Gesanglich bewegte sich das Energiebündel Nannini auch selbst stets auf einem sicheren und trotzdem facettenreichen Parkett. So wechselte sie von gefühlvoll-hymnischen Ausdruck nuanciert zu rhythmischen Sprechgesang. Neben neuen Songs wie „Fenomenale“ und „Amore Gigante“ performte Nannini auch ältere Hits wie „America“ (1979), „Scandalo“ (1990), „Meravigliosa creatura“ (1995) und „Sei Nell’anima“ (2006). Nicht nur leuchtende Smartphones prägten die Sicht auf die Künstlerin im weiträumig bestuhlten Saal. Die frenetisch feiernden Fans zückten alte Nannini-Schallplatten, selbstgestaltete Plakate und Girlanden. Neben roten Herzluftballons flog auch ein üppiger BH auf die Bühne, den die Künstlerin sogleich keck anprobierte. Ein lange nachklingender Abend mit einer erstaunlich jung gebliebenen Rockikone.




Gianna Nannini in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle | Foto © Ansgar Skoda

Ansgar Skoda - 17. März 2018
ID 10589
Nächste Konzerttermine von Gianna Nannini im deutschsprachigen Raum:
17. 3.| Ludwigsburg, MHP Arena
18. 3.| München, Philharmonie im Gasteig
20. 3.| Neu-Ulm, Ratiopharm Arena
21. 3.| Hamburg, Mehr! Theater am Großmarkt


Weitere Infos siehe auch: http://www.giannanannini.com


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