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Konzertkritik

RUHE!

Aufnahme

läuft.



RIAS Kammerchor | (C) Matthias Heyde

Bewertung:    



Moderierte Nummernprogramme im gehobenen Klassiksektor haben immer (oder meistens) so 'nen Beigeschmack einer gefälligmachenden Gereichung, deren Adressaten freilich wir - ihre geneigten Hörer - sind bzw. sein sollten. Im Allgemeinen funktionieren derartige Darreichungsevents als Wunschkonzert-Veranstaltungen oder loses Themen-Einerlei; "Klassik für Alle" halt. Wir könnten so was selbstverständlich auch dann gleich am Radio live oder als Klangkonserve konsumieren, und das hätte wiederum den absoluten Vorteil, dass wir, falls uns dann die Reihenfolge oder Auswahl der uns vorgesetzten resp. moderierten Nummern nicht gefiele, einfach abschalteten usf.

Auf alle Fälle: Live-Konzerte unter dramaturgischer Zuhilfenahme eines derartigen Misch- oder Gemischtcharakters inkl. einer Unterstufen-Lehrerinnen-Sprachkrücke dürften so ziemlich mit das Letzte (oder Allerletzte), was einem "nicht nur" hinsichtlich des mit professionellem Chorgesang erfahrenen und kenntnisreichen Publikums - ja und ein solches war dann prompt zu Neujahr anwesend, um letztlich "nicht nur" die KollegInnen des RIAS Kammerchores, sondern auch diejenigen der Akamus Berlin (will sagen: zweier international bekannter und berühmter Top-Vereinigungen "nicht nur" hinsichtlich Alter Musik) erleben zu wollen - widerfahren könnte, sein!

Um jenes Mischmasch-Grauen auf die Spitze zu treiben, war man (sendermäßig?) irgendwie der Meinung, Dies & Das zu Diesem und zu Jenem zwischentextlich beisteuern zu müssen; Sprecherin Grit Schulze wartete zu dem Behuf mit reichlich viel Vergessenswertem auf und sprengte hierdurch - unter Auferbietung ihres sprecherischen Vollbewusstseins - jedes Mal, indem sie anfing oder aufhörte zu plappern, die durch die gesungene Musik erlebbar hätte werden könnende "seelische" Atmosphäre aus der hörerischen Perspektive des, was das dann wiederum betrifft, "seelisch" gestressten und total vernachlässigten Publikums.

Dem Genius Händel wurde also und konkret durch einige diverse Chor-Nummern [s. u.] gehuldigt.

Fassen wir es also noch einmal ganz kurz zusammen:

Chor/Orchester sangen/musizierten (wie im Übrigen nicht anders zu erwarten war) hochakzeptabel, das entnervende Gequatsche zwischendrin erwies sich allerdings als vollkommen entbehrlich.




Justin Doyle, der Chefdirigent vom RIAS Kammerchor | (C) Matthias Heyde

Andre Sokolowski - 2. Januar 2019 (2)
ID 11129
NEUJAHRSKONZERT "GENIUS HÄNDEL" (Philharmonie Berlin, 01.01.2019)
Georg Friedrich Händel: „How excellent thy name, o Lord - Alleluia“ (aus Saul)
- „See, the conq’ring hero comes - March“ (aus Judas Maccabaeus)
- „Plague choruses“ (aus Israel in Egypt)
- „For Sion lamentation make“ (aus Judas Maccabaeus)
- „Wanton god of amorous fires“ (aus Hercules)
- Ouvertüre zu Alexander’s Feast
- „Wretched lovers“ (aus Acis and Galatea)
- „Envy, eldest born of hell“ (aus Saul)
- „Save us, o Lord“ (aus Esther)
- „Fix’d in his everlasting seat“ (aus Samson)
- „Populous cities“ (aus L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato)
- „Recall, o King“ (aus Belshazzar)
- „How strange their ends“ (aus Theodora)
- „Dances“ (aus Alcina)
- „The gods, who chosen blessings shed“ (aus Athalia)
- „My heart is inditing“ (aus Esther)
Grit Schulze, Moderatorin
Akademie für Alte Musik Berlin
RIAS Kammerchor
Dirigent: Justin Doyle


Weitere Infos siehe auch: https://www.rias-kammerchor.de


http://www.andre-sokolowski.de

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