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15. April 2008, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

RSB spielte unter Kristjan Järvi



Kristjan Järvi, der jüngste Spross der Järvi-Dynastie, dirigierte am 15. April 2008 das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin | Bildquelle: rsb-online.de

Apollisch!

Die Begeisterungsschreie der Sechzehnjährigen, die nach Ravels DAPHNIS ET CHLOE von allen Rängen auf das Podium prallten, konnten nicht deutlicher zum Ausdruck bringen, wie es ist, wenn Funken überschlagen: "halt" entfesselnd.

Kurze Vorgeschichte:

Da gibt es eine Landschule in Glöwen, irgendwo in Brandenburg. Mit ihr haben die Musiker vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin seit Jahren eine Patenschaft (früher, zu meinen Kinderzeiten in der DDR, nannte man sowas "Patenbetrieb"). Und alle Jahre wieder - einer wunderbaren Idee von Orchesterdramaturg Steffen Georgi folgend - tun sich dann die beiden 10. Klassen dieser Schule zusammen... und gestalten eine der Konzerteinführungen. Sie tragen einfache Kostüme, spielen mit paar Requisiten, sprechen, singen und bewegen sich. Eine Performance eben. Im Curt-Sachs-Saal sitzen dann neben den Lehrern, Mitschülern und Eltern auch "die anderen", das ganz normale (leider überalte) Publikum. Und die Vermischung, plötzlich, tut so gut.

Will sagen: Wenn es nicht gelingt - wie hier zum Beispiel -, Kinder oder Jugendliche, eben auch aus "außerelitären" Elternhäusern, ins Konzert zu locken, sähen (sehen) wir wohl ziemlich alt und doof aus. Frage auch: Warum ist es nicht möglich, den Heranwachsenden, meinetwegen bis sie 16 würden, gänzlich freien Eintritt in Konzerte oder Opern zu gewähren? Und das würde es dann auch den Eltern leichter machen, ihre Sprösslinge dorthin zu schleppen, wo es etwas "vornehmer" und "ernster" zuginge als sonst. Brührungsängste nehmen ist auch eine Geldfrage!

Am Pult stand Kristjan Järvi.

Er ist nicht das erste Mal beim RSB zu Gast.

Und wählte - Rahmenthema - "Sonniges": Zwei Werke beispielsweise, die man als Konzertbesucher sicherlich nicht oft im Leben dann zu hören kriegte, Nielsens HELIOS-Ouvertüre und Skrjabins PROMÉTHÉE. Das alles mit gigantischer Besetzung (Chor bei Skrjabin, inklusive). / Nach der Pause dann, und wie am Anfang schon erwähnt, Ravels Ballettmusik zu DAPHNIS ET CHLOÉ. Spätestens hier Totalbegeisterungen... bei den Ausführenden wie beim ausrastenden Publikum!

Tolles Konzert.

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielte Nielsen, Skrjabin und Ravel

Carl Nielsen (1865-1931):
Helios - Ouvertüre für Orchester op. 17

Alexander Skrjabin (1872-1915):
Prométhée - le poème du feu
für Klavier, Chor, Orgel und Orchester op. 60

Maurice Ravel (1875-1937):
Daphnis et Chloé -
Symphonie choréographique in drei Teilen für Chor und Orchester

Alexander Toradze, Klavier
Rundfunkchor Berlin
(Choreinstudierung: Celso Antunes)
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Dirigent: Kristjan Järvi

Konzert in der Philharmonie Berlin am 15. April 2008

Übertragung des Konzertes am 24. Mai 2008, 20:04 Uhr auf RBB


Andre Sokolowski - 16. April 2008
ID 3795

Weitere Infos siehe auch: http://www.rsb-online.de





 
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