| 150 Jahre Bayreuther Festspiele
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Jubiläum und
Ausblick
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Die BAYREUTHER FESTSPIELE begehen diesen Sommer ihr 150-jähriges Bestehen - am 13. August 1876 war die Einweihung des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel, und auf dem Programm stand ausnahmslos und erstmals Der Ring des Nibelungen, Richard Wagners "Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend", dessen Zweiter und Dritter Tag (Siegfried und Götterdämmerung) am 16. und 17. 8. ihre Uraufführungen erlebten, während der Vorabend und der Erste Tag (Das Rheingold und Die Walküre) bereits 1869/70 in München uraufgeführt wurden; insgesamt wurde der RING also in seinem ersten Festspieljahr szenisch und musikalisch das allererste Mal in Gänze präsentiert, Wagner selbst führte Regie, und Hans Richter dirigierte.
Auf dem Programm der diesjährigen Jubiläumsspielzeit (vom 24. Juli bis 30. August 2026) stehen neben Werken des traditionellen Festspielekanons - Der fliegende Holländer, Parsifal, Der Ring des Nibelungen - ausnahmsweise auch Wagners Jugendwerk Rienzi, die IX. Sinfonie von Beethoven sowie ein Festspiel Open Air (24.07., 02.08.), die Gedenkveranstaltung "Verstummte Stimmen" (26.07.), der Exkurs REALITOT ODER WAGNERS ENDZEITSTIMMUNG (27., 29.07.), die Performance venus, engel und die nacht (29., 31.07., 01.08.), ein Chor-Open Air (01.08.), die konzertante Uraufführung von Bernhard Langs Brünnhilde brennt (03.08.) oder ein Liederabend mit Catherine Foster & Friends (06., 11.08.). Auch die Kinderoper wird wieder präsent sein, dieses Jahr mit einer kindgerechten zweistündigen Aufführung des RINGs.
Im Zentrum stehen allerdings neun Aufführungen des von Nathalie Stutzmann dirigierten und von dem ungarischen Regie-Duo Alexandra Szemerédy & Magdolna Parditka inszenierten Rienzi sowie die dreimalige Präsentation des mit Künstlicher Intelligenz optisch angereicherten RINGs unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann - mal sehen und v.a. mal hören, wie sich das alles ereignen wird...
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Katharina Wagner gab in ihrer virtuellen Pressekonferenz am Vorabend der Festspiele auch einen Ausblick auf die 2027er Saison:
Ab kommendem Jahr wird es dann nicht nur eine, sondern in jedem darauffolgenden Jahr zwei Neuproduktionen geben - als erstes werden Lohengrin (Regie: Ilaria Lanzino, Dirigent: Tarmo Pettokoski) und Parsifal (Regie: Ersan Mondtag, Ausstattung: Neo Rauch & Rosa Loy, Dirigent: Christian Thielemann) Premiere haben. Die Meistersinger von Nürnberg und Tannhäuser werden wiederaufgenommen (dirigiert von Simone Young und Thomas Guggeis). Interessant zu erfahren war in dem Zusammenhang, dass es vom Budget her für die beiden Neuproduktionen insgesamt nicht mehr geben würde als bisher für "nur" eine Neuproduktion; da darf man gespannt sein, wie die Macherinnen und Macher mit diesen Geldern auszukommen gedenken.
Die Vielfalt an "Nebenschauplätzen", wie sie das diesjährige Jubiläumsprogramm aufweist, wird es 2027 nicht noch einmal geben; fester Bestandteil außer dem Kanon war, ist und bleibt jedoch die Kinderoper, ein von der Festspielleiterin mit Herz und Seele gegründetes und fortgeführtes Unternehmen.
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Andre Sokolowski - 25. Juli 2026 ID 15960
Weitere Infos siehe auch: https://www.bayreuther-festspiele.de
https://www.andre-sokolowski.de
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