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Rosinenpicken (288)

18. April 2014 - Konzerthausorhester Berlin

MATTHÄUS-PASSION

von J. S. Bach


Caravaggio, Grablegung Christi, 1603/04 - (C) Pinacoteca Vaticana, Rom


"1829 wurde Bachs Matthäus-Passion zum zweiten Mal uraufgeführt, hier in Berlin, im Haus der Singakademie, in dem heute das Maxim Gorki Theater beheimatet ist. Am Pult stand der erst zwanzigjährige Felix Mendelssohn-Bartholdy. Mit dieser von ihm bearbeiteten und gekürzten Fassung machte er den Weg frei für eine wahre Bach-Renaissance, denn die breite Öffentlichkeit war zu Zeiten der Wiener Klassik kaum in den Genuss der Musik von Johann Sebastian Bach gekommen. Sie wurde einfach nicht aufgeführt. Dabei gehört die 1727 erstmals in Leipzig in Anwesenheit Bachs der Gemeinde der Thomaskirche vorgestellte Passion zu den eindringlichsten musikalischen Darstellungen der Kreuzigungsgeschichte Jesu Christi überhaupt." (Quelle: konzerthaus.de)

Die Faktenlage, insbesondere zu Mendelssohn-Bartholdy, wurde zwar (wie oben zu ersehen ist) als einführender Kurztext auf der Website des Konzerthauses bemüht, jedoch - es gab dann am Karfreitag nicht etwa die Mendelssohn'sche Fassung zu erleben, sondern eine von den ursprünglichen Bach-Fassungen der Matthäus-Passion, so eine "übliche", so wie wir halt das Werk "normalerweise" aufgeführt bekommen...

Iván Fischer dirigierte ein gut drauf seiendes Konzerthausorchester Berlin und das gastiert habende Vocalconsort Berlin (das, unter Garantie, auch schon mit anderen und insbesondere in Fragen der historischen Aufführungspraxis geübteren oder spezialisierten Instrumentalensembles zusammen musizierte) - doch das (Historisch-Aufführungspraktische) war von dem Fischer sowieso und a priori nicht geplant oder vielleicht gar nicht einmal gedacht gewesen; dementsprechend nahmen wir - die letztlich nicht auf das (= historische Aufführungspraxis) schielenden Passionshörer - die Angelegenheit gelassen und genießerisch zur Kenntnis; mehr wohl nicht.

Die Highlights dieses wunschkonzertartigen Abends unterm rudernd dirigierenden Konzerthauschef waren dann zweifelsohne 1.) der geradezu sensationell deklamierende Evangelist von Maximilian Schmitt und 2.) die äolsharfig gesungenen Sopranarien von Christina Landsamer. Darüber hinaus konnte man teils begeisterte Zufriedenheit bei den Pilatus- oder Petrus-"Einwürfen" Hanno Müller-Brachmanns aufbringen; aber "sein" Jesus hatte etwas Zuchtmeisterliches, was nicht unbedingt gefiel.

So glatt und eigentlich doch undynamisch - sollte man vermeinen - hätte sich womöglich die MP unterm Stokowski "damals", vor Jahrzehnten, angehört.


Bewertung:    
a. so. - 19. April 2014
ID 7762
KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN (Konzerthaus Berlin, 18.04.2014)
J. S. Bach: Matthäus-Passion BWV 244
Christina Landshamer, Sopran
Siri Tornhill, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
Stella Doufexis, Alt
Maximilian Schmitt, Tenor
Andreas Weller, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bass
Andrew Schroeder, Bass
Vocalconsort Berlin
Konzerthausorchester Berlin
Dirigent: Iván Fischer
Weiterer Termin: 19. 4. 2014


Weitere Infos siehe auch: http://www.konzerthaus.de


http://www.andre-sokolowski.de



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