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Kurzportrait


ensemble

resonanz

Alt trifft Neu



Eine sehr unterhaltsame Pressekonferenz, die mit einem Konzert anfängt. Streicher und ein Tischschlagzeug. Das ensemble resonanz wagt neue Wege, die Verbindung klassischer Musik und moderner Instrumente. Es kratzt und schnarrt, hört sich an wie Stühlerücken, dann fallen die Streicher ein. Was für eine Symbiose! Schlagstöcke auf den Punkt gebracht, behaupten sich innovativ im Teppich klassischer Töne. Das Bürgerliche und das Rebellische. Das Wohlgeformte und das Unerwartete.

Wir lernen durch Begegnung, und aus zwei Teilen entsteht etwas Drittes. Man ist allein und wieder zusammen. Es hat was von Hausmusik, die Atmosphäre sehr freundlich. Lecker Suppe gab`s natürlich auch noch. Ankerangebote zum Reinschnuppern.

Nachdem das Ensemble einen rasanten Start hingelegt hat und den Kleinen Saal in der Elbphilharmonie erklingen ließ, folgte eine Asien-Tournee, auch Petersburg stand auf dem Plan.

Man versuchte in der kurzen Zeit all die vielen Konzerte und Aktivitäten anzureißen, die das letzte Jahr zu Bekanntheit führten. Sie haben Preise abgeräumt wie den Architekturpreis für ihren Konzertraum im Bunker am Heiligengeistfeld oder feiern "Club des Jahres" zu sein.

Zudem sind sie basisdemokratisch organisiert.

Nun ging es um die Pläne und Ideen für die nächste Zukunft, um das Bekannte und das Unbekannte und um die ewige Wiederkehr.

Es wird um das Thema "Heimat" gehen und um "Identität". Man philosophiert hier gerne und zitiert Hanna Ahrendt: "Unsere Identität wechselt so häufig, dass keiner herausfinden kann, wer wir eigentlich sind." Wir denken an das Verschwinden, an Geflüchtete, an unser Dasein in einer schnelllebigen Welt. Große Fragen des Lebens.

Es gibt das Bach-Butoh-Projekt, und man ist offen für weitere Experimente. Es ist wie eine Card Blanche, mit der alles passieren kann, was mit Begegnung zu tun hat.

Angefangen hatte das Ganze mithilfe vieler Sponsoren, z.B. hat die Stiftung Zeit geholfen, das Image mit zu entwickeln. Andreas Hoffmann ist zugegen und hält eine schwungvolle Rede. Seines Zeichens Programmleiter von Kunst und Kultur der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, verstand er sich als Brückenbauer und hielt seitdem den Dialog mit den Projektmachern. Es brauchte viel Spontaneität, aber keinen blinden Aktionismus, sondern Tiefe und intellektuelle Auseinandersetzung. Diese Institution hat inzwischen gesellschaftliche Relevanz und ist überall gefragt.

Was ist nun die Zukunft für klassische Musik?

Man sucht z.B. anderes Publikum, wie demenzkranke Menschen oder gibt Konzerte für Kinder, ist auf dem CD-Markt vertreten und hat unterschiedlichste Dirigenten und Solisten zu Gast.

Ganz besonders zu erwähnen ist dabei Riccardo Minasi, der ab September 2018 zwei Jahre mit seiner Präsenz und seinem einzigartigen Humor das Ensemble als Artist in Residence begleiten wird. Selbst den Komponisten des 18. Jahrhunderts zugeneigt, erzählt der Italiener hier auf dem Sofa, wieviel er von dem ensemble resonanz gelernt hat - er als ein eher konservativer Musiker mit diesen modernen Musikern. Einen Vorgeschmack wird der Dirigent und Geiger im November in der Elbphilharmonie geben.

Schauen Sie selbst in das umfangreiche Programm, Stichwörter sind gravity, into the unknown, oder transzendeath mit Mahler's 9., Ankerangebote, Philosophie Gespräche, Hörstunden, die Werkstatt Off Beat, das Weihnachtsoratorium und und und...

Träume werden wahr, weitere Herausforderungen warten, und ein fantastisches Programm [siehe u.g. URL].



ensemble resonanz im Bunker in St. Pauli | Foto (C) Jann Wilken

Liane Kampeter - 5. Mai 2017
ID 10013
Weitere Infos siehe auch: http://www.ensembleresonanz.com


Post an Liane Kampeter

http://www.liane-kampeter.de

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