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Konzertkritik

Forsches, lautes Ostermontagskonzert des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin




Gestern zum Ostermontag spielte das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin so forsch und laut wie lange nicht.

Mein mich begleitet habender Freund, welcher auf dem Gebiet der sog. historischen Aufführungspraxis nicht ganz unerfahren ist, raunte mir - kaum dass dann Lars Vogt bei Beethovens 5. Klavierkonzert die allerersten forsch-lauten Akkorde auf dem Steinway hinter sich gebracht hatte - ironisch zu, ob das jetzt etwa schon Prokofjew wäre (der fürn zweiten Teil des Abend angekündigt war), worauf ich, als ein eingestandener Lars-Vogt-Fan, abwägend und aufmunternd zu replizieren wusste: "Lass ihn doch! klingt doch ganz gut."

Also:

"Beethoven nannte das Fünfte ein 'Großes Konzert', und wann immer es in den letzten 15 Jahren auf dem Programm des DSO stand, wurde es mit einem symphonischen Werk von vergleichbarem Anspruch kombiniert. Tugan Sokhiev entschied sich für Prokofjews Fünfte als Gegenstück. Dass sie, wie Beethovens Konzert, in einer Zeit des Krieges komponiert wurde, gab für diese Entscheidung nicht den Ausschlag, die Analogie ist allzu äußerlich: Napoleon lässt sich mit Hitler nicht in eine historische Linie stellen. [...] Doch beide [Werke] zeigen auch, dass die heldische Gebärde insbesondere in der Kunst kein Wert an sich ist, sondern für ihre Glaubwürdigkeit Ergänzungen und Gegensätze braucht; das Lyrische, das Kritische und - bei Prokofjew - auch das Sarkastische." (Quelle: Programmheft)

Kritisch und sarkastisch schien uns Beiden dann der konzeptionelle Ansatz insbesondere beim Beethoven in (forsche, laute) Töne umgesetzt zu sein, was mir dann in der Folge als die bis da unlangweiligste Gereichung dieses Werkes vorgekommen war; mein sachkundiger Freund jedoch wandt ein, das Lyrische und also Unforsch-Unlaute vermisst oder - in Anbetracht der überforschen, überlauten Dargebrachtseinsweise - irgendwie velleicht doch überhört gehabt zu haben.

Was dann insgesamt jedoch nicht weiter störte und vielmehr noch stark beeindrucken und vom zu registrierenden Perfektionismus des Berliner Vorzeigeorchesters zeugen tat.

Begeisterter Applaus, ja - auch von uns.



Bewertung:    

Andre Sokolowski - 22. April 2014
ID 7767
DEUTSCHES SYMPHONIE-ORCHESTER (Philharmonie Berlin, 21.04.2014)
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur
Sergei Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur
Lars Vogt, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Dirigent: Tugan Sokhiev


Weitere Infos siehe auch: http://www.dso-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de



 

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