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Feuilleton


12. Februar 2009, Berliner Philharmoniker

SCHUMANN / B. A. ZIMMERMANN



Klaus Wallendorf ist einer der Hornisten der Berliner Philharmoniker, er fehlte (leider) beim Konzert am 12. Februar, aber - die acht Hornisten treten auch nicht jedes Mal, also bei jedem Konzert, zusammen auf... - Foto (C) www.berliner-philharmoniker.de

Alle außer Klaus

Ich hatte mich sehr kurzfristig und sehr sehr gern für den Besuch dieses Konzerts entschlossen, und obgleich ich einen Stress-Tag hinter mich gebracht zu haben wähnte, denn: Die wie aus allen Weltwäldern her stammenden Tonzauberer von den Berliner Philharmonikern - ihre Hornisten (über die wir ein Porträt'chen machten) - waren angezeigt: Und Sarah, Radek und die beiden Stefan's bliesen mir die gute Laune um die Ohren und erwärmten mir sogleich das Herz... mit Schumanns launigem und virtuosem KONZERTSTÜCK F-DUR FÜR VIER HÖRNER UND ORCHESTER. So ging dieser Abend los. Erquickend und entwaffnend!

Dann der Auftritt von Mitsuko Uchida ... mit Schumanns einzigem KLAVIERKONZERT A-MOLL - ich habe es noch nie so fesselnd, so begehrlich und so konzentriert gehört!! Man konnte, stellenweise, das Orchester kaum noch "atmen" hören, derart stark und voll Bewusstsein nahm es sich zurück. Auch fassten sie (Uchida, Rattle) es fast ausufernder Weise breit, es kriegte plötzlich Längen, die man so noch nie gehört zu haben meinte. Der Vergleich zur Darbietung vor ungefähr drei Wochen, mit Pollini/Staatskapelle unter Barenboim am gleichen Ort, drängte sich nachträglich und umso unerbittlicher jetzt auf. Wussten Uchida/Rattle den Eusebius dieses wohl am schwierigsten zu machenden Klavierkonzerts aller Klavierkonzerte zu ergründen, lenkten "die drei Anderen" ihr Ohrenmerk in erster Linie auf den Florestan in ihm. Zweimal und zweifach freilich mit dem Anspruch einer unbedingten Wahrheitsfindung; jede(r) dann, und wohl zu Recht, auf seine Art und Weise.

Nach der Pause kombinierte Simon Rattle Schumanns VIERTE mit Bernd Alois Zimmermann's SINFONIE IN EINEM SATZ FÜR GROSSES ORCHESTER.

Das machte insofern auch den Sinn, weil: Schumanns VIERTE - für dessen Erstfassung von 1841 sich Rattle entschloss - scheint ebenso aus einem Guss; sie wird, entgegen der späteren und vormals wohl gebräuchlicheren Fassung, fast zäsurlos, eben wie aus einem Guss, gespielt; und so lawinten dann, nicht unanstrengend, beide Großbrocken Musik, sehr leidenschaflich-lustig-laut durchs Haus. Entfachteste Begeisterung.

Und neben Radek, den zwei Stefan's sowie Sarah nahm ich dann noch Georg sowie Fergus - aus der Horngruppe von den Berliner Philharmonikern - optisch-akustisch wahr. Nur Klaus nicht.

Klaus, der fehlte. Leider.



Konzert der Berliner Philharmoniker (12.02.2009)
Schumann: KONZERTSTÜCK F-DUR FÜR VIER HÖRNER UND ORCHESTER OP. 86
Schumann: KLAVIERKONZERT A-MOLL OP. 54
B. A. Zimmermann: SINFONIE IN EINEM SATZ FÜR GROSSES ORCHESTER
Schumann: SYMPHONIE NR. 4 D-MOLL OP. 120
Radek Baborak, Stefan Dohr, Stefan de Leval Jezierski, Sarah Willis (Horn)
Mitsuko Uchida (Klavier)
Sir Simon Rattle (Dirigent)


Andre Sokolowski - red. / 13. Februar 2008 http://www.andre-sokolowski.de
ID 4194

Weitere Infos siehe auch: http://www.berliner-philharmoniker.de





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