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26. Oktober 2009, Gastspiel des Royal Philharmonic Orchestra im Konzerthaus Berlin

JOSHUA BELL spielte Violinkonzert von Brahms



Joshua Bell gastierte mit dem Royal Philharmonic Orchestra am 26. Oktober 2009 im Konzerthaus Berlin - Foto (C) www.ums.org

Rosinenpicken (73)

Der Geiger Joshua Bell wurde 1967 in Bloomington /Indiana geboren. Mit 18 debütierte er bereits in der Carnegie-Hall.

"Bells Violine ist die 1713 von Antonio Stradivari gebaute sogenannte 'Gibson ex Huberman', bekannt für ihren Diebstahl aus der Carnege-Hall-Künstlergarderobe des damaligen Besitzers und Geigers Bronislaw Huberman im Jahr 1936. Der Dieb, ein Wander- und Auftragsmusiker, blieb bis zu seinem Tode im Besitz der Stradivari und gestand erst 1985 seiner Frau auf dem Sterbebett den Diebstahl. 2001 konnte schließlich Joshua Bell die Violine erwerben", klärt uns Wikipedia auf.

Sie klemmt ihm also rechts unter der Achsel, und den Bogen hält er mit der Rechten, und so tritt er auf und dreht und windet/wendet sich mit wachen, dann nicht minder wachen, aber halt geschlossnen Augen mehrfach um sich selbst und ins Orchester "rein"... bis er dann schließlich seine Gibson ex Huberman links unter das Kinn positioniert und schlaghaft seinen ersten Ton durchs rechte Handgelenk über den Bogen auf die Saiten ins wie aus dem Holz geraten lässt; Brahms' Violinkonzert steht auf dem Plan...

Und die Joachim'sche Kadenz gestaltet sich mit ihm zu einer (für den Hörer in gehörter Jetztzeit) hoffentlich nie enden woll'nden fremdartigen "Personal-Einlage"; es ist wie als würde man, abrupt und absichtlich, die Brahmsplatte zugunsten eines "bessren" Recitals, also von einer völlig andern Platte, flott vom Plattenteller nehmen oder so; Bell wird für kurz UND lang zu einem Anderen durch sie.

Begleiten ließ er sich vom Royal Philharmonic Orchestra (Dirigent: Charles Dutoit). Es gastierte mit unterschiedlichen Programmen an zwei aufeinander folgenden Abenden im Konzerthaus Berlin. Vor Brahms gab es eine überkulinarisch ausgewalzte Berlioz-Ouvertüre zum Thema Römischer Karneval, nach der Pause eine von Dutoit selbst zusammengestellte Suite aus Prokofjews ROMEO UND JULIA, laut und liebgewollt gespielt.

Nach dem Konzert signierte Bell für seine Fans ein paar von seinen im Foyer verkauften Platten oder was auch immer für den Filzer drunter taugte. Kann auch sein, er hatte stahlgraublaue Augen; war im Lampenlicht nicht eineindeutig auszumachen.


Logo vom Royal Pilharmonic Orchestra, das am 25. und 26. Oktober 2009 im Konzerthaus Berlin gastierte.


ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA (Konzerthaus Berlin, 26.10.09)
Hector Berlioz: "La Carnaval Romain" - Ouvertüre op. 9
Johannes Brahms: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Sergej Prokofjew: "Romeo und Julia" - Suite aus der Ballettmusik op. 64 in einer Fassung von Charles Dutoit
Joshua Bell (Violine)
Dirigent: Charles Dutoit


Andre Sokolowski - red. / 27. Oktober 2009 http://www.andre-sokolowski.de
ID 4438

Weitere Infos siehe auch: http://www.konzerthaus.de





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