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Feuilleton


8. / 10. März 2012, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Berliner Philharmoniker

WESENDONCK-LIEDER / POÈMES POUR MI

Bruckners Dritte / Tschaikowskys Pathetique


Michelle Breedt - Foto (C) Anelia Loubser


Rosinenpicken (165 / 166)

Michelle Breedt sowie Jane Archibald waren die beiden - voneinander unabhängig aufgetretenen - Solistinnen beim RSB (Janowski) sowie den Berliner Philharmonikern (Thielemann). Sie sangen beide hübsch und eindrucksvoll in dem für sie von Gott vorher bestimmten "Stimmen-Fach"; die Erstere ließ sich die seit Jahrhundereten an diesem Hause hier nicht mehr gehörten Wesendoncklieder von Wagner auf das Auge drücken; und die Zweitere empfahl sich, viel viel unlangweiliger als jene Erstere, mit vier von neun Liedern aus den Poèmes pour Mi von Messiaen... Die Beiden wirkten, seltsam übereinstimmend, recht abgeklärt und fast schon unterkühlt; bei Breedt erahnte insbesondere der Zuschauer ein respektables Mindestmaß an abrufreifem Mutterwitz (wer sie dann dermaleinst in Katharina Wagners Meistersinger-Produktion als Magdalena sah, wird das ganz fett zu unterstreichen wissen!) - und bei Archibald bestach sofort, außer dem sexy sitzenden Designerkleid, ihr akrobatisch anmutender stimmlicher Perfektionismus (neulich hatte sie eine exorbitante Zerbinetta, unter Thielemann, im teuren Baden-Baden abgeleistet). Rundum also waren wir mit den zwei Diven allgemein und im Besonderen zufrieden...

Doch das Aufhorchendste der zwei Sinfoniekonzerte sollten dann die beiden "Hauptwerke" nach den zwei jeweiligen Pausen sein; das Rundfunk-Sinfonieorchester musizierte Bruckners Dritte - die Berliner Philharmoniker Tschaikowskis Pathetique:

Janowski bot eine vom Greisenfaltenwurf oder von Altersflecken ganz und gar "bereinigte" und also fast schon leicht wie Luft klingende Anton-Bruckner-Sinfonie; und ich muss eingestehen, eine derart faszinierend "lockere" Darreichung dieses (Wagner dedizierten) Werkes nie zuvor erlebt zu haben - und ich war begeistert als wie völlig aufgefrischt von ihr!!

Und Thielemann konnte man diesen Abend mit bestaunenswerter Suggestionskraft das Orchester dirigieren sehen, dass es eine menschlich anrührende Feude machte! Absolut und glaubwürdig auch zu beobachten, wie er - den Apparat dann regelrecht bezwingend - beispielsweise zur Erreichung leiser oder leisester Verlautbarungen vor den Musikern dann "immer kleiner wird", vor ihnen quasi in die Knie geht; ja und die Philharmoniker nehmen wohl jede kleinste (auffordernde) Geste von ihm wahr und setzen sie natürlich prompt auch um. Schon beispiellos!

Markanter Jubel an dem Schluss der beiden großartigen Abenden.


Jane Archibald - Foto über (C) http://www.janearchibald.com


Andre Sokolowski - 11. März 2012
ID 00000005807
RUNDFUNK-SINFONIEORCHESTER BERLIN (Philharmonie, 08.03.2012)
Webern: Sechs Stücke für Orchester op. 6
Wagner: Wesendonck-Lieder
Bruckner: Symphonie Nr. 3 d-Moll
Michelle Breedt, Mezzosopran
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Dirigent: Marek Janowski
http://www.rsb-online.de

BERLINER PHILHARMONIKER (Philharmonier, 10.03.2012)
Debussy: Nocturnes
Messiaen: Poèmes pour Mi
Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique
Jane Archibald, Sopran
RIAS Kammerchor
(Choreinstudierung: Hans-Christoph Rademann)
Berliner Philharmoniker
Dirigent: Christian Thielemann
http://www.berliner-philharmoniker.de


Weitere Infos siehe auch:


http://www.andre-sokolowski.de



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