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23. Dezember 2011, Berliner Philharmoniker

Werke von Debussy, Poulenc, Berio und Prokofjew




Rosinenpicken (158)

Heute (23. Dezember) war das dritte der drei vorletzten Konzerte der Berliner Philharmoniker im alten Jahr. Es bestand (gottlob) aus keinem weihnachtlich bzw. vorweihnachtlich ausgerichtetem Gesülze; allenthalben hätte man, obzwar sehr weit geholt, das Gloria Francis Poulenc' auf "diese Schiene" drücken können, aber alle diese Gloria's aus allen diesen Messen passten ja dann sowieso, von Weihnachten bis Ostern, ins Konzerthaus oder sonstwohin...

Emmanuel Pahud (s. das schöne Jim-Rakete-Foto oben!) - weltberühmter Starflötist und dennoch den Berliner Philharmonikern, seit Jahr und Tag, als einer ihrer ständigen Orchestermusiker verbunden - hatte zwei markante Solo-Auftritte: mit Syrinx (eigtl. La flute de Pan) von Debussy und mit Sequenze I von Berio. Da stand er dann allein und angestrahlt auf dem Konzertpodium; und viele seiner Philharmonikerkollegen lauschten ihm und den zwei Stücken aus der abgedunkelten Distanz oder sich auf paar leer gebliebnen Plätzen in den ersten Saalreihen hernieder lassend - sehr sympathisch alles Das!

Dieses Poulenc'sche Gloria würde - wie es John, mein Freund (der es mit 17 Jahren in El Paso/Texas als Cellist in 'nem Orchester erstmals musizierte), sagte - in Amerika viel öfter als zum Beispiel hier gespielt. Das liegt vielleicht auch daran, dass es halt in Boston (Auftragswerk) uraufgeführt wurde und daher ein vielleicht ganz anderer oder verpflichtender Bezug zu ihm vorhanden war und ist. Auf alle Fälle: Mir war dieses Gloria völlig unbekannt... / Der Rundfunkchor Berlin (Choreinstudierung: Robin Gritton) demonstrierte einmal mehr, dass/wie er mit der Chorliteratur aus allen Stilrichtungen prinzipiell zurande kommt - will sagen: Es klang wieder einmal wie aus einem Guss! Auch die Soubrettenstimme von Leah Crocetto schien, trotz ihrer allzu manifest gezwitscherten Vibrati, fast dann ideal zu ihren zwei, drei Soloparts zu passen.

Höhepunkt des Abend dann die schmetterische Fünfte Sinfonie Prokojews - ein genial durchkomponiertes und gewiss sauschwer zu spielendes Martialstück aus der Traditionsgruppe sowjetisch-russischer "Kriegssinfonien" (1944 entstanden, 1945 uraufgeführt). // Mit dem italienischen Dirigenten Nicola Luisotti konnten die Berliner Philharmoniker - nicht nur bei dem Prokofjew - ziemlich gut.

Frenetische Begeisterung.

Und FROHES FEST im Übrigen!!


a. so. - 23. Dezember 2011
ID 00000005557
BERLINER PHILHARMONIKER (Philharmonie, 23.12.2011)
Claude Debussy: Syrinx für Solo-Flöte
Francis Poulenc: Gloria für Solo-Sopran, Chor und Orchester
Luciano Berio: Sequenza I für Flöte
Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100
Leah Crocetto, Sopran
Emmanuel Pahud, Flöte
Rundfunkchor Berlin
(Choreinstudierung: Robin Gritton)
Berliner Philharmoniker
Dirigent: Nicola Luisotti


Weitere Infos siehe auch: http://www.berliner-philharmoniker.de


http://www.andre-sokolowski.de



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