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MUSIKFEST BERLIN 2013


9. September 2013 | Musikfest Berlin

PHILHARMONIA ORCHESTRA

Matthias Goerne / Esa-Pekka Salonen




August Everding hat zum Thema Spielplangestaltung einmal gesagt: „Wenn ich dem Publikum hinterherrenne, sehe ich ja nur ihre Hintern.“

Auch die Berliner Festspiele dulden bei ihrem MUSIKFEST keine Gefälligkeitsprogramme. Anspruch muss sein! Oder wie es ein Slogan des Deutschlandradios (das eine Vielzahl der MUSIKFEST-Konzerte überträgt) kess auf den Punkt bringt: Hirn will Arbeit. Um ihren Zuhörern moderne Töne schmackhaft zu machen, probieren es die meisten Orchester mit einem Pflicht-Kür-Konzert: Wer Berio oder Stockhausen „überlebt“, bekommt zur Belohnung auch Mahler oder Beethoven.

Das Philharmonia Orchestra London und sein Chefdirigent Esa-Pekka Salonen machen es genau umgekehrt. Sie füttern uns mit Zuckerbrot von Debussy und Ravel an, um gleich darauf mit der Lutosławski-Peitsche zu knallen. Tatsächlich gibt es einige, die da nicht mitmachen und nach Ma Mère l’Oye den Saal verlassen. Dabei liegt Salonen gerade die 3. Sinfonie mit ihren auftürmenden und wieder in sich zusammensackenden Klangattacken am Herzen. Und auch gut in den Händen.

Die Formulierung mit dem Anfüttern ist natürlich eine bodenlose Frechheit, denn immerhin gilt das Faun-Vorspiel als Wendepunkt in der Entwicklung moderner Musik. Also geht’s in puncto Reihenfolge vielmehr um Ursache und Wirkung? Wenn dem so ist, passen dazu aber weder die hingetupft türkisblauen Farben noch ein Faun, dem die Sonne aus dem Popo zu strahlen scheint. Er ist gewissermaßen viel zu schön, um wahr zu sein.

Bei Ravel sieht’s nicht anders aus. Alles rund und eben, als ob’s mit dem Weichzeichner bearbeitet wäre. Dafür singt Matthias Goerne mit herrlichem Quarz im Bariton.



Esa-Pekka Salonen und das Philharmonia Orchestra beim MUSIKFEST BERLIN 2013 - Foto © Kai Bienert/Berliner Festspiele


Bewertung:    

Heiko Schon - 10. September 2013
ID 00000007134
MUSIKFEST BERLIN (Philharmonie Berlin, 09.09.2013)
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Witold Lutosławski: Les Espaces du Sommeil für Bariton und Orchester (1975)Maurice Ravel: Ma Mère l’Oye, Suite für Orchester
Witold Lutosławski: Symphonie Nr. 3 (1972/73)
Matthias Goerne, Bariton
Philharmonia Orchestra
Dirigent: Esa-Pekka Salonen


Weitere Infos siehe auch: http://www.musikfest-berlin.de


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