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Wagner, Wagner und kein Ende... (200. Geburtstag)

Plácido Domingo (72) singt noch immer, und noch immer ziemlich gut



Plácido Domingo - Foto (C) Tollerian


Vor 20 Jahren debütierte der damals 51jährige spanische Sänger Plácido Domingo an der Deutschen Staatsoper Berlin; da sang er (konzertant) den Siegmund aus dem ersten Die Walküre-Akt - - Daniel Barenboim, fast gleichaltrig mit dem Tenor und zu der Zeit ein Jahr erst GMD am Ostberliner Traditionshaus, fädelte das Gastspiel ein. Wie überhaupt diese Connection seither unvermindert, und in kleinen wie in großen Abständen, zugunsten eines immer wieder mal hochnotwendigen Star-Events - denn immer, wenn Domingo kam und kommt, war/ist der Medienrummel riesengroß - anhält und (nicht nur kommerziell) zu funktionieren scheint; wir fragen frelich lieber nicht, was diese Star-Verpflichtungen dann jedesmal die Steuerzahler kosteten; aber wer gut und teuer ist, soll auch gefälligst hier - im ersten Haus am Platze - hin und wieder singen...

Zweimal hatten die Berliner Autogrammjäger bereits Gelegenheit bekommen, ihren Lieblingsstartenor als Parsifal live zu erleben - das erste Mal bei einem Benefizkonzert der Staatskapelle 2005 (konzertanter 3. Akt), das zweite Mal in der Lindenoper 2009 (szenisch und in voller Rollenlänge). Nunmehr - und aus Anlass einer zum 200. Geburtstag Richard Wagners anberaumten WAGNER-GALA - wurden quasi "aller guten Dinge drei":

Außer dem Hauptstar waren noch die Staatskapelle Berlin, der Chor der Deutschen Staatsoper Berlin (Einstudierung: Eberhard Friedrich) sowie Kwangchul Youn (als Gurnermanz) und Wolfgang Koch (als Amfortas) am konzertanten dritten Akt des Bühnenweihfestspieles - selbstverständlich dirigiert von Daniel Barenboim - beteiligt.

Und die Barenboim'sche Auffassung und Interpretation des Parsifal hat sich, erwartbar, seit Jahrzehnten nicht die Spur von einer Sechszehntel entfernt; nein, nach wie vor nimmt er das Tempo breit und breiter und lässt Alle inkl. sich höchstselbst in diesen schon fürwahr "undistanzierten" Klangteppich hineinversinken, was natürlich - ohne jede Frage - seine unverhohlen-kulinarisch anmutenden Qualitäten hat. Schon (wieder) meint man also, dass die Staatskapelle gar womöglich DAS derzeitige und unanfechtbar "gültigste" von allen Parsifal-Orchestern weltweit wäre; ja, die Streicher sind schon eine Wucht!

Domingos Stimme - und obgleich man textlich nichts bei ihm versteht - hat immer noch diesen betörenden und ewig-jugendlichen Schmelz, womit sie für die Rolle zeitlos zur Verfügung steht; wenn man die Augen schließt und so die imposante großwüchsige Mannstatur mit ihrem mittlerweile weißen und doch vollen Haupthaar optisch ausblendet, würde wohl keiner je auf die Idee verfallen sein, dass ihr Besitzer zwischenzeitlich über siebzig Jahre zählt.

Begeisterter Applaus.
Andre Sokolowski - 14. Februar 2013
ID 6562
WAGNER-GALA (Philharmonie Berlin, 13.02.2013)
Wagner: Parsifal - 3. Aufzug
Plácido Domingo (Parsifal)
Kwangchul Youn (Gurnemanz)
Wolfgang Koch (Amfortas)
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin
Choreinstudierung: Eberhard Friedrich
Staatskapelle Berlin
Dirigent: Daniel Barenboim


Weitere Infos siehe auch: http://www.staatsoper-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de



 
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