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nachDRUCK # 5

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Rezension

Ingo Metzmacher debütierte - nach Strawinskys THE RAKE'S PROGRESS (in der Staatsoper im Schillertheater) letztes Jahr - jetzt "richtig" bei einem Sinfoniekonzert mit der Staatskapelle Berlin

Mit Werken von Weber, Nono, Schostakowitsch




Leider hatten wir THE RAKE'S PROGRESS verpasst und konnten/können also gar nicht festgestellt haben, wie denn nun eigentlich der Metzmacher - und seinerseits an sich ja schon einer der schillerndsten Kapellmeister in Sachen Oper - mit der traditionsschwangeren Staatskapelle in der Deutschen Staatsoper Berlin zurecht gekommen war; und dem Vernehmen nach (wir blätterten dann schnell noch mal das deutsche Feuilleton aus dem Dezember durch) muss es ganz gut, um nicht zu sagen regelrecht perfekt gelaufen sein...

Also: Jetzt holte er dann noch seinen Konzert-Einstand mit dem Orchester nach; ja und auch der nahm sich, schon vom Programm her, ziemlich vielversprechend aus und - wurde irgendwie dann triumphal:

Die Freischütz-Ouvertüre sollte so was wie die Nagelprobe für ihn sein von wegen: Kann er seine jahre- und jahrzehntelangen Klassiker-Erfahrungen (er war ja immerhin der Opernchef in Hamburg oder Amsterdam; dort hatte er natürlich auch fast das gesamte Klassik-Repertoire herauf/herunter absolviert!!) mit dem über Jahrhunderte bis heute aufgehobenen und also legendären Klang der Staatskapelle "kompatibelieren"? Ja, das konnte er! / Das Stück hörte sich einesteils doch ungewöhnlich leichter als gewohnt, und andernteils viel hintergründiger und also mysteriöser an als sonst; ja und man brauchte lediglich auf Körpergeste und Gesichtsausdruck Wolf-Dieter Batzdorfs, des Konzertmeisters der Staatskapelle, neugierig zu schauen, um dann eineindeutig mitzukriegen: Zwischen Metzmacher und Staatskapelle hatte es gefunkt!!

* * *


Dass Metzmacher auch ein Bewahrer und Verfechter und Erkunder und Entdecker "neuer" oder neuerer Kompositionen war und ist, hatte und hat sich nicht erst seit der Ära mit dem DSO (die er dann letzte Spielzeit und von sich aus endigte) herumgesprochen; ja auch dahingehend war die Auswahl mit Nono und Schostakowitsch zwingend, logisch für den "Debütanten"...

Silke Evers und Matthias Klink sangen die Texte von Nono's Canti di vita e d'amore.

Und die Leningrader ist ein kräftig-lautes und auch (furchtbar) schlacht-tösendes Ziehstück Schostakowitschs, und man zählt sie freilich nicht zu seinen besten und obgleich sie schon die populärste seiner 15 Sinfonien ist. / Metzmacher und die Staatskapelle spielten diese Leningrader so, als hätten sie sie schon ein paar Mal miteinander musiziert; da war nix mit so Erst-mal-aneinander-Antasten; das klappte wie auf Anhieb, war dann wie aus einem Guss.

Brachialer Jubel!!!

a. so. - 23. Februar 2011
ID 00000005077
STAATSKAPELLE BERLIN (Philharmonie, 22.02.2011)
Weber: Ouvertüre zur Oper Der Freischütz
Nono: Canti di vita e d'amore für Sopran, Tenor und Orchester
Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 »Leningrader«
Silke Evers, Sopran
Matthias Klink, Tenor
Staatskapelle Berlin
Dirigent: Ingo Metzmacher



Siehe auch:
http://www.staatskapelle-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de



 
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